Ocean College

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Grüße vom Weihnachtselfen

Autorin: Jacqueline
Datum: 20. Dezember 2019
Geografical position: Caribbean sea, on our way to Curaçao
Nautical Position: 12°22.6 N/ 067°76.0 W
Etmal: 143nm

Halli Hallo ,

ich muss mich einmal ganz kurz vorstellen. Und zwar bin ich der kleine Weihnachtself Elwi, der heimlich in einem Koffer mitgereist ist und jetzt gerade auf dem Schiff lebt..

Aber von Anfang an.

Eigentlich hat der Weihnachtsmann mit dem Christkind beschlossen, dass kein Elf mit auf die Reise der Pelican of London kommt. Dabei habe ich mich das ganze Jahr sooo bemüht und mich vielleicht auch etwas beim Weihnachtsmann eingeschleimt – aber nur ganz vielleicht- und schon extra viel Weihnachtsstressstaub eingesammelt.

Gruppe Schwimmen

Oh ups… jetzt habe ich wohl aus Versehen ein Geschäftsinterna verraten. Hihi. Naja, jetzt kann ich es auch erklären. Also wir Elfen sitzen nicht nur die ganze Zeit rum, wärend es Frühling, Sommer oder Herbst ist, sondern sammeln ganz besonderen Staub, der von Sternschnuppen runterfällt. Dieser Staub wird dann nachts über den Häusern ausgestreut und lässt den allbekannten Weihnachtsstress ausbrechen.

Ich habe eine extra große Portion für das Schiff eingesammelt und jetzt wollte mir der Weihnachtsmann erklären, dass ich nicht mit kann?

Nee, nee, nee, deswegen bin ich einfach abgehauen, habe mich in einem der Koffer ganz klein gemacht und bin jetzt am Anfang der Adventszeit rausgekommen.

In der Nacht vom ersten Advent habe ich ein wenig von meinem Staub über alle verstreut, damit wenigstens etwas Weihnachtsfeeling entsteht und es hat auch funktioniert. Es wurden Plätzchen gebacken – die waren super lecker und nach Oma´s Rezept, haben einen Adventskranz gebastelt und haben Lose verteilt fürs Wichteln.

Doch die Weihnachtsgefühle gingen wieder verloren und so strich der dritte Advent ganz heimlich und leise an ihnen vorbei, ohne dass sie es merkten.

Naja, und da habe ich wohl etwas zu viel von meinem Staub letzte Nacht verstreut. Ups. Auf jedenfall brach plötzlich das Weihnachtsfieber aus. Jeder von den Menschen an Bord realisierte auf einmal, dass es nur noch ein paar Tage bis Weihnachten sind und jeder noch eine Kleinigkeiten fürs Wichteln brauchte – leider konnte keiner der Wichtel mit, weil die alle sooo beschäftig sind an Land- aber auf jeden Fall habe ich mir das auf dem Schiff so angeschaut und musste mit schreckgeweiteten Augen feststellen, dass die Schüler den ganzen Bosun’s Store plünderten.

Die suchten nach Feilen, Zangen, Draht, Bohrern, Seilen, Schnürren, bastelten Sachen aus Kokusnüssen, Muscheln und aus allem, was man so an Land finden konnte, schrieben Briefe und malten kleine Bildchen. Einer dieser Menschen hatte sogar an Geschenkpapier gedacht und kramte es erleichtet aus den hintersten Ecken des Schiffs hervor.

Irgendwann wurde es mir dann zu viel und ich musste doch den Weihnachtsmann um Hilfe bitten. Boah, war der sauer… aber er hat mir doch geholfen, das Fieber wieder zu heilen. Und zwar hat der etwas ganz Cooles und Beeindruckendes gemacht.

Er kam einfach mit seinen Rentieren vorbei und hat es regnen lassen. Doch nicht einfach nur irgendein normaler Regen, sondern Antiweihnachtsfieberregen. Der hat mich nochmal gerettet vor schlimmeren Situationen. Das Bosun Department ist jetzt zwar ziemlich geplündert und ich konnte das leider überhaupt nicht verhindern, aber wenigstens gab es jetzt an Bord Weihnachtsstress und ich glaube alle freuen sich mega auf Weihnachten und eine besinnliche Zeit.

Ich muss jetzt erstmal wieder zum Weihnachtsmann und zum Christkind und von meinem kleinen Abenteuer erzählen. Das Schlimmste, was jetzt passieren könnte wäre, wenn die Zimtsterne für mich dieses Jahr tabu sind- da möchte ich gar nicht erst dran denken, Ohgottogott..

Ah, ich höre gerade den Weihnachtsmannmit seiner Klingel klingeln, er ist genau über uns mit seinen Rentierne, ich muss dann mal los.

Bis hoffentlich nächstes Jahr.

Tschüssie

1 comment

  1. Avatar

    Christel Schnoor - 23. Dezember 2019 20:58

    Die Klabautermänner helfen auch jedes Jahr in der Weihnachtszeit, bleiben immer schön versteckt

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