24 Stunden auf Providencia

Schiff: Johann Smidt
Datum: 28.01.2026
Position: Providencia
Nautische Position: 13°23.0921′ N 081°24.1722′ W
Etmal: 126 nm
Total: 7196 nm

Mein Tag begann heute um 06:30 mit einer kalten Dusche, die, nachdem ich den gesamten letzten Tag seekrank im Bett in der 6er-Jungs-Sauna lag, dringend nötig war. Als ich aus der Dusche Nepomuks nicht gerade zärtliche Weckrufe zum All-Hands-Manöver vernahm, wusste ich, dass es Zeit war, die Spa-Einheit zu beenden und mich fertig zu machen.

Gegen 07:15 waren dann alle an Deck und bereit, die Segel zu bergen. Wie immer wurden die Segel von vorne nach hinten runtergeholt, weshalb ich am Großsegel als Letztes dran war. Nach dem Beenden dieser Arbeit gab es für uns Frühstück mit endlich mal ausreichend Proteinmüsli.

Während und nach dem Frühstück freuten sich alle nur noch auf die Ankunft in Providencia und die Erwartungen waren groß. Allerdings schrumpfte die Begeisterung ein wenig, als wir hörten, dass wir noch ein paar Stunden brauchen würden und deshalb Platz für Bio und Geo im Zeitplan war.

Nachdem auch diese beiden Stunden abgehakt waren, gab es noch ein Kartoffelgratin und dann ging es endlich zum Ankermanöver.

Kurz darauf stand eine Gruppe von Einheimischen bei uns an Bord, die mal wieder alle Ausweise zum Einklarieren haben wollten, doch auch das war für Birte mit ihrem Spanisch kein Hindernis und sie überzeugte sie leicht, uns an Land zu lassen.

Die Freude über diese Nachricht war groß und schnell begann sich die Gruppe in zwei zu teilen, nämlich in die Gruppe, die an Land schwimmen wollte, und die, die lieber Schlauchboot fuhren.

Am Strand warteten die Schlauchbootfahrer dann auf die Schwimmer und als alle da waren, wurde Free Shore Leave angekündigt. Die Schüler, die den Economics Pathway haben, hatten von den Lehrern die Aufgabe bekommen, Einheimische zu der Frage „Welchen Einfluss hat der Tourismus auf die lokale Wirtschaft?“ zu interviewen. Dabei sind viele spannende Gespräche und interessante Antworten entstanden.

Ich war zusammen mit meiner Gruppe als Erstes die kleine Stadt erkunden und dann jegliche Süßigkeiten und Getränke, die uns an Bord fehlten, besorgen. Abends sind wir dann noch Pizza essen gegangen und haben es uns auf einer Bank direkt am Wasser gemütlich gemacht, wo eine lange Zeit über die Sauberkeit von Straßenhunden und die Kriminalität auf der Insel diskutiert wurde.

Zurück an Bord haben wir dann wie immer vor Anker unsere Isomatten unter den zu dem Zeitpunkt noch klaren Sternenhimmel gelegt. Die Idee des Draußenschlafens wurde aber durch einen heftigen Regenschauer, bei dem ich das Tagesberichtshandy leider draußen vergessen habe, schnell wieder zunichtegemacht.

Deshalb liege ich jetzt mal wieder ohne Decke im 6er-Zimmer und frage mich, wie es möglich ist, dass ein Raum solche Temperaturen annimmt.

Grüße:

Leopold: Hallöchen an alle, mir geht’s hier immer noch super, auch wenn die Seekrankheit gestern nochmal ordentlich losgelegt hat. Ich hoffe, euch geht’s allen gut!

Vincent: Herzlichen Glückwunsch an Max zum 20. Geburtstag ❤️

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