Packen und verstauen

Schiff: Roald Amundsen
Datum: 04.04.2026
Nautische Position: 44* 22,5‘ N 021* 42,6‘W
Kompass Kurs: 065
Etmal: 147,5 sm
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 6,1 kn

Ostern ist nah und die Vorbereitungen laufen bereits. Heute wurden die ersten Ostereier mit ganz kreativen Mustern gefärbt. So lagern wir jetzt Eier mit Aufdrucken wie der Roald oder Smileys in der Kühllast. Damit sie uns auch ja nicht kaputt gehen, wurden sie mit fünf Handtüchern in einer Schüssel zugedeckt und anschließend mit Zeisern befestigt.

Aber nicht nur unsere Eier müssen gut verstaut werden, sondern auch unsere Segel. Jedes Segel ist anders zu packen und unterliegt unterschiedlichen Besinnungen. Die einen sind einfach zu packen und es macht Spaß. Andere sind wiederum reinste Folter.

Zu den einfachsten zu packenden Segeln gehören die Royals und die Bramsegel. Hier sind die Fußpferde nicht zu hoch, sodass du nicht einen Meter über der Rah selber stehst. Dazu sind die Segel nicht allzu schwer, was das Packen leichter macht. Am besten ist man hier zu viert auf einer Rah. Die Marsen sind dagegen etwas schwerer und somit auch herausfordernder zu packen. Ist man jedoch zu acht auf einer Rah, vier pro Seite, ist es gut machbar.

Ein anderes Kaliber ist dagegen die Fock und die Groß. Hier sind die Fußpferde eher für kleinere Menschen vorgesehen, was das Stehen sehr anstrengend macht. Vor allem, wenn auf einer Rah 12 Leute stehen und man sich ein Fußpferd zu fünft Teilen muss. Der einzige Vorteil hier ist, dass man keinen Nockzeiser und keine Z-Falte machen muss, da die Segel nach unten hin schmaler werden. Hinzu kommt, dass die beiden Segel extrem schwer sind, weswegen im besten Fall auch sechs Leute pro Seite benötigt werden.

Abgesehen von den Rahsegeln gibt es auch noch Vorsegel, die zu packen sind. Sie sind eigentlich relativ einfach und angenehm zu packen. Doch wenn es darum geht, sie schön zu packen, ist es eine ganz schöne Fummelarbeit. Denn man muss das Segel glatt falten, festzeisern und sich auch noch irgendwie festhalten.

Das Briggsegel ist auch ein Segel, das grundsätzlich gut zu packen ist. Da es noch nicht so oft gesetzt worden ist, wurde es aber auch nur wenige Male gepackt. Aber da der Baum über dem Deckshaus liegt, hat man einen festen Stand, während man das Segel packt. Das erleichtert die Arbeit enorm.

Das wohl am einfachsten zu packende Segel ist das Großstengestag. Man faltet es auf den Boden zusammen und muss es nur auf das Stag heben und dort befestigen. Klingt schwieriger als es ist und dauert höchstens 10 Minuten. Dagegen ist das Bramstag eins der am Schwersten zu packenden Segel und daher auch am unbeliebtesten.

Hier muss man das Segel in die Form eines in der Luft hängenden Leichensackes packen. Zusätzlich steht man dabei auf der ersten Saaling, wobei nur eine Person wirklich darauf steht und zwei andere runter auf Fußpferde treten müssen. Ihr merkt also, das Ganze ist nicht so einfach. In der Luft hängend muss man das Segel nämlich falten und versuchen, so wenig Angriffsfläche für Wind wie möglich zu haben. Denn da es nicht so häufig gesetzt wird, muss es jedes Mal sturmfest gepackt werden.

Auch wenn jeder gerne andere Segel packt, sind die Bram- und Royalsegel trotz ihrer Höhe am beliebtesten. So wird im Hafen auch gerne mal darum geschnickt.

Grüße:

Lotta: Liebe Mama, alles Gute zu Deinem Geburtstag 🎉. Ich hoffe, Du hattest einen schönen Tag. Ich hab‘ Dich ganz dolle lieb und freu mich, wenn ich euch in zwei Wochen wieder sehe. Fühl‘ dich geknuddelt 🤗.
P.S.: Bin jetzt Steuerfrau geworden.

Toppsi Lotta: Liebe Karla, alles Gute zum Geburtstag. Genieß‘ den Tag und feier‘ schön. Ich hoffe, Du hast Sizilien genossen, auch mit Tom. Apropos, tritt ihm bitte „in den Arsch“ bezüglich der Badeanzüge. Liebe Grüße!

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