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Interessante Nachbarn

15. Oktober 2022
Autor*innen: Theodor, Sophie
Position: Brixham
Nautische Position: 50°24‘.75N/003° 31‘.41W
Etmal: 381,9 zurückgelegte Seemeilen
 
Frühmorgens, als die Sonne gerade aufgegangen war, ankerte zufällig ein Boot der Royal Navy in unserer Nähe. Die Begeisterung war bei den meisten schon groß, ein Kriegsschiff aus der Nähe zu sehen, doch wir dachten uns alle nichts dabei. Der Tag startete mit verschiedenen Trainingseinheiten aufgeteilt in den Watches.
 
Übung macht den Meister
Zum ersten Mal durften wir heute auf die Yards klettern, was für manche eine Herausforderung war, da unter einem direkt das Meer war. Was das Klettern nicht einfacherer machte, war, dass uns ständig Regen und Wind ins Gesicht peitschten und dass nur ein dünnes und wackliges Seil uns vom Meer trennte. Viele genossen die schöne Aussicht auf den Hafen und die kleinen, bunten Häuschen der Fischerstadt Brixham. Nachdem alle wieder sicher auf den Planken angekommen waren, kam die nächste Herausforderung auf uns zu.
Nach einer langen Theorieeinheit mit Kapitän Axel, bei der wir alles Mögliche über das Ausrichten der Yards gelernt haben, durften wir das Gelernte auch in die Tat umsetzten. Viele waren mit den Unmengen an verschiedenen Seilen und deren Aufgabe überfordert. Dabei kam auch eines der Segel leicht zu Schaden, welches dann aber direkt von dem Bosun Connor und der Bosun’s Mate Janice repariert wurde.

Willkommene Unterbrechung
Die Trainingseinheiten wurden am frühen Mittag von einer Durchsage von First Mate Simon unterbrochen. Er teilte uns mit, dass er mit dem Kapitän des Royal Navy Schiffes gefunkt hatte. Zur Überraschung aller durften wir das Kriegsschiff besichtigen gehen. Leider gab es nur 20 Plätze für Besucher. Nach vielen schnellen Runden von Schere, Stein, Papier waren die 20 Glücklichen gefunden. Als Austausch kamen drei Crewmitglieder des Navy Schiffes die Pelican of London besuchen. Mit dem RIB begann die Überfahrt.

Auf dem Kriegsschiff angekommen, wurden wir herzlich begrüßt und herumgeführt. Wir stellten direkt einen großen Unterschied zur Pelican fest. Auf die Größe des Schiffes waren wir sofort neidisch. Die Crewmitglieder hatten Platz für ein Cricket Spiel und die Kabinen, die für 1-2 Personen waren, waren so groß wie unsere, in der wir zu sechst wohnen. Außerdem gab es dort ein eigenes Fitnessstudio für die 30 Besatzungsmitglieder. Wovon vor allem Nate beeindruckt war, waren die zwei Maschinengewehre, welche aber glücklicherweise eigentlich nie zum Einsatz kommen. Das kleinere durften wir auch einmal halten. Es war überraschend schwer mit seinen 15kg Gewicht. Laut der Aussage eines Mitgliedes wird dort aber ebenfalls unter Seekrankheit gelitten. Aber am Ende geht es auch den härtesten Matrosen wie uns. Insgesamt war es eine sehr interessante Führung, welche wir nicht so schnell wieder vergessen werden.
 
Viele Grüße von der Pelican und der Royal Navy!

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