Ocean College

From the Blog

Text auf einer Tafel

Oh, wie schön ist Panama!

Date: 02.02.2019
Autorin: Penelope
Position: Red Frogs Marina, Isla Bastimentos, Panamá

Ich dachte, dass Costa Rica in der Lage wäre, der schönste Ort auf Erden für mich zu bleiben. Costa Rica (übersetzt reiche Küste) mit ihren Wäldern, ihrer Schönheit und ihren Indianer-Stämmen. Und in einigen Punkten wird Costa Rica auch für mich in vielerlei Hinsicht der reichste Ort auf Erden bleiben.

Nicht wegen Reichtümern, die sich auf den Konten einer Bank häufen, sondern zum Beispiel wegen einer quasi nicht existenten Kriminalisierungsrate oder einem nicht bestehenden Abgrund zwischen den Sozialschichten. Einen Einblick in diese Details bekam ich durch vielerlei Gespräche mit verschiedenen Menschen, die mir begegnet sind.

Mit Reichtum sind jedoch die Traditionon Costa Ricas gemeint, ihr Wissen der indigenen Bevölkerung, das auf die Umgebung ihres Lebens hinweist und die Vielfältigkeit, die es dort noch zu entdecken gibt. Das alles und mehr ist es, was Costa Rica für mich zu dem reichsten Land meiner Erfahrungen macht.

Doch nun hat Panama ihr Titel der Schönheit abgenommen. Zu schön waren bei der Einfahrt Panamas grüne Küsten, zu verlockend das Rauschen der strandenden Wellen, zu schön die Aussicht auf die weißen, honigfarbenen Strände. Alles so perfekt gehalten, ein kleines Paradies, diese Inseln im Nordosten Panamas.

Früher, als ich klein war, war Panama für mich ein wunderbarer, nicht ganz realer Ort aus den Geschichten Janoschs, die vom Leben des kleinen Tigers und Bären berichten. Eine Weile brauchte es, bis ich realisierte, dass der Name Panama wirklich der Name eines realen Landes ist.

Es hieß, dass es dort von oben bis nach unten nach Bananen riecht. Leider muss ich dies als Unwahrheit abstempeln, denn der Duft von Bananen bleibt mir verborgen. Vielleicht hat dies aber auch damit zu tun, dass dieses Paradies, auf dem wir landeten, bei Weitem nicht mit dem realen Alltagsleben des Festlandes zu vergleichen ist.

Weit und breit sind hier keine Bananenplantage oder Armut zu sehen, weit und breit lauter protzender Luxus der uns Besucher in seinen Bann zieht. Der Steg, an dem wir liegen, ist weiß und gepflegt. Die Yachten, die hier nebeneinander liegen, sind elegant zu betrachten. Die Duschen für die Gäste des Hafens sind ein Luxus an warmem Wasser.

Die Wägen mit Chauffeur wandern auf den fein bepflasternden Gassen umringt von Schönheit durch die Insel. Die Villen mit Pool und Aussicht auf die Brandung, sie stehen halb verlassen in einem fast zu gut aussehenden Geisterdorf.

Die vielen so interessant wirkenden Menschen, die hier einige Zeit ihres Lebens verbringen, bewegen sich schlendernd über die Strände. Bars mit ihren teueren Preisen, wo zu auffordernder Musik Cocktails verkostet werden. An der Theke stehen die flirtenden Kellner, immer auf Suche nach neuen Bekanntschaften.

Wie all ihre Leben wohl hinter den Kulissen ausschauen? Der Kellner mit seinem schmeichelnden Lächeln, der Tag für Tag neue Gesichter von der Ankunft bis hin zur Abreise betrachtet. Der Reisende, für den dieser Ort ein Sommerabenteuer bedeutet, der ständig nach dem Neuen, Interessanten sucht und sich nach einem Leben an solch einem paradiesischen Ort sehnt.

Ich weiß es nicht, jetzt werd ich es hier nicht erfahren können. Zu kurz ist die Zeit, die wir hier verharren.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: