Ocean College

Reiseblog 17/18

Ein perfekter Abschluss für eine einmalige Reise voll mit Höhen und Tiefen

Autorin: Elena

Position: Ijmuiden, Niederlande

(52° 27,6´N 04° 33,6´E)

Ungewöhnlicherweise wurde ich heute von Johan geweckt mit den Worten: „Elena, Joe würde nach Amsterdam fahren und wenn du mit willst, dann schnell!“  Noch gar nicht richtig wach, realisierte ich überhaupt nicht, dass gerade einer meiner Träume wahr werden würde. Ich hatte mir soo sehr gewünscht nach Amsterdam zu kommen und immer wurde es mir bis jetzt verwehrt. Erst gestern hatte ich noch zusammen mit Charlotte eine kleine Debatte gegen Johan, da wir zwei unbedingt nach Amsterdam wollten, er uns aber nicht gehen lassen wollte. Als fünf Minuten später auch noch Charlotte an mein Bett kam und mich fragte, ob ich denn schon Johans „Friedensangebot“ gehört hätte, wusste ich, es ist wahr. Binnen 15 Minuten war ich geschniegelt und gestriegelt in der Messe, wo Joe schon geduldig lächelnd auf uns wartete. Charlotte schmierte uns noch schnell ein paar Brote für unterwegs und wir konnten losgehen. Es war frisch, doch unsere Vorfreude auf diesen Tag übertraf alles Negative.

Von uns dreien war noch keiner in Amsterdam gewesen, es konnte daher lustig werden dahin zu finden. Der Bus stand schon abfahrbereit in der Marina und durch unsere grandiosen Englischkenntnisse (zum Glück konnte die Busfahrerin ausgesprochen gutes Englisch) war das Problem des Tickets schnell gelöst. Nach einer halben Stunde Fahrt mussten wir an einer Art Bahnhof aussteigen. Unsere nächste Zugverbindung fanden wir auch nach kurzem Suchen. Im sogenannten „Sprinter“ fuhren wir eine Station ca. 10 Minuten und fanden uns im Amsterdamer Bahnhof wieder. Nach Verlassen des schönen Gebäudes fand man sich bei einem Kreisverkehr wieder und ich musste erstmal den Moment auf mich wirken lassen. Man sah einen Kanal, die wunderschönen typischen Häuser und gaaaaanz viele Fahrräder, von denen Joe erstmal ein Foto schoss.

Joe fragte uns, was wir uns gerne alles anschauen wollen und so starteten wir unseren Weg zum Anne Frank-House. Mit Hilfe von Google Maps und mehreren Verirrungen standen wir irgendwann davor, doch es war eine so lange Schlange, dass wir beschlossen uns mit dem Anblick von außen zu begnügen. Wir gingen weiter am Kanal entlang durch das wunderschöne Amsterdam. Neben Lissabon, Budapest, Hamburg und München, meiner Heimat, ist es für mich eine der schönsten Städte. So schlenderten wir durch die Straßen neben den Kanälen und uns ist aufgefallen, dass die Häuser alle sehr viele große Fenster haben, so dass man einfach z.B. in Wohnzimmer oder Küche gucken könnte. Charlotte erzählte uns, dass Stephie ihr erzählte, dass die Menschen hier gar kein Problem damit haben, so beobachtet zu werden. Wir besichtigten eine kleine Shopping Mall, die in einem alten – wahrscheinlich ehemaligen Marktgebäude – sanierten Gebäude war. Joe war ein wunderbarer Begleiter. Er sagte, dass wenn wir in einen Shop wollen, es nur sagen müssten. Er wartete geduldig vorm Eingang und wunderte sich, dass wir immer wieder so schnell zurück kamen und nichts gekauft hatten. Hier in Amsterdam haben die Leute einen bunten, ausgefallenen Kleidungsstil, mit dem sich Charlotte nicht wirklich anfreunden konnte.

