Ocean College

Reiseblog 19/20

Gruppe legt Seil zusammen

Ankerung und Putz-Tag

Datum: 16. Oktober 2019
Autor: Emily
Position: Cabo Higuer (Grenze Frankreich – Spanien) 
Geographische Position: 43°23,2N 001°47,0W (auf Anker)
Etmal: 200,5 Seemeilen 

Da wir über Nacht geankert haben, waren die Schwankungen des Schiffes heute Morgen ruhiger und weniger, als die Tage zuvor. Für mich und meine immer noch vorhandene und ziemlich nervige Seekrankheit ein guter Vorteil, vor allem, weil ich duschen durfte und das bei ordentlichem Wellengang echt kein Spaß ist. 

Als ich mit dem Duschen fertig war, kam die Durchsage, dass die Red-Watch das Deck putzen muss. Also musste sich jeder einen Besen nehmen und wir begannen, das Deck von Schmutz und einigen Überresten der Seekrankheit zu befreien. Dabei haben es zwei Leute aus meiner Watch irgendwie geschafft, einen Eimer und ein Putz-Besen über Bord zu werfen. Linus meinte, dass wir bald keine Besen oder Eimer mehr haben, wenn wir so weiter machen. Und das wäre doch großartig, weil wir dann nicht mehr putzen können… 

Außerdem durfte ich bei unserer Wache zum ersten Mal steuern, was wesentlich komplizierter ist, als es aussieht. Anders als bei einem Auto oder Fahrrad dauert es nämlich eine ganze Weile, bis das Schiff auf das Lenken reagiert. Und dann ist da auch noch das Problem, dass die „Straße“ sich ständig unter einem bewegt und Wind und Strömungen das Schiff plötzlich in eine ganz andere Richtung drücken können, als man eigentlich ansteuern möchte. Aber es hat dennoch Spaß gemacht.

Do dolphins become seasick?

Date: 15 October 2019
Author: Elena
Position: Garonne/ Puerto Gurutzeaundi (Spanish-French-boarder)
Geographical Position: 44° 21 N 001°40W
Etmal: 192 miles

My day started when someone from the blue watch woke me up at around 7.20 am. We were all quite busy being seasick last night, so I decided to skip breakfast and instead get ready for my watch from 8 am to 12 pm right away. Dressed in my weather gear and harness (which is compulsory to wear at all time during your watch), I arrived on deck.

Meer, ein Berg und dahinter der Sonnenaufgang

It was just before sunrise, the sky was in a light baby blue with only some clouds and somehow this atmosphere made me forget the many times I had to throw up, the headache and dizziness I felt the hours before. Now it was good to have salty wind around my nose and to see the ocean and sky in these morning hours.

Dolphins

“Dolphins on starboard side!”, I heard someone calling. And indeed, there were four dolphins not even 10 metres away, swimming next to the ship as if they wanted to accompany us. “Dolphins on port side as well!”, you could hear a few moments later. There were already more people from the other watches gathered around to see them. “Do dolphins get seasick as well?”, I wondered.

Seasickness

Although the day was mainly sunny and not that cold, waves and wind were really rough. Almost everybody, including the permanent crew and teachers were or are still seasick. People were either lying in their beds sleeping, or sitting around deck, drinking tea and eating bread to have something to throw up one moment later… just to feel a little better for the following 10 minutes. Because of that, captain Ben decided to change the course and we started heading closer towards land again, so we could have some shelter from the waves that would give us time to recover.

At midnight we reached our position to anchor in front Puerto Gurutzeaundi right on the French-Spanish-boarder to get some rest.

Gruppe winkt vom Schiff

11 Tipps gegen Seekrankheit

Datum: 14.10.2019
Autor*in: Johanna
Position: Mitten auf dem Fluss Garonne
Nautische Position: 45°22.2 N°, O° 48.6° W
Etmal: noch nichts, da wir quasi noch in Bordeaux waren

Heute werde ich über Seekrankheit schreiben, da heute ein sehr stürmischer Tag ist und alle, bis auf ein paar glückliche Menschen, seekrank sind. Hier also elf Tipps für dich, wie du dich besser fühlen kannst, wenn du seekrank bist.

  1. Iss und trinke. Es ist egal, wenn du dich danach übergibst.
  2. Denke nicht daran. Seekrankheit spielt sich vor allem im Kopf ab.
  3. Geh auf Deck und schaue auf den Horizont.
  4. Ingwerkekse helfen sehr gut. Iss aber nicht zu viele von ihnen.
  5. Hier auf dem Schiff setzen wir uns oft auf die Treppen an Deck. Dort schaukelt es am wenigsten.
  6. Schlafen ist das Beste was du tun kannst! Achtung! Danach bist du wie ausgeknockt und du musst sehr schnell wieder an Deck.
  7. Brot hilft.  Hier auf dem Schiff essen wir oft das selbstgebackene Brot von unserer Köchin.
  8. Denke immer daran, es ist nichts schlimm daran, sich zu übergeben. Niemand wird dir böse sein.
  9. Eine zweite Offizierin zu haben, die alle zwei Minuten brüllt: “ARE YOU HAPPY?” Irgendwie ist man dann auch gleich happy.
  10. Es gibt natürlich auch noch viele individuelle Methoden, wie z. B. sich einfach überall hinzulegen (Jonas), immer einen Eimer bei sich zu haben (Sarah) oder sich immer zu beschäftigen (Carl).
  11. Gute Freunde, die sich um dich sorgen, oder mit dir in den selben Eimer kotzen.
Schüler mit Schwimmwesten

Ein Beitrag von der letzten Reise zum Thema Seekrankheit: