Ocean College

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Eine regnerische Katastrophe

Datum: 26. Dezember 2021
Position: In der Nähe von Jacó Beach, Costa Rica
Autorin: May (Mathilde)

Unser erster vollständiger Tag in Costa Rica begann am frühen Morgen um 08:30 Uhr mit einem leckeren Frühstück, welches die Farmangehörigen uns freundlicherweise bereiteten. Die Temperaturen am Morgen waren sehr angenehm und es war fast idyllisch, nach der mehr oder weniger komfortablen Nacht in der Natur zu Sonnenschein aufzuwachen. An die neue Schlafsituation musste sich erst einmal gewöhnt werden und viele von uns hatten aufgrund der Hitze in den Zelten beziehungsweise Platzproblemen oder Ähnlichem nicht allzuviel geschlafen, doch im Angesicht des frischen Brotes und der Bananen-, Melonen- und Papayafrüchten war dies schnell vergessen und es wurde priorisiert, sich des Essens zu erfreuen.

Anschließend fand ein Meeting statt- Unsere Countoffs geschehen jetzt in einer Mischung aus Deutsch, Spanisch und Englisch-, in dem Franzi uns über die Planung der nächsten Tage informierte und daraufhin wiederum eine kurze Vorstellung der Farm von dessen Besitzer, in der er über ihre Geschichte und Ursprünge erzählte.
Um 10:00 Uhr fuhren die beiden Busse, die uns am Vortag aus Golfito abgeholt hatten, vor, um uns zum Ziel des Tages, Jacó Beach, zu befördern.

Zuerst hielten wir an einem Surfshop, um, wie wir dachten, Daten wie unser Gewicht zur Vorbereitung auf den kommenden Kurs aufzunehmen, doch geschah nichts dergleichen. Es wurden lediglich die Personen mit Vorkenntnissen ermittelt und gruppiert, danach stiegen wir zurück in die Busse und fuhren weiter. Das Erwähnenswerteste an der Sache ist tatsächlich das lange, recht sinnlose Herumrangieren auf und von dem Weg zum Shop, dann kamen wir am gleichen Strand, nur ein Stück weiter südlich, an, platzierten uns dort und gingen sogleich ins Wasser. Auf dem Weg sahen wir übrigens einen Leguan- die Artenvielfalt sowohl der Flora als auch der Fauna hier ist immer wieder erstaunlich, insbesondere verglichen mit europäischen Standards. Mit einem Teil dieses wunderbaren Tierreichs wurden wir im Wasser dann bereits konfrontiert:

Mit den Wellen wurden auf einmal Rochen angespült! Dies sorgte bei den Leuten, die sie zu Gesicht oder sogar durch Zufall zu spüren bekamen für sowohl Schrecken als auch Erstaunen. Allerdings verließen wir bei einem solchen Ereignis sofort das Wasser, da es doch in der Tat etwas ungewohnt war, Rochen in freier Wildbahn in nächster Nähe zu begegnen und wir zudem zuvor wiederholt vor deren Stachel gewarnt worden waren. In einer Schwimmpause bekamen wir Wraps und Eistee zum Mittag, die selbstverständlich sehr gut bei uns ankamen. Später hatten wir noch etwas Free Shore Leave, bei dem die meisten sich auf den Weg ins Internet machten.
Auf dem Rückweg zu den Bussen begann es zu regnen und wie ein längerer Guss im Regenwald aussehen kann, bekamen wir schnell mit, als wir zum Zeltbereich zurückkehrten. So gut wie alles stand unter Wasser, einige Zelte schwammen buchstäblich davon und jeder lief umher, um die Sachen zu retten. Die nächste Zeit wurde damit verbracht, die meisten Zelte auszuräumen und Rücksäcke, Luftmatratzen etc. in unseren Aufenthaltsbereich unters Dach zu bringen und sich dabei gegenseitig zu assistieren. Zwar hörte der Regen nach einer Weile auf, jedoch war die Gesamtstimmung inzwischen entsprechend gesunken und vielen stand eine Nacht außerhalb ihrer Zelte bevor.

Die Atmosphäre wurde allerdings wieder besser, als das traditionell costaricanische Christmasdinner trotz allem stattfand. Es bestand aus Tamalis (ein in Blätter eingewickeltes Gemisch aus verschiedenen Bestandteilen, sowohl vegetarisch als auch mit Fleisch), einer nach Kartoffel schmeckenden Wurzel (sehr lecker) und Huhn und schmeckte insgesamt sehr gut.

Zu guter Letzt wurden die Schlafstätten für die Betroffenen mit Mückennetzen und sonstigem unter der Überdachung hergerichtet, die auch bald eingenommen wurden.

Alles in allem (besonders im Rückblick) war es ein wirklich guter Tag, der uns aufgrund seiner „nassen Vollendung“ sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Herzliche Grüße an alle, insb. Mama, Eero & Maria

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