Als wir am Dam angekommen waren, staunten wir nicht schlecht, als wir den Royal Palace entdeckten. Auf Joes Vorschlag hin beschlossen wir uns den Palast mal näher anzuschauen. Glücklicherweise war der Eintritt für unter 18-jährige frei. Garderobe und Audioguide inklusive. Für Joe betrug der Eintritt 10 Euro. Der Palast ist ein echtes Prachtwerk. Wände aus Marmor mit aufwendigen Statuen und detailreichen Verzierungen, Decken und Bodengemälde im Festsaal,  in den anderen Räumen Wandgemälde, aus teuren Stoffen Teppiche und Gardinen, dazu feinstes Mobiliar und dazu eine interessante Audioguidetour per Stationenprinzip. Wir machten nicht die gesamte Tour, doch wir bekamen auch so einen guten Einblick in die Geschichte des Palastes und der Stadt.

Als wir wieder auf dem Dam standen, ein riesiger Platz vor dem Palast, waren wir schon ziemlich hungrig, denn es war ja auch schon 13:30 Uhr. Joe fragte uns, was unser Lieblingsessen sei, und da Charlotte, anders als ich, etwas Konkretes nannte, nämlich Indisch, war unser Mittagessen schnell ausgewählt. Joe suchte ein indisches Restaurant in der Nähe und nach fünf Minuten fanden wir uns in einem kleinen indischen Restaurant wieder. Ich hatte Bedenken, dass mein Budget reicht, da ich nur noch zehn Euro hatte, doch Joe war so freundlich und sagte, dass es kein Problem für ihn sei, mir etwas zu leihen (Zitat: „Order whatever you want, darling!“).  Nach einem ausgesprochen guten und vor allem ausreichenden Essen, ging es weiter. Leider hatte es angefangen zu regnen, doch wir setzten unsere Stadttour fort. Durch Seitengassen ging es weiter, wieder Richtung Bahnhof, da Charlotte kalt wurde, wir jedoch noch nicht abbrechen wollten.

Etwas später hörte der Regen dann auch auf und wir gingen noch in einen Souvenirshop, wo Charlotte und ich uns interessant bedruckte Socken kauften, und in einen Käseladen, den Joe lustig fand.

Gegen halb sechs machten wir uns letztendlich doch Richtung Heimat auf – nach sieben Stunden Stadtbesichtigung langte es uns auch und wir waren ziemlich erschöpft. Glücklich und zufrieden saßen wir wieder im „Sprinter“ und erreichten noch in der letzten Sekunde den Bus zur Marina. Dieser setzte jedoch alle Passagiere zwei Kilometer vor der Endstation aus und da wir nicht eine halbe Stunde auf den nächsten Bus warten wollten, liefen wir den Rest. Wir kamen genau zeitgleich mit dem Bus an der Marina an – da hat sich das Laufen ja gelohnt.

In der Marina trafen wir auf Emma, Lotte, Nora und Paula, die sich ein Eis gegönnt hatten, nach der Sportbootführerschein-Prüfung. Sie erzählten uns, dass elf Leute durchgefallen sind, da war ich gleich froh, dass ich sie nicht gemacht hatte.

Als ich an Bord kam, waren nur Simon, Hannah H., Mika und Wanda aufzufinden. Der Rest war an Land. Da es kein Abendessen gab und Mika und ich Appetit auf Pizza hatten, machten Mika, Charlotte, Wanda und ich uns auf den Weg zur Marina. Johan war so freundlich und gewährte uns eine halbe Stunde länger Landgang, da es sonst zu knapp geworden wäre.

Leider fanden wir die Pizzeria nicht, sondern stattdessen einen Imbiss. Mika zeigte sich sehr spendabel und wir teilten uns ein Kids-Menü (Pommes, Hähnchen und ein Getränk) auf ihren Nacken 😉

Wir aßen am Strand und unterhielten uns darüber, wie wir uns in zwei Jahren sehen. Es war ein sehr vertrauter Moment. (Ich glaube, an diesem Punkt muss ich Grüße an Mika und ihre Eltern rausschicken, denn wir saßen an jenem Strand, an dem sie zusammen ihr Abschiedsfoto aufnahmen. Hab dich lieb Miki!)

Als wir wieder zurück gingen, sahen wir zwei Gestalten, eine männliche mit OceanCollege-Ölzeugjacke, die andere ein Mädchen ohne, entfernt in einer Ecke sitzen. Auf einmal sagte Wanda: „Das ist May!“ Es dauerte einen Moment, bis es in meinem Kopf schaltete….May ist da….es klang so unwirklich, so unscheinbar….es kann gar nicht sein….doch da sah ich schon, dass sich das Mädchen auf uns zubewegte und da realisierte ich, dass es wahr ist! Sie ist wirklich hier! Ich konnte mein Glück gar nicht fassen und automatisch fing ich an zu rennen, direkt auf sie zu…bis in ihre Arme. Es war so wunderschön sie zu sehen. Sie sagte uns, dass sie eigentlich als Überraschung für morgen Abend geplant war. Da ertönte ein lauter langer Ruf: „Maaaaayyy!!!“. Es war Leon, der vom Strand auf uns zugestürmt kam. Natürlich war er nicht allein. Sozusagen war Johans Überraschung geplatzt.

Da Mika, Charlotte, Wanda und ich uns eigentlich ein Eis kaufen wollten und May jetzt eh anderweitig beschäftigt war, setzten wir unseren Weg zum Supermarkt fort. Unglücklicherweise hatte dieser schon zu, doch die Besitzer von Supermarkt und Imbiss, die direkt nebeneinander lagen, unterhielten sich noch vor ihren Läden. Wir wirkten ganz enttäuscht und erklärten den Besitzern unsere Situation. Wir hatten es mit sehr freundlichen Menschen zu tun und sie ließen uns kurz in den Supermarkt, damit wir uns ein Eis aussuchen konnten. Es war sehr nett von den beiden und das Eis war echt lecker. Das hatte noch gefehlt zu diesem perfekten Tag. Gegen halb neun machten wir uns alle wieder zurück zum Schiff.

An Bord gesellte ich mich dann zu Merle, Hannah W., Dominik und Ben, bis mich Charlotte daran erinnerte, dass ich noch die Messe putzen muss. Ich machte mich gleich daran und während ich beschäftigt war, kamen Kathrin und Chantal zurück und präsentierten uns stolz ihre neuen Tattoos.

Nachdem ich fertig war, zündete Nico seine Rosenduftkerzen an und spielte Musik ab. Ich saß noch ein bisschen bei den Briefeschreibenden in der Messe und ging nach einiger Zeit in meine Koje, um noch eine Folge „Game of Thrones“ zu gucken. Danach hinterließ ich noch eine kleine Botschaft auf Merles Lappi, den ich mir schon seit ein paar Tagen ausgeliehen hatte. Um halb vier schaute ich nochmal in der Messe vorbei und ein paar waren immer noch wach. Ich unterhielt mich noch etwas mit Nico und schlief dann in den frühen Morgenstunden ein.

Mein Schlusswort geht dieses Mal etwas länger. Zuerst möchte ich mich bei allen bedanken, die immer unsere Tagesberichte so fleißig lesen und sich dafür interessieren was bei uns so passiert. Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen und wir konnten euch einen guten Einblick in unseren Alltag an Bord geben.

Mein nächster Dank geht an alle, die Ocean College überhaupt möglich gemacht haben. An alle Organisatoren, die Crew, die Lehrer, Die Eltern und natürlich die Schüler.

Als nächstes möchte ich meinen Leuten zu Hause danken. Meiner Familie, die mich von Anfang bis Ende unterstützt hat und meinen Freunden, die zu Hause für mich die Stellung hielten. Ganz besonders Leila, die sich um meinen ganzen Schulkram gekümmert hat.

Und ganz zum Schluß noch ein paar Sätze an die Schüler: Wenn ihr jemals diese Tagesberichte lest, dann denkt an die geilen Momente, die wir zusammen erlebt haben.  Die Höhen und die Tiefen. Unser Gelächter und unsere Tränen. Erinnert euch an die unfassbare Zeit, die wir zusammen gemeistert haben. Ich hoffe ganz doll, dass wir sehen uns schnell wieder sehen! Kommt gut in eurem neuen Leben an und lasst uns einander nie vergessen.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich und wünsche euch eine gute Nacht.

Eure Elena

 

Schiffsarbeiten in IJmuiden

Autor: Matthias

Position: IJmuiden, Niederlande

(52° 27,6´N 04° 33,6´E)

Durch ein heftiges Klingeln wurde ich heute Morgen um 07:30 Uhr wach. Schnell zog ich mir meine Klamotten an und kam in die Messe, doch mir wurde gesagt, dass nur ein paar Leute gebraucht wurden, um vom Segelmacher mehrere Segel zu holen. Erst in diesem Moment fiel mir auf, dass wir über Nacht wohl im Jachthafen von IJmuiden angekommen waren und tatsächlich als ich an Deck ging, sah ich viele Schiffe um uns herum liegen. Alle Schiffe hatten niederländische Flaggen, im Hintergrund konnte ich auch die wunderschönen Industrieanlagen der Stadt sehen, wo die Abgasschlöte brannten.

Nach dem Frühstück gab es dann eine große Ansage und die Crew teilte uns alle in mehrere Gruppen auf. Es gab ein Deckteam, das die Aufgabe hatte das gesamte Deck sowie die Reling zu schrubben und zwar nicht so wie sonst immer, sondern diesmal mit unverdünntem Rostreiniger, damit das Schiff wieder hübsch für die Sommersaison wäre. Ich muss sagen, dass das Team echt gut gearbeitet hat, ich habe abends nirgendwo mehr Rost gesehen. Außerdem gab es ein weiteres Team, welches als Aufgabe hatte, die Segel wieder anzuschlagen, also die Segel, die wir wieder vom Segelmacher oder aus Martins Lager bekommen hatten (einen bunten Schoner und ein blaues Groß), wieder zu befestigen. Darüber hinaus gab es noch ein drittes Team, das auf Martins Anhänger, das Bild, welches wir auch auf die Kaimauer von Horta auf den Azoren gemalt haben, malen sollte.

Mich stellte Otto aber frei von den Arbeiten, da er noch wollte, dass ich für ihn einen Artikel für die FAZ schreiben sollte. In meinem Artikel geht es um Nestlé, deren Kaffeesparten und Nachhaltigkeit im Lebensmittelkonzern. Das dauerte den ganzen Tag lang und zum Abendessen gab es dann, wie Martin es nennt „Pommesbudenessen“; es wurden holländische Frikadellen, Käseteigtaschen, Pommes, Kroketten usw. eingekauft und dann alles frittiert. Und weil wir ja gesund leben wollen, gab es dazu einen leckeren Salat. Insgesamt war das Abendessen sehr lecker! Danach machte Sebastian nochmal eine letzte Stunde zu Navigation für den SBF-See-Schein, es ging hauptsächlich um die Umrechnung von einem Magnetkompasskurs (vom einem Magnetkompass ablesbar) in einen rechtweisenden Kurs (in die Karte einzutragen).

Jetzt sitze ich hier in der Messe und finde es traurig, dass das hier schon mein letzter Tagesbericht sein soll, weil ich die Reise einfach unglaublich schön fand und gerne noch länger bleiben würde, aber ich freue mich jetzt auch schon wieder auf zu Hause, auf meine Familie und meine Freunde dort. Ich denke, ich werde jetzt die letzten Tage noch genießen, aber jetzt dann erstmal ins Bett gehen, immerhin ist es jetzt schon spät und morgen früh haben wir die Prüfung für SBF-See.

Gute Nacht!

Euer Matthias

And now my last watch has ended

Autor: Nico

Position: Ijmuiden, Niederlande

(52° 15,03 N 03° 31,89 O)

Eigentlich sollte ich zu meiner 01:00-05:00 Uhr Wache geweckt werden, aber da ich noch Briefe geschrieben habe, die wir bis Ijmuiden abgeben müssen, war ich eh bis dahin noch wach.

Das Wetter war wie gestern sehr neblig und es nieselte leicht. Aber dafür war unsere Stimmung umso besser. Unsere vier Stunden in der Nachtwache verbrachten Mika, Mona, Charlotte, Alisa und ich durchgehend mit tanzen und Musik hören (von Bayrischen Volksliedern bis Elektro war alles dabei) und so wurde uns gar nicht erst kalt. Irgendwie war die Wache schneller vorbei, als mir lieb war.

