OceanCollege

Warum OceanCollege?

Wir sind der festen Überzeugung, dass das herkömmliche Bildungssystem in Deutschland die Schüler nicht ausreichend auf das Leben nach der Schule vorbereitet. Grundlegende Kenntnisse über die eigene Persönlichkeit, den Umgang mit Konflikten oder wirtschaftliche Zusammenhänge werden nicht vermittelt. Deshalb verwandelt OceanCollege den Unterricht und das Leben der Teilnehmer für sechs Monate in eine Schule unter Segeln. Die Jugendlichen leben in diesem Zeitraum auf einem traditionellen Segelschiff und werden entsprechend der Reiseroute in den schulischen Kernfächern unterrichtet.

Mit diesem Konzept des Unterrichts vor Ort wird es vielfach möglich, theoretisches Wissen direkt anzuwenden. Das rotierende System aus Wache, Backschaft, Reinschiff und Schule hat zur Folge, dass der Unterricht in Kleingruppen mit max. 10 Schülern stattfindet, was eine sehr individuelle Betreuung ermöglicht. Projektsprache ist Englisch, zudem wird ein Spanischintensivkurs angeboten.

Eine Bordgemeinschaft auf hoher See verlangt von allen Teilnehmern Disziplin, Einsatz und Teamfähigkeit. Diese Eigenschaften werden besonders auf einem Traditionssegelschiff über Wochen tagtäglich gefordert und gefördert. Die Jugendlichen lernen mit der Zeit alle Positionen und Handgriffe an Bord kennen und können sich bei der Schiffsübergabe gezielt für Positionen an Bord bewerben.

Außerdem wird bei OceanCollege eine Berufsorientierung und –vorbereitung für die Jugendlichen angeboten. Dies soll den SchülerInnen die Berufswahl im Anschluss an die Schullaufbahn erleichtern. Das Ziel besteht in der Analyse und Entwicklung individueller Talente und im Entdecken persönlicher Potentiale und Neigungen. Dieser Identitäts- und Berufsfindungsprozess kann im Erfahrungsraum Schiff mit zahlreichen Möglichkeiten für Feedback und Reflexion nachhaltig realisiert werden. Ein fester Bestandteil von unserer Schule unter Segeln ist außerdem die Integration von Praktikern und Experten, die mit den Jugendlichen Projekte durchführen. Dazu können Handwerker, Unternehmer oder Professoren und Dozenten gehören, die ihr spezifisches Fachwissen in thematisch passenden Modulen an die Schüler weitergeben. Beim geplanten Handelsprojekt lassen sich Themen wie Projektmanagement, Logistik, Marketing, Vertrieb realitätsnah vermitteln.

Während der Landaufenthalte in Mittelamerika werden Projekte mit Kooperationspartnern realisiert, die zuvor von den Jugendlichen mitentwickelt wurden. Oberste Ziele bei der Projektarbeit ist die Erfahrung von Projektmanagement, sensiblem und nachhaltigem Wirtschaften und Konsumieren sowie das Umsetzen langfristiger Initiativen mit Partnern vor Ort. 

Die Schule unter Segeln ist u.a. inspiriert durch das Konzept „outward bound“ von Kurt Hahn. Dessen Kern ist es, Kinder und Jugendliche Erfahrungen auf authentischen Handlungs- und Erlebnisfeldern sammeln zu lassen.