Ocean College

Reiseblog 20/21

Zwischenstop in Folkestone

Datum: 10.10.2020
Autorin: Sophia E.
Position: Hafen von Folkestone
Nautische Position: 51°4.59N , 001°11.9E
Etmal: 132,1 NM (total distance: 371,6 NM)

Segeln

Der Tag heute begann für mich mit der Watch (Main Watch) von 04:00 bis 08:00 Uhr morgens. Das war genau die richtige Zeit, um einen wunderschönen Sonnenaufgang zu erleben – den schönsten bisher. Zur gleichen Zeit sind wir auch an den Kreidefelsen von Dover vorbeigefahren, die im Halbdunkeln so aussahen, als ob sie leuchten würden.

Auf dem Weg sahen wir die französische Küste sowie die Lichter der belgischen Küste. In Folkestone angekommen haben wir in einer Bucht den Anker gesetzt und durften nach einem kurzen Debrief in die Yards klettern.

Geburtstag

Heute war nicht nur Hannes 15. Geburtstag, sondern auch der Geburtstag von unserem Kapitän Roy. Er ging in England leider von Bord in seinen Urlaub und wurde von unserem neuen Kapitän Ben ersetzt. Heute hatte Hannes zufälligerweise Galley-Dienst und musste so gezwungenerweise seinen eigenen Geburtstagskuchen backen. Außerdem grüßt Hannes seinen Vater und Lukas wünscht seinem Bruder Jakob alles Gute und viele Grüße. Alles Gute zum Geburtstag!

Essenslieferung

Nicht nur Ben ist an Bord gekommen, sondern mit ihm auch Unmengen von Lebensmitteln, Kleidung, Spülmittel, Motoröl und Waschmittel. Alle waren sehr motiviert und zusammen haben wir alles sehr schnell von der hohen Hafenmauer aufs Main Deck bekommen. Von dort aus haben wir die Dinge dann durch eine Luke in den Drystore bzw. in die Bilge (unseren Keller) gebracht.

Silent-hour & OC Buch

Gegen 18:30 Uhr wurden alle Teilnehmer zu einer kurzen Besprechung aufs Maindeck gerufen, wo uns die danach kommende Silent Hour erklärt wurde. Sie wird am besten mit dem Zitat von Karun beschrieben: „Es war richtig entspannend, mal eine Stunde für sich selbst zu haben und über die vergangene Woche nachzudenken!“. Während dieser Stunde darf keiner sprechen und man darf sich nicht in seiner Koje aufhalten. Die meisten haben nebenbei ein wenig Musik auf den MP3-Playern gehört. Während dieser Zeit bekamen wir eine kleine Aufgabe, die daraus bestand, in dem Ocean College Buch seine vergangene Woche zu reflektieren. Dafür gibt es eine Seite, auf die man eigene Ziele notieren kann und wie man diese Ziele erreichen kann, sowie eine Spalte zur Bewertung der gesamten Woche.

Kurzes Landprogramm

Da wir nun seit genau einer Woche auf dem Schiff (unserem neuen Zuhause) unterwegs sind und in Ijmuiden, eigentlich auch in Folkestone, leider nicht von Bord gehen durften, mussten wir eben improvisieren. Um ein bisschen in Bewegung zu kommen, bestand der Landaufenthalt auf dem menschenleeren Pier mit einer Runde Tauziehen und zwei weiteren Running-Games.

At sea again

Date: 09.10.2020
Author: Paul
Position: English Channel
Geographical Position: 51°4.59’N , 01°11.9’E
Etmal: 132 NM (total distance: 372 NM)

Today we left the port of Ijmuiden in the Netherlands at 8:00 am and went to Folkestone to get our new captain. At 8:30 am we got in a new timezone and it was a little bit confusing. At 8:00 am (new time) I had my watch until 12:30 am. It was pretty cold, like everyday, but the waves were much smaller than on the way to Ijmuiden, so almost nobody was seasick.

