Ocean College

Reiseblog 19/20

On haggling in Morocco

Date: 30th October 2019
Author: Johannes
Position: Morocco, on anchor
Geographical Position: 34°22`7 N    10°09`5 W
Etmal: 0

If you go to Morocco, you will quickly realize that haggling is everything! When we went ashore, most of us spent nearly all the time in the Souk (that’s the big Bazaar), so we had lots of opportunities to experience the market life and including the knowledge of how to haggle. The principal behind it is easy:

The vendors will tell you a price that is way too high and it’s on you to haggle for your life (eq. your money) and get them to a good price. If you are lucky or skilled enough, you can get almost everything so cheap that you think you scammend the vendor – but I think they still make good profit even if it doesn´t seem like it.

The Souk is amazing! All the different colours from the market standsand lots and lots of offers.

You can buy everything there: clothing, woodwork, jewelry,  fruits and vegetables and of course fake brand fashion. The vendors will even try to trade your belongings (like your watch) for their goods. One of them tried to get Carl to trade his watch for a wooden box (we later found out that the price for the box was only 10 Dirham, which equals 1€).

When we met up with the teachers and ship staff at 2pm, they gave us the challenge to go to the Bazaar and buy all the fruits and vegetables that we will need in the next week as cheap and fast as we could. That really tested our haggling skills we learned earlier.

A good trick if you ever come to a bazaar: if the vendor wants 100 Dirham for something, just give him a lower amount like 20-60 Dirham and act like you don´t have more money than that. They will moan and try to discuss with you but if you stay with your price they will usually give up after two minutes and you will get what you want. Sadly some goods have fixed prices (at least for tourists). If that is the case you don´t have a chance of getting it cheaper and accept it.

We made two rankings one for the worst deals and one for the best ones:

The “worst deals” ranking:

1. Red watch: For the challenge one group should buy 20 lemons and they accidentally bought 20 kg of lemons.

2. Jacky and her group: for the challenge we should also buy a “special fruit”. The vendor sold them a fruit and said that it´s delicious so they bought 2kg. What they didn´t know was that it was Aferziz- a fruit that is used for foot massages and not for eating! When they tried it they realized that it tastes horrible. They went back to where they bought it and got the vendor to taste the fruit as well. After that they luckily got their money back.

3. Simon and Max –  they both bought a game of chess for 250 Dirham and when we went to another similar shop 2 minutes away. There we asked how much they sell the same chess for and they told us 200 Dirham as a “starting bid”.

4. Everyone who bought fake Louis Vitton

The “best deals” ranking (It´s not really a ranking, more a list):

Ella got rings for free: the vendor gave her the material for free and showed her how to make the rings out of it.

Someone got 3 rings for the price of one.

A group ordered three peppermint teas and got a fourth one for free.

Some could just haggle really good. For example Jonas got a belt for 50 instead of 120 dirham, Jonas and I got two pictures for 20 instead of 100 dirham,…

At the end of our trip we all went to the beach and played soccer together. So all in all, we had a really exciting day in Morocco. Unfortunately we will leave tomorrow.

PS: Nochmal alles, alles gute zum Geburtstag Papi! Ich hoffe, dass du einen schönen Tag hattest! Ich habe dich lieb deine Frida.

PPS: Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir in der Mitte des Atlantiks baden gehen sollten (Anmerkung der Allgemeinheit)

“Sharing is caring” – Eine Geschichte über Schokolade

Datum: 28. Oktober 2019
Autorin: Ella
Position: Marokko, vor Anker
Nautische Position: 34°22.1 N 010°17.5 W
Etmal:0

“Vier – Gewinnt” – dieses bei uns Schüler*innen sehr beliebte Spiel, wenn es auch auf den ersten Blick primitiv erscheint, beschreibt in seinen grundlegenden Prinzipien recht gut die grundsätzlichen Regelungen im Umgang mit dem wertvollsten Gut an Bord – Schokolade. Zum einen herrscht theoretisch Chancengleichheit (bei Vier – Gewinnt ist es theoretisch immer möglich, ein Unentschieden zu erspielen) zum anderen verliert, wer nicht aufpasst. Simples Prinzip, gnadenloser Wettkampf…

Schüler spielen vier Gewinnt an Deck
Vier Gewinnt – ein gnadenloser Wettkampf 😉

Die Nachfrage bestimmt das Angebot?

Problematisch, wenn die Nachfrage grenzenlos und das Angebot auf Privateigentum beschränkt ist. Somit steigt der Preis – und weil es wenig Sinn ergäbe, Schokolade gegen Schokolade zu tauschen weichen die Bezahlungsmethoden hier auf andere Bereiche aller Art aus – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Du brauchst Zustimmung, Unterstützung, Komplimente, jemand soll Dein Bad putzen, Du willst morgen mehr Nachtisch oder einfach eine Umarmung? Schokolade!

