Ocean College

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Es geht los!

Datum: 06.10.2020
Autorin: Sophia B.
Position: Emden, Hafen
Nautische Position: e.g. 53°21.028N , 7°12.972E
Etmal: 0 NM

Heute ist es endlich soweit. Die Pelican startet mit Ihren nun 47 Passagier*innen auf die erste Überfahrt nach Folkstone, England! Nachdem die Schüler*innen gestern schon in viele Abläufe und Regeln an Bord eingewiesen wurden, fehlte heute nur noch die erste Klettereinheit. Um das Klettern kennenzulernen, war die Aufgabe, einmal an der Seite hochzuklettern bis zur ersten Plattform und auf der anderen Seite wieder runter.

Wie funktioniert das Klettern auf der Pelican?

Jede*r Teilnehmer*in hat einen persönlichen Sicherheitsgurt, der sich, wie Simon, unser 1st Mate, gerne sagt, nur an zwei Orten auf diesem Schiff befinden darf. Entweder am Körper, oder in der eigenen Schlafkammer. Lässt man seinen Gurt doch mal auf dem Schiff herumfliegen, sammelt Pete, der Bosun, diesen gerne ein und man muss ihn sich gegen ein Stück Kuchen wieder erkaufen 🙂

Aber nun wieder zurück zum Klettern. An den Sicherheitsgurten befinden sich je zwei Karabiner, mit denen man sich in die Sicherheitsleinen an den Wanten einhakt. So ist man immer mit mindestens einem Seil am Schiff gesichert.

Und zu welchem Zweck klettert man auf die Masten?

Das Klettern macht nicht nur Spaß, sondern ist auch ein wichtiger Schritt zum Segel setzen und einholen. Von den Pattformen aus kommt man auf die Yards (deutsch: Rahen). An denen sind die Segel mit Leinen, den sogenannten Blunts befestigt, die das Segel oben schön zusammenhalten. Diese müssen gelöst werden, damit die Segel bereit sind, gesetzt zu werden. Das kann teilweise ganz schön wackelig werden, aber wenn wir das alle ein paar Mal gemacht haben wird das sicherlich ganz schnell zur Routine. Zudem hat man von dort oben eine super schöne Aussicht 🙂

Kleine Meinungsumfrage – Wie fandet ihr das Klettern?

Neben neu, schaukelig und ein bisschen angsteinflößend sind vor allem Wörter gefallen, wie aufregend, spaßig, interessant und cool. Zusammenfassend hat es den meisten also sehr gut gefallen und wir freuen uns auf mehr!

Der Ausblick ist super! Foto: yannickmonphotography

Auf dem Weg zu neuen Ufern

Gerade haben wir unser erstes Ablegemanöver erfolgreich hinter uns gebracht. Traditionell darf dies bei Ocean College immer das jüngste Crewmitglied machen. Bei uns ist das Finja, die das ganz toll gemacht und uns sicher aus dem Hafen manövriert hat!

Nun sind wir wirklich auf dem Weg in dieses riesige Abenteuer, auf das jeder von uns die letzten Monate hingefiebert hat. Fassen kann ich das immer noch nicht so wirklich… Als ich ein paar der Teilnehmer*innen nach ihrer Stimmung gefragt habe, sagten die meisten, sie wären aufgeregt, vorfreudig, hibbelig und erleichtert. Dem kann ich mich nur anschließen.

Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass es jetzt wirklich losgeht und die Vorfreude an Bord ist förmlich zu spüren. Ich bin sehr gespannt, wie die erste Nacht auf See wird. Für die Schüler*innen stehen die ersten Wachen an. Das bedeutet, dass jeder auch das erste Mal alleine das Schiff steuern darf (natürlich unter Anleitung). Ziemlich aufregend!

Wie die erste Nacht wirklich verlaufen ist und was wir in den ersten Tagen auf See noch so erleben, werdet ihr natürlich in den nächsten Tagesberichten erfahren.
Fortsetzung folgt 🙂

Ganz liebe Grüße an alle von Sophia B.

Fotos: yannickmonphotography

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