Ocean College

Reiseblog 19/20

Murder Mystery

Datum: 29. November 2019
Autor: Phil
Position: Atlantik
Geographical Position: 14°33.3’ N/ 36°15.8’ W
Etmal: 120 nm

Es war 01:00 Uhr in der Früh, eine sternenklare Nacht, Johannes hatte zusammen mit dem Rest der White Watch A Wache. Sie nutzten die Zeit, um Unterschriften in ihren Training Record Books zu sammeln. Deshalb hatte er auch zusammen mit Lilly diese Runde unter Deck gemacht, sie hatte ihm das Firefightingequipment gezeigt.

Auf dem Rückweg war es dann passiert, ausgerechnet heute, wo er seinen Plan in die Tat hatte umsetzen wollen. Er hatte Simon noch gesehen, wie dieser an den Porttreppe stand. Verdammt, er hätte vorsichtiger sein müssen, misstrauischer, aber er hatte sich nichts dabei gedacht und nun war tot, ermordet mit einem Bilderramen.

Die Ankündigung, dass sie das Royal setzten sollten, kam Carl genauso wenig komisch vor wie die Tatsache, das Pete ihn an die Starboardclue geschickt hatte. Plötzlich stand dieser hinter ihm mit einer alten Unterhose. Dieser Anblick war so schrecklich, dass Carl einen Herzinfakt erlitt und verstarb.

Nach der Seamanship-Lesson wollte Joana nur kurz in ihrer Kabine etwas holen. Plötzlich, aus dem nichts, stand ich hinter ihr in der Lobby. Ich hielt einen Regenschirm in der Hand, mit dem ich nun ausholte und zuschlug. Nach zwei gezielten, aber immer noch kräftigen Schlägen lag sie am Boden, die Blutlache um sie wurde größer.

Max hätte lieber schlafen gehen sollen, anstatt noch Star Wars IV mitzuschauen. Drei Minuten vor Ende des Films wurden sie zu den Bracingstations gerufen. Keiner wollte so spät abends noch Bracen, aber es musste sein. Das Bracen verlief ganz normal.

Anschließend wurde noch der Spanker gesetzt. Nachdem sie damit fertig waren, wurde wie immer aufgecoilt. Pete schickte Max und Sarah, wärend sie noch mit coilen beschäftigt waren, zum Outer Jib handen zu Ella aufs Vordeck. Max bemerkte erst zu spät, dass sowohl Sarah als auch Ella Gasmasken trugen. Ehe er sich wundern konnte, öffnete Ella den Gefahrgutbehälter und holte Carls Socken hervor.

Eine grausame Mordwaffe, die sogar von der Genfer Konvention verboten worden war, und ein ebenso grausamer Tod. Der Geruch soll so unmenschlich sein, dass sich seine Opfer mehrmals umbringen, um ihm zu entgehen. Max wahr binnen Sekunden mehrmals gestorben. Ella lachte diabolisch, verpackte die Socken wieder in ihrem Behälter und warf sie zusammen mit ihrer Gasmaske über Bord. Ihre Arbeit war getan.

Weiterhin wurde heute Paul mit einem Teppich erstickt und Sam von einer Schatztruhe erdrückt.

Bei uns auf dem Schiff wird natürlich niemand in echt getötet. Das Ganze ist ein Spiel namens „Murder Mistery“, bei dem jeder einer bestimmten Person auf dem Schiff an einem bestimmten Ort einen bestimmten Gegenstand geben muss.

Wird einem ein Gegenstand angeboten, ist man verpflichtet, diesen anzunehmen. Dadurch „stirbt“ man und gibt dann seinem Mörder den eigenen Auftrag weiter, bis die letzte Person übrigbleibt und gewinnt.

The most horrendous of days – a dramatic retelling of true events

Date: 28th of November 2019
Author: Anson, Chief Engineer
Position: Atlantic Ocean, in the middle of nowhere
Geografical Position: 14°56.3 N/34°14.5 W
Etmal: 112 nm

Rat tat tat at the door, rat tat tat once again, I consciously acknowledged the sound. I glanced at my watch; five in the morning, stirred from a nightmare and awoken by one.

I opened the door after taking a moment to make myself decent, awaiting in trepidation for the problem that might unfold. The joy of being a marine engineer, things always break at the least considerate times.

Outside my door stood the First mate, her cheeks rosy and hair sea wind wild, she has command of the Pelican through the hours of 4 to 8 and clearly had already been awake for a while as the unwelcome news left her lips fast and devastating.

The galley urn (Large hot water maker) was broken. The night watch was coming apart at the seams, the chaos was stirring and there was no way the vessel could be safely navigated with blood tea levels dropping so low.

My initial reaction was one of disbelief, shock and horror. Such critical equipment failing.

Why me? I retorted in a flash, perhaps an emotional reaction to the traumatic news. “Can I not fix it at 8am?” was my reply. To which she responded an utterance to justify my awakening.

That 32 young teenagers would soon be tea making and our back up kettle was not up to the challenge without breaking.

I arose fast, straight out of my pajamas and into my zone where the world disappears and only machines whirl and groan.

The engineer was on the case, personality left behind and tools in its place.
I went well equipped with spanners and a purpose, the Urn now the enemy and me in my fortress. I started with the fuse and then it came undone.
With the urn under arm I headed out for morning sun, only to be slapped in the face with a flying fish that came on a hurtling from over the side.

Stunned and taken aback, the laughter a chorus all sung perfectly in time.
The fish quickly flung back into the ocean with great consideration for its life. The engineer now with wounded ego continued with his toil and strife.

The urn taken down to pieces, each component tested with no resolution.
The ship was now a stirring, students awaking and emerging from every corner, no coffee in my bloodstream, no coffee to be had.
The masses were marauding and chaos rallied the band.

