Ein Tag mit einem besonderen Erlebnis

Schiff: Johnny
Datum: 28.11.2025
Position: Internationales Gewässer, Atlantik, auf Höhe Mauretanien
Nautische Position: 22° 09,1‘ N 021° 16,2‘ W
Etmal: 107 nm
Total: 2.892 nm

Der Tag startete mit einem All-Hands-Manöver, in welchem wir das Rah-Segel eingeholt haben, da der Wind wieder nachgelassen hat. Die letzten zwei Tage hatten wir dauerhaft Wind von hinten, aber er bleibt einfach nicht auf der gleichen Geschwindigkeit.

Deshalb haben wir das Rah-Segel heute noch drei Mal ein- und ausgeholt. Leider können wir es nicht draußen lassen, da sonst die Gefahr besteht, dass das Segel reißt.Nach dem All-Hands-Manöver war erst einmal Frühstück um 08:00. Nach dem Frühstück ging die Schule los und es hieß erst einmal Alltag.

Nach dem Mittagessen zog sich der Himmel langsam zu und man merkte, wie der Wind etwas stärker wehte und die Luft kühler wurde.

Nach Kaffee und Kuchen hieß es Wäsche waschen für die Schüler. Die ganze Küchenwäsche musste mit dem Wäschestampfer gewaschen werden – eine Arbeit mit viel Mühe und Langeweile, die sich aber auszahlt.

Während des Wäschewaschens begrüßte uns auf einmal eine sehr aufgedrehte, riesige Gruppe Delfine, die auf uns zugesprungen und zugeschwommen sind und ein paar Meter mit uns mitgeschwommen sind. Einer der Delfine kam sogar senkrecht aus dem Wasser und sprang locker vier Meter in die Höhe.

Spät nachmittags ist am Horizont auf einmal etwas Buntes, komisch Aussehendes aufgetaucht. Es sah aus wie eine Regenbogenwolke. Tatsächlich war es auch so etwas Ähnliches: Es war scheinbar ein normaler Regenbogen, der aber nur am Fuß zu sehen war.

Zum Abend hin gab es Lasagne. Davon gab es viel zu viel und jeder durfte so viel haben, wie er wollte und trotzdem ist sehr viel für die Nachtwache zum Essen übrig geblieben.

Um 20:00 haben noch einmal ein paar Leute Doppelkopf und Poker gespielt und damit den langen Tag ausklingen lassen.

Morgen sollte uns dann wieder ein normaler Alltag erwarten, bei dem wir hoffentlich auch so etwas Besonderes wie die Delfine erleben werden.

Grüße:

Munguru: Grüße an Mama und Papa, mir geht’s super. Bald sind wir auf den Kap Verden und dann machen wir die Atlantiküberquerung, da freu‘ ich mich schon. Ich wünschte, wir könnten mehr Segeln, aber, wie ich mittlerweile weiß, Segeln ist Wetter und wenn’s keinen Wind gibt, kann man eben auch nicht Segeln. Hoffnung liegt bei den Passat Winden und bis dahin. Ich denke an euch und hoffe, euch geht’s gut.

Tom: Hi ihr alle, ich hoffe, der Gruß kommt durch. Mir geht es gut, ich hatte Magendarm zwischendurch, aber mir geht es wieder besser. Danke an Mama, Lotta und den Rest für den Adventskalender. Grüße auch an Romina, danke für die Empfehlung der Nagelmatte, sie hilft. Ich hoffe, wir bekommen bald besseren Wind. Habe euch alle sooooo mega lieb und vermisse euch. An Mama: Bite Briefmarken mitschicken, wir hören uns, bis bald!

Leopold: Mama, schau‘ Dir das Foto an! Ich hab‘ heute einfach Wäsche gestampft, das ist schon ein ordentliches Phänomen. Ich denke an euch!!

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