Ocean College

Reiseblog 19/20

Galley Duty

Datum: 18 Oktober 2019
Autor: Marlene K.
Position:  Westküste Spaniens
Geographische  Position: 43° 53. 9 N,  006° 19.6 W 
Etmal: 99´

Mein Tag startete heute um 06:15 Uhr in der Früh mit der Galley Duty, auf deutsch gesagt mit dem Küchendienst. Kurz zusammengefasst bedeutet das, beim Mittag- und Abendessen von sämtlichen Personen Extrawünsche bezüglich der Menge und des Essens allgemein entgegen zunehmen und dabei bloß nicht den Überblick zu verlieren.

Wie funktioniert das System der Galley Duty?

Die Galley Duty besteht aus unserer Köchin Abbie und drei Teilnehmer*innen. Die Gruppe dieser setzt sich aus den drei verschiedenen Watches zusammen: white, red und blue. Damit alles gerecht vonstatten geht, rotiert der Galley Dienst täglich, so dass jeder im Durchschnitt alle zehn Tage in der Küche mitarbeitet. Für den Tag, an dem wir Galley Duty haben, entfallen alle anderen Aufgaben inklusive Watches und das tägliche Putzen.

Was sind die Aufgaben der Galley Duty?

Eine der Hauptaufgaben von uns ist das dreckige Geschirr abzuwaschen und abzutrocknen. Bei rund 40 Leuten kann das je nach Essen eine ganze Weile dauern. Heute musste ich hinhalten und habe alle Teller, Schüsseln, Töpfe und Besteck abwaschen müssen. Bis jetzt hat es keiner geschafft aus der Küche ohne schrumplige Finger zurückzukehren. Eine weitere Aufgabe für mich war das Schneiden von Auberginen, Ingwer und weiterem Gemüse.

Heute hatten ich und die anderen beim Küchendienst den Vorteil, dass wir mehr Nachtisch bekommen haben als die anderen. Auch wenn die Galley Duty anstrengend ist, kann man sie sich versüßen durch Musik und den Gedanken daran, nicht zu putzen und keine Watch machen zu müssen.

The Watch System

Datum: 17th Oktober 2019
Autor: Paul
Position: Bay of Biscay
Geographische Position: 43°36’N, 4°15’W
Etmal: 313 (total distance NM)

With calmer waters we are slowly getting into the daily routine on board the Pelican of London. Over the next few weeks you will probably read the word “watch” here in the daily reports. So here is a short explanation of what that is:

General watch system

We are devided into three watches; red, blue and white watch. Each watch has eight hours watch a day, split into two four hour blocks. The students of each watch are also split into two blocks (A & B). They do one of the two four hour watches a day, the second four hours they have lessons. The mentors as watch leaders have eight hours of watch a day. I am a mentor and I really look foreward to this system because then the mentors learn a lot about sailing and navigation. I am in the blue watch so I have watch from 4 to 8 o’clock. Red watch is from 8 to 12 o’ clock, followed by white watch from 12 to 4 o’clock. 

The first two weeks

In the first two weeks we have a rotational watch system which means that we have seven watch times a day and the watches are rotating. That also means that the whole watch is on duty at the same time. So the bridge is a bit crowded and especially when two watches are on the bridge because of a handover it is a bit overcrowded.

Tasks to do on watch

On watch we have different duties. On anchor watches we have to check our position on the radar every 15 minutes. We also have to check several parameters, such as air pressure and wind speed. On normal watches we have three positions: the helm on which you steer the vessel and the port and starboard lookout. Every half hour we also have to do a log book entry with positioning, wind speed and direction, air pressure, temperature, clouds, waves and all these things.

P.S. Until now we have still had no toilet blockage.

Gruppe legt Seil zusammen

Ankerung und Putz-Tag

Datum: 16. Oktober 2019
Autor: Emily
Position: Cabo Higuer (Grenze Frankreich – Spanien) 
Geographische Position: 43°23,2N 001°47,0W (auf Anker)
Etmal: 200,5 Seemeilen 

Da wir über Nacht geankert haben, waren die Schwankungen des Schiffes heute Morgen ruhiger und weniger, als die Tage zuvor. Für mich und meine immer noch vorhandene und ziemlich nervige Seekrankheit ein guter Vorteil, vor allem, weil ich duschen durfte und das bei ordentlichem Wellengang echt kein Spaß ist. 

Als ich mit dem Duschen fertig war, kam die Durchsage, dass die Red-Watch das Deck putzen muss. Also musste sich jeder einen Besen nehmen und wir begannen, das Deck von Schmutz und einigen Überresten der Seekrankheit zu befreien. Dabei haben es zwei Leute aus meiner Watch irgendwie geschafft, einen Eimer und ein Putz-Besen über Bord zu werfen. Linus meinte, dass wir bald keine Besen oder Eimer mehr haben, wenn wir so weiter machen. Und das wäre doch großartig, weil wir dann nicht mehr putzen können… 

Außerdem durfte ich bei unserer Wache zum ersten Mal steuern, was wesentlich komplizierter ist, als es aussieht. Anders als bei einem Auto oder Fahrrad dauert es nämlich eine ganze Weile, bis das Schiff auf das Lenken reagiert. Und dann ist da auch noch das Problem, dass die „Straße“ sich ständig unter einem bewegt und Wind und Strömungen das Schiff plötzlich in eine ganz andere Richtung drücken können, als man eigentlich ansteuern möchte. Aber es hat dennoch Spaß gemacht.