Begrenzt wird dieses System von nur einer einzigen Regel: there are no jokes about chocolate. Wer seine Ehre wahren möchte hält sich an den Deal.

Sozial und so

So weit so gut – gäbe es da nicht auch noch die Gruppe der Schnorrer. Die lassen sich grob den drei Taktiken der mittellosen Allgemeinheit zur Beschaffung des Grundnahrungsmittels zuordnen (Ja, es ist immer noch von Schokolade die Rede 😉 ) :

  1. Die Schleimer: Komplimente, nette Worte, kleine Gefälligkeiten – hier siegt Dreistigkeit
  2. Moralische Sabotage: Wer kennt es nicht? Da reicht eine kleine Sammlung der schönsten Klassiker: “Ich hab‘ Dir auch immer was abgegeben”, “sie/er hat auch was bekommen”, “ich hab meine Sachen auch alle geteilt”… wir sind nun mal sozial
  3. Versprechen und Drohungen: “Dann lass ich Dich auch in Ruhe”, “sonst bekommst Du auch nichts mehr”, “ich teile auch mit xy” – immer gut mit 1 und/und oder 2 zu kombinieren 

Irgendwie lässt sich jeder da einordnen – vor allem seit wir alle drei Taktiken in einem Motto vereint haben: “sharing is caring”… Danke auch, Ruben.

Mein Tipp, was die beste Methode ist? Tee trinken. Viel Tee. Aber das ist eine andere Geschichte…

Jacqueline zeigt Peace-Zeichen
Wie viel Stückchen Schoki sollte man mindestens essen?

Wie war der Tag?

PS: Für alle, deren Interesse sich nicht ausschließlich auf Schokolade beschränkt (aber auch für die, die sich im Laufe des Berichts welche geholt haben 😉 ) jetzt noch eine Zusammenfassung des Tages, einfach weil viel passiert ist:

Der Tag startete nach dem Frühstück (vorher geht hier nix) mit der Geographiestunde von Miriam und Jens für die B–watches – wir haben (aus naheliegenden Gründen) mehr über Marokko bzw. den Orient an sich gelernt. Wobei wir zum Ergebnis gekommen sind, dass “der Orient” eher ein Begriff für die Vorstellungen und Vorurteile dem Gebiet gegenüber darstellt, auch, weil es keine eindeutige (oder geographische) Definition gibt.

Probefeueralarm

Gegen 11:00 Uhr wurde der normale Alltag dann von der Sirene zerissen – ein Probefeueralarm. Auf einem Schiff ist es dabei mit einem Verlassen des Gebäudes natürlich nicht getan. Erst versammeln sich alle nach den watches sortiert beim Foremast und bekommen Schwimmwesten.

Dann wurde zu Übungszwecken eine Suchaktion eingeleitet, da Lilly sich aufgrund einer Knöchelverstauchung noch im “Gefahrenbereich” aufhielt. In einem solchen Fall ist es Aufgabe von Pete und Elly (Bosun und Bosuns Mate) in Feuerschutzanzügen nach der/ dem Verletzten zu suchen. Unterdessen waren Mascha und Jens an Deck mit den Feuerpumpen beschäftigt und einige Schüler assistierten auf der Brücke beim Absetzen des Probenotrufs. Beendet wurde die Übung mit der “Ankunft des Hubschraubers” und der Rettung von Lilly – erfolgreich also.

Seamanship

Nach dem Happy Meeting und der Rückkehr zum normalen Schiffsgeschehen folgte dann Geographie für die A–watches und eine Stunde seamanship mit Pete, in der wir lernten, wie man das Beiboot zu Wasser lässt.

Linus und Florett lernen verschiedene Berechnungen und Kartenlesen…

Der Abend

Seit vier Stunden (Ankunft ca. 17:00) liegen wir jetzt in Marokko vor Anker und ich denke, wir alle freuen uns darauf, morgen an Land gehen zu dürfen. Jetzt sind wir nicht nur wieder in einem anderen Land, sondern auch auf einem neuen Kontinent – gefeiert wurde das mit Lasagne, dem Lieblingsessen von Kapitän Ben. Wir Schüler*innen lassen den Tag jetzt noch mit einer Runde Werwolf ausklingen – wobei unsere Version zwar extrem lustig und lebendig, aber auch chaotisch verläuft…

PPS: Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir in der Mitte des Atlantiks baden gehen sollten (Anmerkung der Allgemeinheit)

PPPS: Wer jetzt spontan beschlossen hat, sich Schokolade zu beschaffen: Lebkuchenschokolade. Probieren geht über studieren – das ist unbeschreiblich… 😉