Ocean College

Reiseblog 22/23 Pelican of London

Fliegende Fische, Musik, Affen und Pelikane

Datum: ​​05.12.2022
Autor:​​​ Philip
Position: ​​Atlantik
Nautische Position: ​18°58;8 N; 028°28;2W
Zurückgelegte Meilen: 3398 NM
Schiff:​​​ T.S. Pelican of London

Fliegende Fische

Das Wetter war den ganzen Tag so ruhig, dass das Meer sich wie ein Spiegel vor uns ausbreitete, nur unterbrochen von den zurück ins Wasser fallenden fliegenden Fischen, von denen wir heute teilweise ganze Schwärme gesehen haben. Das alles, zusammen mit den angenehmen Temperaturen, die in der Cabin und in der Green Mile aber auch schnell wieder unangenehm werden können, wirkte fast schon meditativ auf uns alle, was dazu führte, dass einige einfach auf dem Deck einschliefen. Doch von der Brücke hört man neue Töne, nämlich: Musik!

Musik

Endlich ist es erlaubt, auf Watch Musik zu hören, was die Watches um einiges schöner macht und einen auch wach hält. Kriterium war: Level 1 im Lernbuch durchzuarbeiten. Also in dem Buch, das wir am Anfang der Reise erhalten haben, wo neben einem Kalender und Selbstreflexionsaufgaben auch Level, also Aufgaben, die wir uns erarbeiten und bei der Crew unterschreiben lassen sollen, drinstehen. Beispielsweise muss man auf der Brücke die GPS-Position in die Karte eintragen, um eine weitere Unterschrift zu sammeln. Wenn man davon genug hat, erreicht man Level 1 von insgesamt 3, die wir bis Teneriffa durcharbeiten sollten, um vom Capitan die Erlaubnis zu erhalten, mit Box auf Watch Musik zu hören. Wobei vor allem Hip-Hop, sing-along, Pop, Rap und Nates bordweit beliebte Playlist abgespielt wurden.

Von Affen und Pelikanen

Heute haben endlich haben alle ihren Pelican Monkey erhalten, wobei es sich um eine Bordtradition handelt. Der Pelican Monkey ist eine Urkunde, die vergeben wird, wenn man die Spitze des Main Masts berührt und an das äußerste Ende des T‘ Gallant Yard klettert. Am Abend hatten wir noch die sehr gute und informative Pathwaypräsentation von Sophia zum Thema „Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere“, was uns ein sehr ernstes und wichtiges Thema in den Abend brachte. So wurde über marine Hitzewellen, also lokale Temperaturanstiege über mehrere Tage im Meer, Korallenbleiche und Versauerung der Ozeane gesprochen.

Viele Grüße
T.S. Pelican of London

(Ab hier schreibt Simon de Boer) Noch einmal Danke für den selbstgemachten Adventskalender. Er bringt mir jeden Tag ein wenig Abwechslung.
(Ab hier schreibt Marie) Alles Liebe an Mama und Papa zum Hochzeitstag, alles Gute nachträglich an Radi und eine ganz große Umarmung an Baegurk Emma. J <3
Sophia: Greetings to Emmi, Mama, Papa, my grandparents, the Holtons and the rest of my family and friends. Happy belated birthday, Jona! J
Franzi M: Ganz liebe Grüße und einen wunderbaren (nun verspäteten) Nikolaustag an alle meine Liebsten zuhause. Ich denk an euch!
Caro: Happy Birthday Imke. <3 Ich wünsche dir alles Gute zu deinem Geburtstag, fühl‘ dich gedrückt und pass‘ auf dich auf!

Sunny Sunday

Date: 04. December 2022
Author: Peer
Ship: Pelican of London (PoL)
Position: Atlantic Ocean
Nautical Position: 18 58.8 ́N 028 28 2 W
Etmal: 3350 NM

This sunny Sunday was lovely. It was sunny the whole day, we had no clouds and almost no waves. Everything was calm as if the ocean was relaxing to reflect our mood on this one school-free day of the week.

All in all, the gigantic Atlantic shows us its best side on these days. Sadly, we had no wind catching our sails so we couldn’t sail, and we are still traveling by engine.

But we used this free day to chill together in the sun on deck. Many of us had some burning red areas on our bodies after this sunny day, but after using a magic substance called “After Sun” nobody got a longer health issue.

Turn the music on!

