Ocean College

Reiseblog 22/23 Pelican of London

Die tägliche Routine während der Atlantiküberquerung

Datum: 29.11.2022
Autorin: Annbritt
Position: Atlantik, westlich der Kanaren
Nautische Position: 2623,7N 01640,9W
Zurückgelegte Seemeilen: 2691
 
Der Tag beginnt für einige um 00:00 mit einer vierstündigen Watch, für andere um 04:00. Alle anderen sind die Glücklichen und werden erst um 07:00 fürs Frühstück geweckt. Das Galley Team wird jedoch um 06:40 geweckt. Das Wecken übernehmen die Leute, die gerade Watch haben. Das Frühstück geht von 07:15 bis 08:00, danach startet für Gruppe A um 08:10 die Schule. Insgesamt gibt es drei Watches, die Fore Watch (natürlich die Beste) mit 10 Leuten, die Main Watch und die Mizzen Watch mit jeweils 11 Leuten. Die Watches sind jeweils in A und B unterteilt.

Schule-Wir lernen für das Leben

Alle A Leute und alle B Leute haben gemeinsam Schule. Die A Gruppe hat von 08:10 bis 11:30 Schule und die B Gruppe hat von 13:30 bis 17:00, das switcht aber jede Woche, da ebenfalls die Watches und die Watchleader jede Woche wechseln. An einem Tag werden immer zwei Fächer unterrichtet, der Stundenplan ändert sich jede Woche. Unterrichtet werden an Bord die Fächer: Mathe, Deutsch, Geschichte, Geografie, Biologie, Chemie, Physik, Workshop, Reflektion und Segeltraining. Andere Fächer wie Englisch, Musik und Sport werden anders beigebracht, etwa durch Englisch Pflicht auf der Watch, Shanty singen und Klettern. Des Weiteren gibt es das Fach Freiarbeit, indem wir die Materialien bearbeiten, die wir von zuhause bekommen haben. Wenn wir keine von zuhause haben, können wir auch Aufgaben in Fächern, in denen wir Wiederholungbedarf haben oder die uns besonders interessieren, bekommen.

Meeting- Die Inspiration des Tages

Um 11:15 macht der First Mate Simon die Cabine Rounds. Das bedeutet, dass er durch alle Cabins geht und kontrolliert, ob sie „tidy“ sind. Darauf folgt dann um 11:30 das Voyage Crew Meeting, wo Simon sich so gut wie immer über die Cabins beschwert, obwohl unsere Cabins mehr als doppelt so ordentlich sind wie unsere Zimmer zuhause. Außerdem werden bei den Meetings alle Neuigkeiten besprochen, wie Windlage, Meilen, die noch zurückzulegen sind und vieles mehr. Um 12:00 ist das First Sitting fürs Mittagessen, um 12:30 ist der zweite Durchgang dran. Um 17:30 ist das erste Sitting beim Abendessen und um 18:00 ist das zweite Sitting. Beim Mittagessen und Abendessen gibt es zwei Sittings, damit alle genug Platz zum Essen haben. Um 18:45 ist abends oft noch ein Pathway Referat.

Programm-Jetzt geht’s los

Außerdem startet demnächst das „Mörderspiel“, bei dem man Person, Ort und zu überreichenden Gegenstand gesagt bekommt und dann einer Person den Gegensand an dem gesagten Ort übergeben muss, um die Person zu töten. Natürlich wurden auch schon die meisten Dates für den Atlantikball zusammengefunden, der mitten auf dem Atlantik stattfinden soll, die einen waren überglücklich, die anderen recht bestürzt. Uns wurde jedoch versichert, dass es nur um den ersten Tanz und das Einlaufen geht. Das ist unser Tagesablauf während der Atlantiküberquerung.
 
(Bitte, Herr Jäger, keine Änderungen an Zitaten vornehmen, sollten Sie als Geschichtslehrer wissen. LG Ellen 😉)

Hannes: „Marc, vielen Dank, dass du mit meinem Hund Gassi warst und auf ihn aufpasst.“
Carolina: „Ich grüße Familie und Freunde“
Sophia: „Ich grüße meine Familie, die Holtons und Timmy & Lilly.“
Ellen: „Meine Familie (Mama, Papa, Lutz, Amy, Omi, Opi, Oma, Opa, Opa, 3x Cousinen, 2xCousins, etc. (Übrigens wegen Annbritt spezifiziert)), Hab euch lieb! <3“
Fynn: „Viele Grüße nach Haus, ich vermisse euch so sehr. Mir tut es mit meinen Haaren sehr leid und mein Nagel ist endlich abgefallen.“
Und natürlich meine Grüße (Annbritt): „Meine Eltern, meine Schwester, meine Oma und Timmy & Luna.“