My mood began to sour, as the questions were abound, what are you busy with? became my most pro-vacating sound.
three hours now had passed, three hours more or less. No breaks were had, no tea was drank and the sun came baking down.

My ginger skin and the world i was in burned up in great despair.
As the urn was mended electrically, all was safe intrinsically.
Only the scale that caked the boiler, that hard white scale in the boiler was all that remained for me there.

I scrubbed it with a sponge, baking soda as well .
I progressed on to the white spirit vinegar and a metal scourer to.
I cleaned that boiler as best I could, until all that should remain.
Was a hole in the bottom of my boiler, a small rusty hole in the boiler.
And I cursed to the sky in vain.

My ship mates were all gathered, gathered around the show.
Watching me now cursing at my boiler with a hole.

There’s a hole in your boiler, dear Anson dear Anson
There’s a hole in your boiler dear Anson a hole.
was sung bold and loud.
Oh what refrain when the only resolution was to use the old boiler for its parts that remained.
and so began the second wave, good work undone only to begin it all again.
The hour approached noon, the work was finally done.
aside from a bruised ego the battle had been won.

The water at a rolling boil,the ship a rolling on.
Somewhere in the world an engineer is toiling and cursing at the sun.

But all is well in this great big world, all is well in deed
With a cup of tea and the wind at our backs,
what else could a man possibly need?

With love -The Pelicans chief engineer.

Sailing and Shanties

Date: 27th November 2019
Author: Hannah
Position: In the middle of the Atlantic
Geografic Position: 015°25.2N / 032°20.3W
Etmal: 105 nm

„Bracing staitons, bracing stations, bracing stations. All hands on deck!“
Wenn dieser Satz durch die Lautsprecher ertönt, stöhnen alle genervt auf und gehen raus aufs Deck. Die Yards müssen gedreht werden, damit der Wind besser genutzt werden kann. Besonders morgens ist es schwer, sich zu motivieren. Doch wenn die tiefe Stimme von Pete erklingt, der einen Shanty ansingt, ändern sich die Launen schlagartig:

1. Haul on the bo‘lin,
The fore and maintop bo‘lin
Haul on the bo‘lin,
the bo‘lin haul!

2. Haul on the bo‘lin,
the packet is a-rollin‘,
Chorus

3. Haul on the bo‘lin,
the skipper he‘s a-growlin‘,
Chorus

4. Haul on the bo‘lin
to bristol we are goin‘;
Chorus

5. Haul on the bo‘lin,
the good ship is a-bowlin‘,
Chorus

Shanties sind Arbeitslieder für Seefahrer. Sie dienen der Motivation und der Ausdauer bei anstrengenden Aufgaben. Wann genau Shanties entstanden sind, ist nicht ganz klar, allerdings wird vermutet, dass sogar schon die alten Griechen und Römer beim Rudern eine Form von Shanties gesungen haben.

Die Vorform von Shanties war ein wildes Geschrei, dass zu härterer Arbeit ermutigt hat. Über die Jahrhunderte entwickelten sich Melodien und das wilde Geschrei wurde letzendlich zu Liedern. Die Melodien haben sich an die Form der Arbeit angepasst und so entstanden viele verschiedene Arten:

Der oben genannte Shanty „Haul on the Bowlin“ gehört zu der Kategorie der short drag shanties. Short drag shanties haben generell einen schnellen Takt. Dabei wird pro chorus line einmal gezogen. Beim Bracen ermöglicht es zum Beispiel ein koordiniertes, schnelles Ziehen an verschiedenen Seilen auf dem ganzen Schiff.

Long drag shanties wurden hingegen zum Ziehen an Halyards, dass sind meist Seile die die Yards liften, benutzt. Sie sind deutlich ruhiger als short drag shanties und man zieht zwei mal pro chorus line.

Capstan Shanties wurden gesungen, während der Anker hochgeholt wurde oder andere massive Dinge geliftet werden mussten. Um die schwere Arbeit zu ermöglichen, wurde das Seil um ein „Capstan“ herumgelegt und 5-6 Männer schoben das herausstehende Holzstück vor sich her. Da diese Arbeit sehr lang und mühselig war, wurden Capstan Shanties, die einen sehr langen Chorus haben, zur Ablenkung gesungen. Glückerlicherweise ist das Schnee von gestern und wir haben eine Maschine, die den Anker hochzieht.

Während die Seefahrer Freizeit hatten, versammelten sie sich oft im Forecastle und die Lieder, die dort gesungen wurden, sind unter dem Namen forecastle songs oder forebitters bekannt. Diese Lieder erzählten oft von harten Zeiten, die die Matrosen auf See erlebt haben, aber auch von den guten Zeiten, die kommen werden, sobald Land erreicht wird.
Bsp: Rolling down to old Maui.

Auch wir lernen fleißig möglichst viele Shanties, da es viel schöner ist zu segeln und dabei zu singen. Unser Bosun Pete liebt es, Shanties zu singen und bringt sie uns bei, denn es ist schwerer als gedacht, im richtigen Takt zu bleiben. Heute hatten wir zum Beispiel eine ShantyNight, in der wir alle möglichen Arten von Shanties geübt haben. Selbst nach einer Stunde hatten noch alle Lust, weiter unter freiem Himmel zu singen und die entspannte Atmosphäre zu genießen. Zu einem Shanty „Roll the old Charriot“ dichten wir sogar selber unsere Strophen. In diesem Sinne:

An end of this report wouldn‘t do us any harm,
an end of this report wouldn‘t do us any harm,
an end of this rport wouldn‘t do us any harm
and we all hang on behind.