After clean ship and the dreaded Captain cabin rounds, Captain Chris announced that we are finally allowed to listen to music while we are on watch and on the bridge. BUT we have to follow some rules which differ depending on our officers. For example, if Simon is the officer of the watch, maximum of one ABBA song, one Disney song and definitely no German rap (!) are allowed.

Dolphins

Mayday, Mayday, Mayday

But probably the most relaxed time today was on watch. It was really hot and sunny and we were all very thirsty. However, the atmosphere was really relaxed and funny. We were all listening to Tamsin’s chilling music when we got the idea to create a new mayday (emergency) call fitting our situation on watch similar to a general mayday call:

“Mayday,Mayday,Mayday
Pelican of London, Pelican of London, Pelican of London.
My Position is 18 degrees 58 decimal 8 North, 028 degrees 28 decimal 2 West.
My call sign is Charlie, Oskar, Oskar, Lima.
Mayday
Pelican of London.
I`m relaxing with chill music on watch and we are out of water!
I require immediate more cool fresh water plus more fresh oranges.
We are six relaxing people on watch – six people on watch.
We are a three-mast square sailing vessel with too many thirsty people on the bridge. OVER”.

Five Minutes later some dolphins came to take a look at the thirsty watch on the Pelican’s poop deck. Sadly, they didn’t bring us some fresh cool lemonades, but the sight was just beautiful. When some flying fish then also came jumping out of the water, the moment was just perfect.

So that was a new long relaxing and chilled day on the Atlantic Ocean.
I’m looking forward to the next days and what will come in the future on the seemingly endless ocean.
Greetings from the Pelican of London.
Peer

Pelicans got (no) Talent!

Datum: 3. Dezember 2022
Autor: Nicolai
Position: Atlantik
Nautische Position: 21°35,8’N/023°39,9‘W
Etmal: 3273 NM

Heute war ein besonderer Tag, weil wir alle sehr gespannt auf die abendliche geplante Talentshow waren. Der Abend wurde mit einer langersehnten Talentshow unterhalten, die „Pelicans Got Talent“-Show, welche von den Watchleaderinnen Marie und Carlina vorbereitet wurde. Seit ein paar Tagen hing ein Zettel im Messroom, auf welchem sich jede:r eintragen konnte, der/die etwas vorführen wollte… allein oder in Gruppen. Talent wurde nicht vorausgesetzt. Mit insgesamt 17 Vorführungen konnte der Abend beginnen.

Das spannende Leben Manuels

Wir starteten mit dem Voraussagen von Manuels Zukunft aus seiner Hand. Mit einer beeindruckenden Leichtigkeit las Anna alles aus Manuels Hand, was er wissen wollte. Auf die Frage, wie sein Liebesleben aussehen würde, sagte Anna, dass er drei Lieben haben wird, von denen die letzte ewig halten würde. Er würde zwei Kinder bekommen, ein Junge und ein „Etwas“. Zum Thema Tod sagte Anna nur, dass jemand mit „T“ ihm diesen bringen würde.

Eine nasse Frisur

Kreativ ging es weiter mit einer neuen Frisur für Watchleader Matti. Mit einer Mischung aus Comedy und Ernsthaftigkeit bekam Matti von Nate, Leni und Fynn eine neue Frisur. Wie es sich für einen guten Friseur gehört, wurden Matti erst einmal die Haare gewaschen. Mit einem unserer Kotzeimer wurde Wasser aufgefüllt und unserem Watchleader über dem Kopf geschüttet, sodass nicht nur Haare nass wurden. Gegen Ende ließ Matti sich mit seiner neuen Frisur blicken.

Ein magischer Moment

Still wurde es, als Hanna ihre Klarinette auspackte und die „Romanze in G-Dur“ von Max Reger spielte. Gebannt hörten ihr alle zu. Mit dem leisen Wellenrauschen und der Klarinettenmelodie war es eine fast schon magische Stimmung. Verdient laut fiel der Applaus für Hanna aus.

Unser bester Shanty Chor

Musikalisch sollte es weiter gehen. Paul, Hannes, Theo und ich trugen unseren Lieblings Shanty „Hanging Jonny“ vor. Paul gab als Shantyman sein Bestes und brüllte sich die Seele aus dem Leib. Da es ein Shanty ist, den jeder hier kennt, sang das Publikum tatkräftig mit.

