Der letzte Tag

Schiff: Roald Amundsen
Datum: 17.04.2026
Position: Vor Amsterdam

Heute ist der letzte Tag, bevor wir unsere Eltern, Familien und Freunde wiedersehen. Zeit für ein kleines Recap darüber, was wir alles gelernt haben.

Durch harte Arbeit meinerseits können inzwischen ungefähr 90 % der anderen die besten Karnevalssongs auswendig und feiern Lieder wie Kölsche Jung oder Leev Marie sogar. Außerdem können wir jetzt alle kochen und abwaschen – wobei Anton, Mateo und Karl natürlich besonders gut im Abwaschen sind.

Auch putzen können wir mittlerweile alle. Eigentlich sind das ziemlich einfache Dinge und trotzdem gab es immer mal wieder jemanden, der keinen Plan hatte, was er machen soll.

Was allerdings nicht so simpel ist, ist Löfflisch. Doch auch diese Sprache haben wir gemeistert. Die meisten sind außerdem erwachsener geworden und haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen.
Eine Ausnahme ist TechNik – der hat die Technik perfektioniert, den ganzen Tag im Bett zu liegen und es irgendwie trotzdem zu schaffen, zu essen und aufs Klo zu gehen.

Andis Lebenswille muss mittlerweile unsterblich sein – nach der großen Menge an Mordanschlägen. Ich denke da nur an Laptops, die „zufällig“ auf ihn fliegen und ihm gegen die Lippe knallen, Unfälle mit dem Tandem oder daran, dass die Gangway so hingelegt wird, dass Andi Gefahr läuft, ins Hafenbecken zu fallen. Das kann doch kein Zufall sein.

Insgesamt haben wir uns alle sehr verändert und es wird krass sein, wieder nach Hause zu kommen.

Jetzt aber noch kurz, was wir heute gemacht haben:

Zuerst waren wir bis etwa 12:00 am Strand. Danach haben wir abgelegt und sind vor Amsterdam wieder vor Anker gegangen. Seitdem schreiben wir eigentlich die ganze Zeit Abschiedsbriefe aneinander – mit einer kurzen Pause, in der wir zu zwölft ungefähr 40 Packungen Ramen gegessen haben. Dazu gab es noch vier Tiefkühlpizzen.

Jetzt werden die letzten Briefe fertiggeschrieben und die letzte Nacht wird zum letzten Moment, bevor sich unsere Wege erst einmal trennen.

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