Pirates of Nassau đŸŽâ€â˜ ïž

Schiff: Roald Amundsen
Datum: 21.02.2026
Position: Nassau, Bahamas

Eigentlich wollten wir doch nur einen entspannten Urlaub machen. Aber auf das, was schlussendlich daraus geworden ist, hÀtten wir niemals vorbereitet sein können. Doch fangen wir von vorne an:

Wir waren sehr aufgeregt, als es endlich losging mit unserer großen Kreuzfahrt. Auf der Caribbean Princess sollte es fĂŒr uns eine Woche auf die Bahamas gehen. Angekommen in Nassau, der Hauptstadt der Bahamas, wollten wir uns zunĂ€chst die Stadt anschauen. Also hieß es erst einmal warten, denn alle 5000 Touristen wollten natĂŒrlich gleichzeitig von Bord.

Plötzlich sahen wir es: Ein Piratenschiff, das in den Hafen einlief.

Es hatte zwei Masten mit vielen Segeln und eine Piratenflagge. „Roald Amundsen“ stand vorne am Rumpf. Könnte das ein gefĂ€hrlicher Pirat gewesen sein? Uns allen wurde angst und bange. WĂŒrden die Piraten uns verschonen?

Zum GlĂŒck wirkte es recht schnell harmlos, denn sie begannen an Deck ihres Schiffes – das im Vergleich zu unserem riesigen Kreuzfahrtschiff ja sehr klein war – seltsame Dinge zu malen. Mit einem Fernglas konnten wir alles beobachten. Einige malten eine Schatzkarte und MĂŒnzen wurden ebenfalls in eine Schatztruhe gelegt.

Wollten die Piraten etwa ihren geplĂŒnderten Schatz verstecken? Hier in Nassau, einer der berĂŒhmtesten PiratenstĂ€dte der Geschichte? Das mussten wir weiter beobachten. Vielleicht war der Schatz ja wertvoll.

Also folgten wir ihnen, als sie – angefĂŒhrt von ihrem Captain – das Piratenschiff verließen. Dieser trug zahlreiche Piratenketten und hatte sogar eine MĂŒnze in sein Haar geflochten.

Die Piraten, die bemerkenswerterweise grĂ¶ĂŸtenteils noch sehr jung waren, zogen durch die Stadt. UnauffĂ€llig folgten wir ihnen, da wir inzwischen am Anfang der Schlange angekommen waren und durch das Hafentor nach draußen durften.

Schnell erkannten wir ihr Ziel: Wollten sie ihren Schatz etwa bei der „Queen’s Staircase“ verstecken?

Mit einem Mal blieb die Meute stehen. Ihr KapitĂ€n trat auf ein steinernes Podest und begann mit donnernder Stimme zu sprechen. Von ihm erfuhren wir, dass die „Queen’s Staircase“ – eine gewaltige Treppe, tief in eine Felsenschlucht geschlagen – im 18. Jahrhundert von versklavten Menschen unter harter Zwangsarbeit erbaut wurde.

SpĂ€ter erhielt sie ihren heutigen Namen zu Ehren von Queen Victoria, in deren Regierungszeit im British Empire die Sklaverei endgĂŒltig abgeschafft wurde.

Nein, hier wollten die Piraten ihren Schatz nicht vergraben – sie gingen weiter und liefen durch die Stadt, bis sie am Museum „Pirates of Nassau“ ankamen.

Vielleicht wollten sie den Schatz im Museum ihrer Vorfahren verstecken?

Wir folgten ihnen nach drinnen und bemerkten, dass es dort wirklich sehr interessant war.

Die Dekorationen sahen tĂ€uschend echt aus, und man konnte viel ĂŒber das Leben der Piraten lernen.

Aber auch hier wurde der Schatz nicht versteckt.

Nach dem Museumsbesuch teilten sich die jungen Piraten auf und liefen durch die Stadt, wo sie in verschiedenen LÀden shoppen gingen. SpÀtestens jetzt war uns klar, dass dies keine gewöhnlichen Piraten waren, sondern sehr originelle.

Am spĂ€ten Nachmittag mussten wir wieder zurĂŒck, da unser Kreuzfahrtschiff am Abend ablegen wĂŒrde. Von unserem Balkon aus konnten wir sehen, wie nach und nach alle auf ihr Piratenschiff zurĂŒckkehrten. Hatten sie den Schatz doch nicht versteckt? Oder hatten wir es einfach nicht bemerkt?

Das werden wir wohl nie erfahren, denn mittlerweile sind wir bereits abgelegt und auf dem Weg zu einer anderen Bahamas-Insel.

Das war auf jeden Fall der spannendste Urlaubstag unseres ganzen Lebens.

GrĂŒĂŸe:

Lotta: Ganz liebe GrĂŒĂŸe nach Hause an meine Familie und Freunde. An meinem Geburtstag 🎉 morgen (einfach auf den Bahamas, wie krass 😉 werde ich sicher viel an euch denken. FĂŒhlt euch geknuddelt, hab‘ euch ganz dolle lieb ❀

Kilian: Alles Gute zum Geburtstag Valeska 🎁 🎂 Genieß den Tag und feiere schön đŸ„ł Ich hab dich ganz dolle lieb, Dein Bruderherz ❀

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