Jetzt geht‘s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten

Datum: 28. November 2022
Autorin: Lea
Position: Atlantik
Nautische Position: 27°48‘50; N 015°14‘00W
Etmal: 2470NM
 
Unser Morgen begann für uns alle um 07:00 Uhr, denn die A Watches hatten um 08:10 Uhr Schule, zuerst Mathe und dann Freiarbeit. Und um 09:50 Uhr konnten wir dann tatsächlich unseren Tank füllen.
Nach den Cabinrounds, heute um 12:45 Uhr und dem Ships Company Meeting um 13:00 Uhr, durfte ich um 13:45 Uhr die Pelican aus dem Hafen von Las Palmas steuern. Neben der beeindruckenden Tatsache, an den großen Kreuzfahrtschiffen raus auf den Atlantik und endlich Richtung Karibik steuern zu dürfen, habe ich es sogar geschafft, die rote Ocean College Kappe von Teacher Simon zu klauen.

Interviews zu Atlantiküberquerung und Atlantikball

Mit welcher Einstellung gehst du auf den Atlantik?

Peer: „Das ist zuallererst eine schwierige Frage, ich gehe davon aus, dass die See im Allgemeinen recht ruhig sein wird, dass die ersten Tage vielleicht ein bissel holprig sein werden vor allem bezogen auf Seekrankheit, wir uns aber schon in ein paar Seetagen wieder eingewöhnen werden. Insbesondere, wenn wir in den Alltag auf See reinkommen. Wir werden viel erleben und es wird mit Sicherheit eine Challenge für uns alle werden. Drei Wochen auf See, kein Land in Sicht, immer die gleichen Leute, immer den gleichen Ablauf (obwohl das uns wahrscheinlich noch retten wird). Vermutlich werden auch Streitereien und Konflikte entstehen. Ich habe aber großes Vertrauen in unsere Gesellschaft und ich bin mir sicher, dass wir uns nicht unbedingt gleich in den ersten Tagen die Köpfe einschlagen werden. In dem Umfeld, wofür wir uns alle entschieden haben (das Leben auf dem Schiff), hier sind Konflikte und Probleme einfach vorprogrammiert und ich glaube, dass uns das auch allen bewusst ist. Ich glaube aber eine gute Gesellschaft macht es aus, mit diesen Konflikten klarzukommen und diese zu klären. Dafür haben wir uns auch in unserem „Code of Conduct“ ausgesprochen. Es wird eine herausfordernde Zeit und es liegt an uns, wie wir damit umgehen werden und wie wir zusammen Spaß haben werden. Wir sind dafür verantwortlich, was wir aus der ersten Atlantiküberquerung zusammen machen und wir werden das zu unserer besten Zeit dieser Reise machen.“

Was erwartest du von der Atlantiküberquerung?

Sophia: „Ich erwarte drei möglicherweise sehr ähnlich ablaufende Wochen, die zwar teilweise etwas eintönig sein werden, in denen wir aber viel lernen können und tolle neue Dinge erleben werden. Wir wussten ja alle, was auf uns zukommt, als wir uns beworben haben und ich denke, dass wir auch die Konflikte, die entstehen werden, gut als Gruppe überwältigen können und noch mehr zusammenwachsen werden als jetzt schon.“
 
Was hast du gegen Langeweile geplant?

Leni: „Noch nichts, da ich nicht glaube, dass ich viel Langeweile haben werde. Hier auf dem Schiff kann man immer bei etwas helfen oder sich mit Freunden unterhalten.“

Kaya: „Musik hören und mir von Simon (klein) Schach beibringen zu lassen“

Simon (klein): „Ich habe mir 15 Folgen Wilsberg heruntergeladen.“

Nate: „Ich habe alle Star Wars Filme gedownloaded und ansonsten auch Musik hören.“

Marie: „Ich habe geplant einen Film mit eigenem Drehbuch zu drehen.“

Matti: „Da ich Kampfpilot bei der Bundeswehr werden möchte und sich manche Leute an Bord für die Funktionen der Systeme interessieren, habe ich einen Lehrplan erstellt, um allen die wollen auf der Atlantiküberquerung etwas über Flugtheorie beizubringen.“

Auf was freust du dich am meisten?