Die Vorführung des Captains

Auch unser Kapitän Chris hatte sich eingetragen und sang uns zwei Lieder vor. Bei dem zweiten wurden wir alle aufgefordert mitzumachen. Mit einer kleinen Sporteinheit von Armen, Beinen, Kopf und Zunge wurden alle Muskeln gefragt, auch der Orientierungssinn. Durch den leichten, aber stetigen Wellengang wurde es zu einer kleinen Herausforderung, die aber die ganze Pelican meisterte.

Eine kleine Wasserschlacht

Mit einem kleinen Spiel, welches Saba, Thea und Franzi M. vorbereiteten, wurde weiter gemacht. Sechs Freiwillige (darunter ich), die sich in Zweierpärchen gegenübersaßen, mussten alle einen Schluck Wasser in den Mund nehmen, diesen aber nicht herunterschlucken. Dann lasen die drei Mädchen abwechselnd einen Witz vor. Der Trick dabei ist, nicht zu lachen, denn sonst wird das Gegenüber mit dem Wasser nass gespritzt, das die Freiwilligen im Mund hatten. Noch bevor die Witze vorgelesen werden konnten, waren aber alle schon halb nass, weil sich keiner ernst nehmen konnte. Teilweise wurde sogar taktisch zu zweit auf eine Person losgegangen, einfach nur um diese nass zu machen.

Unsere Reise, reflektiert in Musik

Ellen, Franzi S. und Annbritt zeigten uns mit Musik und Tanz, wo wir überall bisher waren und wo wir noch hin segeln werden. Unsere Atlantiküberquerungen stellten sie mit dem Lied „Wellerman“ und einer Bodenfigur dar, die die segelnde Pelican zeigte.

Außer Hanna haben wir noch ein musikalisches Talent an Bord. Caro spielte mit zwei Flöten gleichzeitig „Jingle Bells“ vor, um unsere Weihnachtsstimmung etwas zu steigern, welche durch das warme Wetter und den Sonnenschein nicht sehr stark vorhanden ist.

Omm…

Unser Engineer Patrick schaffte es, das Publikum zum Ekeln zu bekommen. Harmlos begann er mit eine paar kleinen Yogaübungen, bei welchen er eine beeindruckende Körperbeherrschung bewies. Danach kam ein Trick, den wir als „Self-Covid-Test“ bezeichneten. Mit einer Schnur schaffte er es, diese durch die Nase und dann wieder aus dem Mund kommen zu lassen. Besser nicht zu Hause nachmachen. (Dieses Kunststück wurde von einem wahren Yogimeister vorgeführt.)

For the longest time

Mal wieder wurde das Gesangstalent der Pelican unter Beweis gestellt. Constantin und Watchleader Leander sangen „For the longest time“ vor. Das Lied kennt hier mittlerweile jeder, da wir alle die gesamte letze Woche von den beiden mit dem Lied geweckt wurden. Während der Vorführung, ging im Publikum eine Mischung aus mitsingen und lachen herum, welches dem tänzerischen Talent der beiden zu verdanken war.

Pelican Quiz

Kaya und Elizabeth stellten nicht direkt ihr Talent vor, sondern stellten uns, das Publikum, auf die Probe. Mit einem Quiz wollten sie herausfinden, wie gut wir uns alle mittlerweile kennen. Abwechselnd lasen sie, teils auf deutsch teils auf englisch, Zitate oder Sprüche von der gesamten Pelican vor, welche oft gesagt werden. Die Herausforderung dabei war, herauszufinden, wer diesen Spruch immer sagt. Wir Schüler, Lehrer, sowie die Crew kamen dabei vor.

Smoking Teachers

Der Abend endete durch eine gesangliche Vorführung der Lehrer. Diese schrieben ein eigenes, neues Shanty über die Pelican, welches sie uns unter musikalischer Begleitung vortrugen. Dazu kam, dass sie sich als Kapitän Chris, First Mate Simon und Second Mate Tamsin verkleideten. Britta als Tamsin am Schlagzeug, welches durch einen Eimer verkörpert wurde, Benno als Chris an der Gitarre und Simon als Simon mit der „rauchenden Mundharmonika“. Da First Mate Simon Raucher ist, zündete sich Teacher Simon wirklich eine Zigarette an und spielte währenddessen auf seiner Mundharmonika.

Durch den Mix aus ernsthaftem Talent und Spaß, war die Talentshow ein großer Erfolg und ließ den Tag schön enden.

Liebe Grüße an meine Familie und an alle anderen Familien, die auch gerade den Tagesbericht von ihrem Familienmitglied lesen.

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