Ocean College

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Handover

Date: 12. December 2019
Author: Ben
Position: Soufriere, ST Lucia
Geographical Position: 13°50.52 N / 061°03.85 W
Etmal: 61nm

Ben auf dem Dingi

Handover der Blue Watch

Für die Blue Watch ist ein besonderer Tag, weil wir heute das Handover starten. Mit “Handover” ist gemeint, dass für eine bestimmte Zeit der Befehl über das Schiff den Schülern übergeben wird.

Zur Auswahl gab es die Rolle des Kapitäns (Jonas), des ersten Offiziers (Lea), des zweiten Offiziers (Elena), des dritten Offiziers (Sarah), des Bousens (Ich), des Bosun’s Mate (Frida), des Engineers (Marco), des Cooks (Noe), des Cook’s Mate (Paula) und des Artztes (Jacki).

Der steinige Start des Handovers

Als erstes haben wir nochmal eine Einweisung bekommen. Danach haben wir um kurz nach 2:00 Uhr den Anker gelichtet. Als der Anker dann langsam hochkam, hing ein Stein im Anker.

Dann haben wir mit dem Dingi und Eisenstangen versucht, den Stein zu entfernen. Plötzlich gibt auf der Motor vom Dingi auf! Zum Glück waren wir nahe an der Pelican, so konnten wir die Bowline werfen.

Als das Dingi wieder auf der Pelicen war und der Anker ganz eingeholt war, haben wir Segel gesetzt.

Ankunft in der Karibik

Ein Tag als Bosun

Ich war ja Bosun, deswegen erzähle ich euch mal, was wir an dem Tag so gemacht haben.

Ich bin um 7:00 Uhr aufgestanden, dann hat mir Ellie nochmal eine Einweisung gegeben und danach haben wir unsere Cabin aufgeräumt.

Dann durften wir schwimmen gehen. Das bedeutet von der Pelican ins Meer springen. Das tut sooooooo gut, wenn man verschwitzt ist.

Für die Bosuns bedeutet das, einer muss immer im Dingi bleiben, falls wer Hilfe braucht.

Nach 1 1/2 Stunden mussten wieder alle raus aus dem Wasser. Dann hatten wir eine kurze Pause zum Umziehen. Danach mussten wir die Segel in ihr Gear bringen.

Und dann ist das Leben vom Bosun erst richtig losgegangen.

Mooringlines von den Palmen losmachen und den Anker lichten. Oh! Im Anker hatte sich ein Stein verfangen, als er hochgezogen wurde.

Sofort sind wir mit dem Dingi zum Anker gefahren und haben mit Eisenstangen versucht, den Stein zu entfernen. Auf einmal fiel jedoch der Motor vom Dingi aus.

Was war los? Scheibenkleister, der Sprit war leer. Gut, dass wir so Nahe an der Pelican waren, dass wir die Bowline zur Pelican schmeißen konnten.

Vorher hatte ich noch die Treibstoffanzeige kontrolliert, die war immer noch mehr als halb voll.

Das war komisch, deswegen haben wir das Dingi wieder zurück auf die Pelican gehoben.

Dann hat Marco was zu tun bekommen. Benzin nachfüllen, kontrollieren, dass der Motor wieder rund läuft.

Währenddessen haben wir Segel gesetzt und den Anker mit dem Stein so verstaut, dass wir mit dem Stein fahren konnten.

Wir haben noch ein Segel gesetzt, weil wir mehr Speed brauchten. Segel hoch, Segel hoch, Segel runter…

Dann mussten wir die Gaskets an die Segel machen, damit die Segel nicht so rumflattern.

Apropos Gaskets: das sind Schnüre, die von den Yards herunterhängen zum Befestigen des Segels.

Strand-Stimmung am Abend

PS: Hi Julian, alles gute zum Geburtstag. Phil
PPS.: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Papa! LG Linus.
PPPS: Liebe Grüße an zu Hause. Ben

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