Sophia: „Auf das Mitspielen in Maries Film, das Klettern im Rigg und hoffentlich social-climbing zu erreichen und den Sternenhimmel zu beobachten.“

Manuel: „Viel Zeit zum gemeinsamen Musik hören und lesen. Außerdem werden wir hoffentlich den schönsten und intensivsten Sternenhimmel bestaunen können. Vielleicht bleibt auch noch etwas Zeit, um mit Sophia und Tamsin etwas über das Universum zu lernen :D.“
 
Könnt ihr den Lesern kurz erklären, was der Atlantikball ist?

Marie und Carlina: „Wir feiern, dass die Hälfte der Atlantiküberquerung überstanden ist. Wir nutzen das zusätzlich auch als Highlight und Mood-Lifter damit die Atlantiküberquerung nicht so eintönig wird.“

Was erwartet uns bei dem Atlantikball?

Marie und Carlina: „Surprise, surprise;))“
 
Wie läuft die Planung für den Atlantikball?

Marie und Carlina: „Wir waren leider während des Einkaufens etwas gestresst, da wir nur wenig Zeit zur Verfügung hatten. Zu dem Zeitpunkt sollten wir eigentlich jeden Moment die Fuellieferung in Teneriffa bekommen. Daher sind wir leider nicht ganz zufrieden mit dem Einkauf, aber wir machen das Beste draus. Jetzt fokussieren wir uns auf Musik und Dekoration. Außerdem planen wir im Vorhinein Tanzstunden, für alle die möchten. Wir freuen uns schon riesig auf die gemeinsame Party und sind gespannt, wie es sich bei Wellengang tanzt.“
 
Grüße:
Elizabeth: Opa und Oma, Oma, Nati, Frau Beck , Amelie, Valerie, David, Iva
Lea: Schöne Grüße an Opa, Moni und Mama und Papa.

1st Advent in the Sun

Date: 27. November 2022
Author: Lara
Position: Port of Las Palmas, Gran Canaria
Nautical Position: 28°08‘.797N/015°25‘.182W
Etmal: 2446NM

Nutella-Day

Today was a normal shore-leave day but with a special morning. Because of the 1st Advent Franziska S. and Annbritt woke us up with Christmas songs e.g., “Stille Nacht, Heilige Nacht”. My motivation to stand up was the fact that today was Sunday, which means Nutella-Day. Only on Sundays you can eat Nutella for breakfast. That’s why there are always more people for breakfast on a Sunday. After the ship`s company meeting on the well-deck,­ we all went back to our cabins to get our stuff for a beach-shore-leave day. Around 09:30 am we all were finished and ready for the beach. We were lucky that we only have to walk 15min to the beach. 

Beach Day

When we arrived, the teachers said we should use the time for the “self-reflection” and the feedback-talks, which are in our blue study-books, before we went swimming. In the “self-reflection” we answer a few questions to different topics, like: Family, friendship, our emotional life or health and fitness. These feedback-talks are split into three feedbacks during the voyage.

Feedbackbogen Ocean College

The first one in Tenerife, the second one after the first Atlantic crossing and the last one after the second Atlantic crossing. After we filled out our study-books, we went for a swim. The water had the perfect temperature and we saw many fish, which swam around us. When I laid down on my towel in the sand, I thought about my family who sit at home in warm clothes and a cup of tea in the hand, while I lie here in the sun. 

Later on, everyone bought their last things for the Atlantic crossing, because we are going to be for three weeks on the Atlantic Ocean. Many of us have a huge stack of snacks, sweets, and drinks in our cabins. When you are at sea, a simple piece of chocolate can be your daily motivation to keep on going during watch or school. 

Our Barber on Board

After we arrived at the Pelican again, we all took a shower to wash the sand on our bodies away. Since the voyage started, we have a self-declared Barber on board, Constantin. It started a few weeks ago with shaving Nicolais and Hannes bold heads and a gave Paul a few undefinable haircuts. Now he cuts our hair seriously (not like before when the haircuts where for fun). Lennox, Paul, Theodor and Leander got a new haircut from Constantin.

Luckily, we had our phones the whole day so we could call our family and friends at home if we wanted to. The fact that I called them maybe two or three times before was funny, because we so often thought we would go on the Atlantic now but always something crossed our way. But now it is really happening. Our adventure starts! Three weeks Atlantic crossing! (Hopefully…)

Greetings:

Lara: I greet my parents my sister, my brother and my grandparents! I love you all and I wish you a great Christmas time with a lot of gingerbread, biscuits and a lot of good food.

Annbritt: Greetings to my parents, my sister and my grandmother.

Thea: I greet my friends at home who are sitting in the cold school.

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