At about 10:00 am there was a giant containership that passed us pretty close, like 50 meters, but everything was under control. After that it turned 360° degrees und drove away.

We were on a very busy route, almost like a highway, so many big containerships were near us and also passed us.

Finally sunshine

After my watch, there was much sunshine, so many of us just stayed outside and laid down or read a book. It was great until the weather got bad. The wind got stronger and so the waves got bigger and some of us, including me, got seasick again.

But it was not as bad as before. Almost nobody had to puke, only about three people.

Arrival in Folkestone

In general it was a pretty nice day. There was a lot of sunshine and small waves. It was a nice variety so you could go outside and relax. At 9:00 am the next morning we arrived in Folkestone, six hours before our predicted time.

Kotzmomente auf der Pelican

Datum: 08.10.2020
Autor: Martha
Position: Ijmuiden
Geographische Position: 52°27,7N, 004°35.0
Etmal: 0 NM (total distance: 205′ NM)

(Ich habe nicht gekotzt, stand aber oft genug daneben, um das bewerten zu können. Finja und ich haben hier Punkte zwischen eins und zehn gegeben).

Lara (7/10)
Lara fühlte sich gerade mal fünf Minuten gut und hatte sich endlich aufgerafft, in die Messe zu gehen. Dort begegnete sie Pete. Pete winkte ihr mit der Tasse zu, sie drehte sich um und rannte an ihm vorbei, nach draußen zum Kotzen.

Karun (10/10)
Karuns bester Kotzmoment war, als er mit Finja und Martha auf dem Deck gesungen hat, um sich von der Seekrankheit abzulenken. Es wurden währenddessen unterschiedliche Lieder gesungen, unter anderem das Fliegerlied und Lemon Tree. Später auf der Watch hat er dann, im Schutze der Dunkelheit, alles rausgelassen.

Finja (9/10)
In tiefer Nacht schnitt ich Finja eine Grapefruit auf, um den durch die Seekrankheit entleerten Magen wieder zu füllen. Da die Grapefruit sehr flüssig war, aß sie auch noch ein Stück von Abbys Brot.
Einige Minuten später kam auch dies wieder heraus. Wir gaben auf und gingen schließlich zu Bett.

Gäbi (6/10)
Für Gäbi war der beste Kotzmoment, als er innerhalb von zehn Minuten einen Gummibärchen gegessen hat und dieser drinnen geblieben ist. Jedoch ist dann auf der Watch sein erster Wasserbecher seit 20 Stunden über Bord gegangen.

Nora (9/10)
Nora berichtete von einem schönen Kotzmoment. Sie kam aus der Messe, einen Apfel in der Hand, die Sonne ging gerade auf. Dann jedoch musste sie erst einmal sich übergeben.

Kilian (7/10)
Ich habe Kilian, während wir auf der Watch waren, einen Apfel gebracht. Er hat den Apfel zwar sehr genossen, aber auch der Apfel blieb nicht lange im Magen.

Julius P. (8/10)
Auch Julius P. konnte mir von einem sehr schönen Erlebnis berichten.
Während der Watch bis Mitternacht gab es zwar einen wunderschönen Sternenhimmel. Unter diesem hatte dann Julius die Freude, seinen Magen zu entleeren.

Paul (10/10)
Paul erzählte, dass er während der Watch vom Lookout zum Steuer gewechselt hatte. Zunächst ging es ihm auch ganz gut, nach wenigen Sekunden musste er sich jedoch vom Steuer weg umdrehen und hinten raus über die Reling kotzen.

To be continued…

Übrigens sind wir jetzt im Hafen und es geht uns allen wieder gut. Heute Abend konnten wir schon wieder zusammen mit Pete Shantys üben.

P.S.:
Sophia B. Grüßt ihre Mutter, Und an meine Eltern: Es tut mir sehr leid, aber die Bücher sind leider in Emden geblieben.

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