Tschüss Marokko

Schiff: Johnny
Datum: 18.11.2025
Position: Vor Marokkos Küste auf dem Weg nach Teneriffa
Geographische Position: 31°08,2’N 010°37,9’W
Etmal: 0
Total: 1911 nm

Heute gab es das letzte Frühstück im Riad um 07:30 und gegen 09:00 sind wir aufgebrochen. Ich habe einigen Leuten Fragen über unseren Landaufenthalt in Essaouira gestellt:

Was hast du in Marokko gelernt?

Amalia: Konzept von der English Street Class.
Munguru: Ich durfte erfahren, wie groß der westliche Wohlstand ist.
Margot: Die fehlende Präsenz der Frauen in der Öffentlichkeit im Vergleich zur europäischen Gesellschaft.
Helene: Dass man hier wirklich alles Kaufbare verhandeln kann.
Sören: Dass Hamam keine Sauna ist.

Wärst du gerne noch länger in Marokko geblieben?

Amalia: Ja, um der Seekrankheit zu entfliehen.
Munguru: Nein, ich fand es schön, aber es ist kein Ort, wo ich mich länger aufhalten würde.
Margot: Ja, um zu chillen.
Helene: Nein, vielleicht andere Städte in Marokko, aber nicht Essaouira.
Sören: Ja, ich wäre gerne noch zwei Tage nach Marrakesch.

Was hat dir am besten gefallen, was am schlechtesten?

Amalia: Der Gewürzladen war toll, aber am letzten Abend war da ein Händler, der die ganze Zeit auf französisch auf mich eingeredet hat.
Munguru: Hamam, weil ich dort die Kultur kennenlernen konnte.
Margot: Der viele Kontakt mit den Einheimischen war am besten.
Helene: Am besten fand ich den Trubel auf den Straßen, dass immer was los war. Am schlechtesten war, dass man als Frau nicht alleine rumlaufen konnte.
Sören: Highlight war, mit den Kindern im Waisenhaus auf dem Schulhof verschiedene Spiele zu spielen.

Hier noch über den Rest des Tages:

Kurz vor 11:30, nachdem alle wieder zurück auf der Johnny waren, gab es ein All Hands auf dem Vorschiff, damit Norbert eine Ansage machen konnte. Danach hat die A-Wache den Anker gelichtet. Die Mädchen haben Kojen getauscht und schon einiges ausgepackt, bevor die Seekrankheit zuschlug und ein paar (aber viel weniger als letztes Mal) über der Reeling hingen oder auf dem Achterdeck den „toten seekranken Seestern“ gemacht haben. Manche waren auch in der Messe oder im Seegarten.

Zum Mittagessen gab es ein letztes Mal Chawarma, das wir noch bei unserem Chawarma-Laden vor Abfahrt gekauft haben.

Das Großsegel, der Schoner, die Baumfock und der Klüver (K1) wurden gegen 16:10 klar gemacht und gesetzt. Heute wurden auch die Briefe von zu Hause verteilt und die erste große Welle Heimweh kam.

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