Nach meiner Wache bin ich noch kurz duschen gegangen (zum Glück dürfen wir ja so oft wie wir wollen duschen gehen). Danach bin ich nochmal für kurze Zeit auf das Achterdeck gegangen, um mit meiner Mutter zu telefonieren, die zurzeit auf den Philippinen ist. Dem Internet sei gedankt! Schlauerweise hatte ich mir vor dem Telefonieren Wasser aufgesetzt und so konnte ich direkt danach mit einer Wärmflasche ins Bett gehen. Draußen war es doch noch etwas kühl, wenn man nur in kurzer Schlafanzughose rumsteht.

Irgendwann wurde ich mit der Aussage, es sei schon 12:45 Uhr und ich hätte gleich wieder Wache, geweckt. Total verwundert darüber, dass ich so lange geschlafen habe, vermute ich, dass ich das doch wohl dringend nötig hatte. Mit dem Mittagessen bewaffnet machte ich mich hoch zur zweiten Wache des Tages. Doch kurze Zeit später kam Johan zu mir hoch und meinte, dass es Arbeit zu tun gibt. Ich als Projektleiter musste erst mal wieder den gestrigen Tagesbericht und andere Emails rausflanken. Da am Ende der Reise vor allem nur noch die Zeugnisse verfasst werden müssen und ich das ja logischerweise nicht übernehmen kann, war mein heutiger Auftrag eine Dia-Show für unseren letzten Abend zu erstellen. Bevor ich damit anfangen wollte, bin ich zurück zur Wache gegangen, die ich ja eigentlich hatte und habe die restlichen 1 ½ Stunden noch mitgemacht, da es meine letzte Tag-Wache sein wird.

Nachdem wir abgelöst wurden, half mir Mona netterweise bei den Fotos. Sie organisierte von einzelnen Personen Aufnahmen und ich suchte die besten raus. Kurz nachdem Abendessen war ich dann fertig und beschloss, dass ich jetzt Feierabend habe. Leon und Johan wollten eine letzte Risiko-Runde spielen und ich schloss mich ihnen an. Die beiden waren eingespielte Feinde und im Vergleich war ich ein blutiger Anfänger. Während Johan Süd- und Nordamerika fokussierte, Leon Australien und Asien nach und nach eroberte, hatte ich schon Probleme damit, Afrika einzunehmen.

Einige Male wurde sich über Johan beschwert, der es nicht fassen konnte, drei Einsen auf einmal geworfen zu haben und dementsprechend laut wurde. Obwohl Johan uns wiederholt erklärte, er habe schon Risiko gespielt, da waren wir noch flüssig, ging Leon zum Schluss als Sieger hinaus.

Um etwas mehr Ruhe zu bekommen, ging ich in mein Zimmer, wo ich dann meinen Tagesbericht anfing. Zwischendurch kam Karl einmal vorbei und zusammen mit Mona schauten wir ein paar lustige Fotos bzw. Videos an. Danach wollte ich eigentlich weiter schreiben, doch viel Zeit hatte ich nicht bis mir wieder zur Wache Bescheid gegeben wurde. Anscheinend hatte sich das Wetter so stark verschlechtert, dass wir nicht mal mehr an Deck Wache halten durften, sondern alle in der Messe hocken mussten. Da wir jetzt gerade nichts zu tun haben, kann ich meinen Tagesbericht fertig schreiben.

Das Wetter hat sich jetzt so weit verbessert, dass wir wieder ans Deck dürfen. Zwischen 05:00-06:00 Uhr werden wir dann ankommen. Die neue Wache zu holen würde sich nicht lohnen, deswegen werden wir das jetzt durchziehen. Somit waren wir die letzte wirkliche Wache überhaupt (Samstag fahren wir ja nur kurz rüber zur Schleuse)!

Ich werde meine Wache echt vermisse und mache mich jetzt auf den Weg auf das Deck, um meine leider letzte Wache noch zu Ende zu laufen.

 

Euer Nico