Die Geschichte der crazy Ziegen!

Schiff: Johann Smidt
Datum: 17.01.2026
Position: Costa Rica, Finca Temática
Nautische Position: /
Etmal: /
Gesamt: 6836 nm

Willkommen zu einem neuen Tag auf der Kaffeefarm, welcher wieder mit einem entspannten Frühstück um 08:00 gestartet hat. Es gab Pancakes, Milchreis und Früchte, also ein richtiger Luxus. Sein Geschirr muss allerdings jeder selbst abwaschen. Aber wir sind es ja gewohnt, 37 Teller abzuwaschen – da ist ein Teller wirklich nichts.

Anstatt dass wir uns um 09:00 treffen, wie angesagt, wurde es dann 10:00, aber an diese Verspätungen haben wir uns bereits gewöhnt. Die Zeit haben wir damit verbracht, im Fluss schwimmen zu gehen, Fußball zu spielen oder einen Powernap zu machen.

Um 10:00 haben wir uns dann alle versammelt und Carlos hat uns den Plan für heute erzählt. Außerdem hat er uns deutlich gemacht, dass alle Kaffeefarmer eine große Gemeinschaft sind und es keinen Streit gibt. Auch alle Baristas und Kaffeeinteressierten sind hier willkommen.

Nach Carlos’ Ansprache ging es dann los zu den Kaffeebohnen. Gestern haben wir ja den ersten Schritt des gesamten Kaffeeprozesses gemacht, nämlich das Ernten der Kaffeepflanzen. Heute ging es weiter mit dem Waschen und Schälen der Bohnen.

Dafür müssen die Bohnen mithilfe von Schaufeln in die Maschine geschoben werden. Die Schalen kommen dann in einen Truck, um direkt abtransportiert zu werden und die Bohnen kommen nach dem Waschen in den grünen Tank. Dort werden dann nach und nach Eimer mit den Bohnen befüllt und mit der Schubkarre zu den „African Beds“ zum Trocknen transportiert.

Es ist nämlich besser, die Bohnen mithilfe der Sonne zu trocknen. Trotzdem gibt es noch einen mechanischen Trockner, da dieser natürlich beständiger gegen zum Beispiel Regen ist.

Der Kaffee, der bei diesem Prozess entsteht, nennt sich „Honey Coffee“. Er wird nur mit Wasser gewaschen, ist vor dem Trocknen mit einer schleimigen Schicht überzogen und der Geschmack des Kaffees ist etwas süßer.

Neben verschiedenen Kaffeearten gibt es auch unterschiedliche Kaffeequalitäten. Die Maschinen sortieren zum Beispiel schwarze Bohnen aus. Diese werden aber nicht weggeworfen, sondern trotzdem noch zu Kaffee verarbeitet. Dieser hat dann allerdings keine so hohe Qualität mehr.

Nach diesen vielen neuen Informationen, die wir über Kaffee bekommen haben, hatten wir noch eine Stunde Freizeit vor dem Mittagessen. Die meisten Jungs haben diese Zeit genutzt, um auf dem Fußballplatz im Dorf Fußball zu spielen. Nach dem Mittagessen wollten manche zum nächstgrößeren Supermarkt. Da das aber eine ziemlich weite Strecke zu laufen gewesen wäre, wurde sich fürs Trampen entschieden.

Nach einigen missglückten Versuchen haben endlich ein paar Trucks angehalten, die uns dann zum Supermarkt gebracht haben. Dort wurden ein paar Snacks gebunkert und dann ging es mithilfe des Trampens auch schon wieder zurück.

Wieder auf der Kaffeefarm hat Carlos uns noch weitere Infos über Kaffee gegeben. Unter anderem hat er uns erzählt, wie der Kaffee entdeckt wurde. Laut einer Geschichte stammt der Kaffee aus Äthiopien.

Eines Tages haben die Ziegen der Bauern eine Pflanze zum Fressen gefunden. Davon sind sie ganz verrückt geworden, so dass die Bauern beschlossen, die Pflanzen zu verbrennen. Als sie sie aber verbrannt haben, hat es so gut gerochen, dass sie die Früchte der Pflanze doch probieren mussten und so ist man auf Kaffee gestoßen.

Ob die Geschichte so stimmt, kann ich natürlich nicht überprüfen, aber glauben wir es einfach mal.

Nach einer Pause gab es dann das Coffee Tasting. Vier Sorten durften wir probieren. Hier kommt ein Ranking:

RED HONEY:

Leopold: 7
Manja: 5
Amalia: 6
Liv: 6,5
Tom: 7
Birte: 8

WASHED COFFEE:

Leopold: 9
Manja: 8
Amalia: 3
Liv: 4,5
Tom: 3
Birte: 5

ANAEROBICO (fermentiert):

Leopold: 6
Manja: 7
Amalia: 8,5
Liv: 9
Tom: 9,5
Birte: 9

GEISHA:

Leopold: 8
Manja: 9
Amalia: 7,5
Liv: 6
Tom: 9,5
Birte: 8

Von Klara soll ich ausrichten, dass sie definitiv keinen Kaffee mag.

Nach einer weiteren kurzen Pause, in der natürlich wieder Fußball gespielt wurde, gab es Abendessen. Danach haben wir den Abend mit Gesprächen, Doppelkopfrunden und kurzen Nachtspaziergängen ausklingen lassen.

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