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Ich bin eine Lehrerin – holt mich hier raus! (Das Finale der 1. Staffel)

Datum: 09.01.2019
Autorinnen / Kandidatinnen: Miriam und Christin
Ort: Dschungelcamp in Monte Alto

Willkommen zurück im Dschungelcamp zum großen Finale der ersten Staffel mit den Kandidatinnen Christin und Miriam! Was bisher geschah: In einer abenteuerlichen Busfahrt mussten die beiden Lehrerinnen ihre 15 Schützlinge quer durch das Land in den Trockenwald des Naturschutzgebietes Monte Alto transportieren.

Die einzige Möglichkeit der Kommunikation mit Busfahrern und Rasthofbetreibern (zum Glück alles sehr geduldige und humorvolle Vertreter ihrer Zunft) war dabei Miriams eingerostetes Schulspanisch – erschwerte Bedingungen gleich zu Beginn! 

Nach einer nervenaufreibenden Fahrt durch den stockfinsteren Wald und über halbüberflutete Brücken, die viel zu schmal für den Bus schienen, erreichten die Kandidatinnen mit ihren Schützlingen das Dschungelcamp. Im Lauf der Woche mussten Christin und Miriam sich schon so mancher Herausforderung stellen:

Ob jammernde Schüler*innen, eine halsbrecherische Nachtwanderung durch den Dschungel, vorbei an dornigen Bäumen und flauschigen Spinnen und WLAN, welches wichtige Dokumente einfach nicht hochladen möchte – bisher haben die beiden Lehrerinnen jede Challenge gemeistert. Aber wird das auch so bleiben? Oder werden sie kurz vor dem Ziel scheitern? Bleiben Sie dran, gleich geht es weiter…

WERBEPAUSE(https://oceancollege.eu/de/infos/teilnahmebedingungen/)

Heute steht der letzte Tag im Dschungelcamp an. Sollten sie diesen meistern, können sich Christin und Miriam auf zwei Wochen Urlaub freuen, ehe in der zweiten Staffel von „Ich bin ein Lehrer – holt mich hier raus!“ dann wieder 30 Teenager auf sie losgelassen werden. Doch zunächst heißt es: Überleben! Für das Finale haben wir noch einmal die liebgewonnenen täglichen Herausforderungen um ein paar Challenges erweitert und den beiden unter anderem noch einen Johannes als zusätzliche Schwierigkeitsstufe ins Camp geschickt.

Es ist kurz vor 06:00 Uhr, der Tag bricht herein über dem Dschungelcamp und die ersten Sonnenstrahlen bringen das Grün und Gelb des Trockenwaldes zum Leuchten. Da wird der Schönheitsschlaf unserer Kandidatinnen unterbrochen, als die Brüllaffen ihr morgendliches Geschrei anstimmen. Und nein, damit meinen wir nicht die Schüler*innen – die liegen noch brav in ihren Bettchen und träumen von Kochbananen und unbegrenztem WLAN.

Verschlafen krabbeln die beiden Lehrerinnen aus ihren Schlafsäcken und beginnen mit der ersten ihrer täglichen Challenges: 15 Teenager aus dem Bett und pünktlich an den Frühstückstisch bringen. Hierbei gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen, denn während die einen schon längst in der Küche sind und unserer bezaubernden Köchin Cecilia beim Frittieren der Bananen helfen und einige Sportskanonen auf der Veranda ihre Bauchmuskeln stählen, haben manche auch nach fast einer Woche noch nicht mitgekriegt, dass das Frühstück jeden Tag zwischen 7:30 Uhr und 8:00 Uhr stattfindet…

Dann heißt es: Zum Büro rennen, E-Mails und Nachrichten auf für den Tag relevante Informationen überprüfen, nicht verzweifeln, während die Dokumente im Schneckentempo laden und das Frühstück wahrscheinlich gerade von 15 hungrigen Schüler*innen vernichtet wird. (Keine Angst, verehrte Zuschauer_innen, die Schüler*innen lassen ihren Lehrerinnen normalerweise etwas übrig). Nach dem Frühstück wird die Pünktlichkeits-Challenge noch einmal gesteigert: Werden Christin und Miriam es schaffen, die 15 Schüler*innen rechtzeitig zum Arbeitsbeginn am Büro des Reservats abzuliefern? Bleiben Sie dran!

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Zurück zu unseren beiden Kandidatinnen – wie ist die Lage im Dschungelcamp? Während Christin noch in der Küche all das abspült, was die Schüler*innen großzügig übersehen haben, startet Miriam in die erste Aufscheuchrunde: An jeder Zimmertür das gleiche Spiel – anklopfen, Sprüchlein „Leute, es ist 8:30 Uhr, ihr solltet jetzt schon am Büro sein, kommt in die Puschen!“ sagen; noch einmal klopfen, bis endlich mal jemand aufmacht.

Aus einem Zimmer tönen schrille Schreie… Hat eines der Mädchen eine Spinne im Bett gefunden? Doch die Bewohner des Zimmers sind alle männlich und vor allem noch Meilen davon entfernt, fertig für die Arbeit zu sein.

„Was denn?“, verteidigen sie sich. „Niemand hat uns Bescheid gesagt!“ War es das für die brillante Biologielehrerin? Wird sie an dieser Aufgabe endgültig scheitern? Doch sie atmet tapfer durch und begleitet die ersten elf Schüler*innen schon einmal zur Arbeit. 15min später erscheint auch Christin mit der Nachhut, dunkle Schatten zeugen davon, was sie durchmachen musste, um es hierherzuschaffen.

