Ocean College

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Sören ist back

Datum: 15.03.2022
Autorin: Jele
Position: Azoren
Etmal: 12935

Nach langer Zeit ist es wieder soweit… Sören ist back on Board!

Wo er war und was er erlebt hat, sehen Sie gleich nach den Nachrichten.

Kommen wir zu den Nachrichten…

  • Über gerissene Mooringlines und geplatzte Fender berichteten die Habourwatches der letzten Tage immer häufiger, Grund dafür sei die aktuelle Position der Pelican, welche dafür sorgt, dass wir durch den Swell im Hafenbecken immer wieder ins Schwanken geraten, wodurch unsere Mooringlines unter ständiger Spannung stehen und des öfteren drohen zu reißen. Um dies zu vermeiden, wurden nun beide Anker ins Wasser gelassen, um für mehr Stabilisation zu sorgen.
  • Dadurch, das Class A Float und KUS auch in Horta sind, gab es in der letzten Zeit viele Touren übers und durchs Schiff, was die Crew dazu brachte, im Erdboden versinken zu wollen. Doch wieso? Der aktuelle Ordentlichkeitsstatus des Schiffes geht weit in den Minusbereich. In den Cabins stapeln sich die Schuhe und Rucksäcke, der Platz zum Stehen beschränkt sich bei einigen auf unter einen Quadratmeter. Die Crew macht sich bereit, schwere Geschütze aufzufahren (clean ship).
  • Gemischte Gefühle seitens der Schüler: Für den heutigen Tag ist eine Wanderung auf den Pico geplant, was zur Folge hat, das die Weckzeit auf 5:00 Uhr verlegt wird. Doch als Entschädigung für diese grausame Tat werden für den Abend Pizza und Softdrinks bestellt, um die Stimmung wieder aufzuheitern.
    Und nun zum Wetter…
  • Auf den Azoren herrscht heute ein regnerisches und sehr kaltes Klima, welches viele dazu anregt, mehrere Pullis und/oder Jacken übereinander anzuziehen. Die Prognose der nächsten Tage ist ebenfalls kritisch zu betrachten.

Das waren die Nachrichten.

Nun zu Sören:

Hallo Leute!

Es tut mir wahnsinnig leid, dass ich mich die letzte Zeit nicht gemeldet habe, aber ihr habt ja keine Ahnung, was passiert ist!!! Wie ihr wisst, waren wir über den Winter in Costa Rica und dadurch, das es dort ganz schön drunter und drüber ging, wurde ich einfach vergessen! Ich, Sören wurde einfach liegen gelassen!
Aber ich wäre ja nicht Sören, wenn ich nicht diesen MEGA Plan gehabt hätte. Nachdem ich dann erstmal Urlaub gemacht habe, hab ich mir mein eigenes kleines Segelboot gebaut. Die “Klabauter Maus“. Sie hat zwar nur zwei Segel, aber wenigestens ist sie nicht so ein Wrack wie die Pelican! Bei ihr ist nämlich gar nichts über den Atlantik hinweg kaputt gegangen! Ok., Ok., das war etwas zu hart, die Pelican ist auch ein…schönes Schiff. Nun gut, kommen wir nun zu den wichtigen Sachen. Als ich damals gesehen habe, wie die Busse weggefahren sind und sie mich ganz alleine im Dschungel gelassen haben, ist mir erstmal aufgefallen, wie schön es eigentlich ist, alleine zu sein. Ich bin also noch etwas im Dschungel geblieben, bevor ich aus einer Palme, Blättern und Affenhaaren mein Boot gebaut habe. Als es fertig war, segelte ich direkt los. Ich geriet in mehrere Stürme und Gewitter, doch die Klabauter Maus hielt stand. Auf Bermuda versuchte ich, die Pelican einzuholen, leider vergeblich. Also packte ich direkt wieder meine Sachen und machte mich bereit für meine Atlantiküberquerung.

12 Tage habe ich keine anderen Menschen gesehen, bis mir nach einem Sturm ein Seil im Wasser auffiel. Es war ein Seil von der Pelican, welches an der einen Seite noch festgebunden war! Ich band es vorne an meinen kleinen Bowsprit und ließ mich bis auf die Azoren mitziehen. Und nun bin ich wieder hier unter den Leuten und das Erste, was passiert ist, dass eine Person mich als Wandersocke für die Besteigung des Pico auf der Nachbarinsel benutzt! Normalerweise werde ich freundlich gegrüßt! Kurz habe ich darüber nachgedacht, mich leicht zu knicken als die Person ihren Wanderschuh anziehen wollte, aber so fies wollte ich dann doch nicht sein. Naja und auch wenn es in diesem Schuh leicht schwitzig war, muss ich sagen, dass es doch gar nicht so schlimm war. Der Ausflug auf den Pico war sogar ganz schön, besonderes weil ich neue Freunde kennengelernt habe. Die Kussocken. Und das es am Abend Pizza und Cola gab, hat nochmal alles gerettet und auch wenn ich morgen direkt ablegen helfen muss, bin ich echt sehr froh, wieder hier zu sein.

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