Expibericht 4.0

Schiff: Johann Smidt
Position: Costa Rica
Nautische Position: /
Etmal: /
Gesamt: 6836 nm

19.01.

Am ersten Tag unserer Expitage sind wir nicht wie die anderen Gruppen direkt weitergezogen, sondern haben noch einen zusätzlichen Tag auf der Kaffeefarm verbracht. Während die anderen also schon unterwegs waren, haben wir den Tag über vor allem gechillt. Der Vormittag bestand größtenteils aus Ausschlafen und Kartenspielen. Uns wurde Essen gemacht und wir mussten uns erst einmal um nichts kümmern – außer da zu sein.

Allerdings haben wir nicht nur gechillt … Als Gegenleistung dafür, dass wir dort übernachten durften, haben wir am Ende einen Eimer voller Kaffeebohnen als Dankeschön gesammelt.

Ein anderer großer Akt war das Ziel, Mats, Emil und Sophia sauber zu kriegen. Gestern wurden wir nämlich ein wenig dreckig mit wasserfester Farbe, die eigentlich nur auf die Wand sollte – das hat allerdings nicht allzu gut geklappt. Nachdem wir uns also mit Babyöl und Spüli geschrubbt hatten, waren wir endlich nicht mehr blau, grün, gelb und weiß.

Zwischendurch sind wir noch losgezogen, um Snacks zu kaufen. Zurück auf der Farm haben wir den Abend entspannt ausklingen lassen. Es gab Abendessen, danach haben wir zusammen einen Film geschaut (People We Met on Vacation) und einfach gechillt.

20.01.

Die Räder am Bus drehen rundherum – das beschreibt den 20.01. sehr gut. Schon um 04:00 morgens machten wir uns auf den Weg zum ersten Bus, der zwar schon eine halbe Stunde zu spät kam, doch davon ließen wir uns nicht unterkriegen.

In San José gab es erst einmal Frühstück und dann beschäftigten wir uns mit der großen Uber-Problematik. Nachdem wir es endlich geschafft hatten, uns alle in zwei Ubers zu verstauen, fuhren wir zum anderen Busterminal, wo wir herausfanden, dass der nächste Bus erst in drei Stunden fährt.

Also machten wir es uns gemütlich. Die Zeit nutzten wir für die letzten Organisationen für unser Airbnb und der ein oder andere Powernap war auch dabei.

Doch irgendwann war endlich unser Bus in Sicht und wir luden die Sachen ein. Endlich im Bus wurde alles entspannt und der Stress war kaum noch in Sicht. Ab dem Zeitpunkt freuten wir uns alle nur noch auf das Ankommen.

Vier Stunden später stiegen wir in Puerto Viejo aus und das letzte Stück machten wir wieder einmal mit dem Uber. Nach mehrfachem Verfahren fanden auch wir irgendwann endlich den Weg und kamen an. Ein gutes Gefühl! Vor Ort sorgten wir nur noch für das Nötigste und kauften ein.

Zum Abend kochte Liv Nudel-Feta-Pasta, und sonst passierte nichts mehr. Den Abend ließen einige im Bett ausklingen, andere blieben bis 02:00 wach und spielten noch.

21.01.

Heute konnten wir das erste Mal seit langem endlich ausschlafen. Wir standen also alle zu unterschiedlichen Zeiten auf und frühstückten Müsli. Als gegen 10:00 endlich alle wach waren, überlegten wir, was wir noch so zu erledigen hatten. Schließlich entschieden Liv, Sophie und Melanie sich dazu, auch für die restlichen Tage noch einkaufen zu gehen.

Der Hinweg ging relativ schnell, doch wir hatten keine Ahnung, dass uns eine zweistündige Arbeit bevorstand. Im Laden angekommen, fingen wir an, die Preise der Produkte zu vergleichen. Schnell stellte sich heraus, dass es zu Mittag keine Schnitzel geben würde. Wir suchten und suchten also weiter.

Nach zwei Stunden schafften wir es endlich zu bezahlen und nach Hause zu gehen. Als wir in unserem Airbnb ankamen, hatten alle ziemlich Hunger, denn es war schon 14:00. Schnell machten Liv und Sophia Toast mit Ketchup und Käse überbacken, mit dem alle zufrieden waren.

Nach dem Essen entschieden Liv, Josi und Melanie, noch ins nahegelegene Puerto Viejo zu laufen, um dort ein bisschen zu schauen. Nachdem wir neue Kleidung und das ein oder andere Mitbringsel für Zuhause gekauft hatten, setzten wir uns noch in eine kleine Eisdiele.

Für den Rückweg nahmen wir dieses Mal ein Tuk-Tuk, denn vollbeladen mit den Taschen wäre es ziemlich unangenehm geworden. Wieder zurück erwartete uns bereits das Abendessen, welches aus Kartoffelbrei, Würstchen und Erbsen mit Möhren bestand – und ein paar besorgte Menschen, da es schon lange dunkel war. Natürlich ließen wir den Tag wieder schön ausklingen, diesmal allerdings mit Outer Banks.

22.01.

Am Donnerstag hieß es erst einmal früh aufstehen, denn zwei Stunden Handyzeit standen an. Aufgrund der Zeitverschiebung waren dort alle am besten zu erreichen.

Im Anschluss gingen Emil, Sophia, Melanie und Liv ins Jaguar Rescue Center. Mit einer Führung schauten wir uns die Tierauffangstation an und lernten viel Neues. Wir erfuhren die Geschichten der Tiere, sahen Faultiere, Affen und noch vieles mehr.

Fast alle von uns könnten sich jetzt vorstellen, an diesen Ort zurückzukommen und als Volunteer freiwillig Tieren zu helfen. Die Arbeit der Menschen ist einfach unfassbar wichtig und wir alle wollen das in Zukunft weiter unterstützen.

Als wir wieder zurückkamen, haben wir erst einmal Essen gemacht und danach checkten Sophia und Liv den Jacuzzi (Pool) aus, wobei ein kleines Workout eingelegt wurde. Nach einer Dusche wurde der restliche Nachmittag und Abend mit „Songs aus der Bohne“ und „Yes Day“ gemütlich ausklingen gelassen. Das Abendessen bestritten Mats, Emil und Liv zu dritt, da der Rest krank im Bett lag. Es scheint, als hätte uns der Magen-Darm erwischt.

23.01.

Am Morgen standen wir erst einmal um 06:00 auf, um den letzten Rest für die Abreise vorzubereiten. Wir frühstückten die Reste, und um 07:30 bestellten wir noch zwei letzte Ubers, beschrieben ihnen ein letztes Mal den richtigen Weg und schlossen die Türen des Hauses.

Nun sitzen wir an der Bushaltestelle, warten auf den Bus und hoffen, dass wir doch Sitzplätze haben – anders als auf den Tickets angegeben. Wir freuen uns schon darauf, an der Grenze alle wiederzusehen und sind gespannt auf alle Geschichten.

In diesem Sinne sagen wir: Pura Vida Costa Rica! Wir kommen wieder.

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