Für die nächsten paar Stunden sind die Schüler*innen beschäftigt und unsere Kandidatinnen müssen nur Bambus sägen und Erde stampfen, dürfen aber ansonsten durchatmen. Doch der Nachmittag wird noch die eine oder andere Herausforderung für die beiden Lehrerinnen bereithalten. Bleiben Sie dran, nach der Werbung geht es weiter!

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Damit die Schüler*innen auch mal ihre Ruhe haben, schicken wir unsere Kandidatinnen nach dem Mittagessen in die Technik-Challenge. Dokumente herunterladen, ausdrucken, einscannen und hochladen, Nachrichten schreiben, Wechselkurse updaten und Internetrecherchen und das alles mit dem Handy oder geliehenen Laptops von vor der Jahrtausendwende (Eigentlich finden wir ihn echt cool, Niklas! Danke!) und einem WLAN, welches Daten mit dem Tempo eines altersschwachen Faultiers überträgt. 

Miriam beginnt zu wimmern, Tränen füllen ihre Augen. Doch Christin an ihrer Seite bleibt stark, spendet Trost und boxt die beiden da durch. Gut gemacht! Danach sitzt die grandiose Geographielehrerin jedoch erstmal geplättet auf der Toilette. „Aaaall byyy myyyyseeeelf“, singt sie aus voller Kehle und zerknüllt ein Taschentuch in ihrer Hand. „I wanna be aaall byyyy myyyseeeelf… fiiiinaaally!“

„Christin? Geht es dir gut?“, kommt die leise Frage durch die dünne, von Astlöchern durchsetzte Badezimmerwand. „Ach, Nils“ seufzt Christin „das Leben unter Brüllaffen kann hart sein.“ Prompt antwortet ihr musikaffiner Zimmernachbar auf der anderen Kloschüssel: „Moment, da habe ich ein passendes Lied für dich.“ Plötzlich ertönt „Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit…“

Fast ist der Tag geschafft, doch die größte Herausforderung steht den beiden Lehrerinnen noch bevor. Bleiben Sie dran für das große Fragenbombardement!

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Die letzte große Challenge steht bevor: Das gefürchtete Fragenbombardement! Die Schüler*innen sind bereit und liegen auf der Lauer… und da verlassen Christin und Miriam auch schon ihr Zimmer. 

„Christinmiriam, wisst ihr, wann es Abendessen gibt?“, ruft ein Schüler.

„Christinmiriam, wisst ihr, wie das Programm heute weitergeht?“, ruft eine andere Schülerin.

„Christinmiriam, wann dürfen wir nochmal ins Internet?“

„Christinmiriam, habt ihr auch die Affen vorhin gesehen?“

„Christinmiriam, wisst ihr, was es bei der anderen Gruppe an der Karibikküste heute zu essen gibt?“

„Christinmiriam, können wir später ins Internet?“

„Christinmiriam, was ist das für eine Pflanze?“

„Christinmiriam, was ist das für eine Erde?“

„Christinmiriam, dürfen wir nochmal ins Internet?“

Die beiden Lehrerinnen werden zusehends hektischer. Gehetzt blicken sie umher, während sie „Keine Ahnung!“ und „Weiß ich auch nicht!“ in alle Richtungen rufen.

Und dann schnappt sie zu, die Falle: „Christinmiriam, darf ich…“, setzt Niklas an. 

„NEIN!!!“, rufen die beiden im Chor. Das war blitzschnell reagiert, sogar schon, bevor Niklas fragen konnte, ob er aufs Dach des Hauses oder des Busses klettern, eine Feuerwerksrakete bauen, Klimmzüge am Balkongeländer machen oder eine Tarantel als Haustier halten darf. 

Ich denke, mit so einer souveränen Reaktion können wir die Challenge für bestanden erklären, verehrte Zuschauer*innen. Christin und Miriam, die beiden Lehrerinnen, haben sich auch am letzten Tag im Dschungelcamp tapfer geschlagen und sich ihren Urlaub hart verdient.

Unsere Kandidatinnen verlassen uns nun für zwei Wochen um dann hoffentlich mit stärkeren Nerven und weniger Falten für die zweite Staffel zu uns zurückzukehren.

Und Ihnen, verehrte Zuschauer*innen, wünschen wir noch einen schönen Abend!

P.S.: Liebe Schüler*innen! Eigentlich haben wir euch schrecklich gern, das wisst ihr ja. Aber wir freuen uns trotzdem auf unseren Urlaub und wünschen euch viel Spaß in der Sprachschule und euren Gastfamilien! Und seid bitte nett zu Johannes, der ist noch nicht so abgehärtet wie wir! 😉

P.P.S. von Ocean College: Auch wir bedanken uns bei unserem Projektteam Niki, Miriam und Christin für alles, was sie bisher geleistet haben und wünschen einen schönen Urlaub. Nachdem jetzt alle externen Experten vor Ort waren, wird jetzt Johannes Hochholzer in Costa Rica das Projektteam komplettieren und der Ansprechpartner für die Schüler*innen in der Sprachschule sein, die dort von den Lehrer*innen der Sprachschule und von den Gastfamilien betreut werden. 

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