Expibericht 1.0

Schiff: Johann Smidt
Position: Costa Rica
Nautische Position: /
Etmal: /
Gesamt: 6836 nm

Erster Tag

Die Expitage für unsere Gruppe, bestehend aus Tom, Helene, Ellena, Nepomuk, Manja, Mathilda und Helena, starteten zwar um die gleiche Uhrzeit wie bei fast allen anderen Gruppen, doch haben wir nicht den Bus um 04:30 nach San José genommen, sondern versucht, in Richtung El Empalme zu trampen.

Das Ganze hat leider nicht ganz so gut geklappt, wie wir es uns erhofft hatten und schließlich haben wir Carlos von der Kaffeefarm gefragt, ob er uns zumindest ein Stück in die Richtung fahren könnte. Er hat uns hinten auf seiner Ladefläche bis Santa María mitgenommen, wo wir dann weiter versucht haben zu trampen. Irgendwann haben wir uns jedoch dazu entschieden, den Bus nach El Empalme zu nehmen.

Angekommen in El Empalme haben wir uns erst einmal um ein Frühstück für uns alle gekümmert, welches bei Baguette mit Käse und Marmelade endete. Nach unserem Frühstück haben wir uns an die nächste Bushaltestelle gestellt, um den Bus nach San Isidro zu nehmen.

Angekommen in San Isidro mussten wir den nächsten Busschalter finden, an dem der Bus nach Uvita fährt. Als wir den Schalter gefunden hatten, mussten wir leider feststellen, dass dieser erst in einigen Stunden fährt und letztendlich haben wir uns dazu entschieden, zwei Uber zu bestellen, die uns bis hoch zu unserer Unterkunft gefahren haben.

Diese liegt sehr abgelegen mitten im Dschungel, nur erreichbar über einen steilen, steinigen und rutschigen Kiesweg, was zu abenteuerlichen Uberfahrten führte. Ohne die theoretisch verpflichtenden 4×4-Reifen war das Durchdrehen der Reifen nichts Ungewöhnliches. Dadurch ähnelte die Fahrt mehr einer Achterbahn als einer sicheren Autofahrt. Wie man sieht, war unsere Anreise also nicht so einfach wie gedacht.

Angekommen an unserem Airbnb ging es dann erst einmal für uns alle in den Pool und im Anschluss haben wir unseren Einkauf für die nächsten Tage geplant. Tom, Ellena und Mathilda sind einkaufen gegangen. Nach etlichen Stunden im Supermarkt und einigen Herausforderungen hatten wir den Einkauf dann endlich geschafft.

Wieder angekommen im Airbnb wurden leckere Spaghetti Carbonara im Expitage-Style zubereitet. Das bedeutete, es wurden eher Sahnenudeln – aber nicht schlimm. Dies ging allerdings erst, nachdem unser Maschinist Tom mit ausschlaggebender Unterstützung von Nepomuk die Gasflasche ausgetauscht hatte. Nicht ganz ungefährlich, da unter der Terrasse bei den Gasflaschen Schlangen hausen.

Nach dem Essen wurden wir von einer riesigen Heuschrecke attackiert, die auch an unseren Expitagen teilhaben wollte. Während Helene und Manja panisch in ihr Zimmer geflohen sind, hat Nepomuk es nach ein bis zwei Anläufen geschafft, sie wieder rauszubringen. So ging dann auch unser erster Tag der Expitage vorbei.

Zweiter Tag

Am zweiten Tag unserer Expitage haben wir alle erst einmal den Luxus genossen, seit drei Monaten endlich mal wieder ausschlafen zu können. Allerdings ist das einfacher gesagt als getan, denn die innere Uhr, die sich so an das frühe Aufstehen gewöhnt hat, ließ das nicht zu. Diejenigen, die also schon wach waren, begannen damit, Brunch für die anderen zuzubereiten. Es gab Rührei, Pancakes, ganz viele Früchte, Avocado, Bananenmilch und vieles mehr.

Nachdem wir nach dem Frühstück fertig mit dem Aufräumen waren, haben wir alle für zwei Stunden unsere Handys bekommen und mit Familie und Freunden telefoniert. Nach der Handyzeit haben sich Helena, Tom, Nepomuk und Mathilda auf den Weg für eine kleine Expedition in den Dschungel begeben. Während dieses Ausflugs haben wir Affen und kleine murmeltierartige Tiere gesehen und natürlich ganz viele Insekten.

Im Anschluss an diese Expedition ging es erst einmal wieder in den Pool, und dann haben wir auch schon angefangen, Sachen zum Grillen vorzubereiten, denn an diesem Abend haben wir einen Grill- und Filmabend gemacht.

Als Film haben wir Kingsman 1 geschaut. Danach wurde Mufasa angefangen, aber sich dann doch für die erste Folge von Outer Banks entschieden. Nach diesem kurzen Einblick in die Serie ist Nepomuk ein riesiger Fan geworden. Da wir aber ja vernünftig sind, haben wir die Serie nicht die ganze Nacht durchgesuchtet, sondern sind schlafen gegangen, weil wir alle ziemlich müde waren.

Nicht zu vergessen ist die Dürre, die wir alle irgendwie überlebt haben. Ab dem frühen Abend plagte uns eine Wasserknappheit. Die Wasserpumpe hatte leider den Geist aufgegeben. So lebten wir bis zum nächsten Morgen ohne Trinkwasser, mit nichts außer dem gechlorten Wasser aus dem Pool. Eine Erfahrung für sich. Man muss aber sagen, dass alle entspannt geblieben sind und wir das Beste daraus gemacht haben.

Dritter Tag

Am dritten Tag haben wir ein bisschen früher gefrühstückt, weil wir noch in die Stadt wollten und auch Bustickets für den nächsten Tag buchen mussten. Also hieß es nach dem Frühstück für alle, dass wir in der schwülen Hitze die Schotterstraße runter zur Hauptstraße laufen mussten.

Der ganze Weg war ungefähr vier Kilometer lang, also hat das Ganze ein bisschen länger gedauert, und trotz Bergablaufens war es für uns alle sehr anstrengend. Auf dem Weg haben wir dann wieder Affen gesehen.

Am letzten Drittel des Weges haben uns dann glücklicherweise Techniker hinten auf ihrem Pickup mitgenommen, wofür wir alle sehr dankbar waren. Angekommen an der Hauptstraße ging es dann per Uber für uns in Richtung Uvita.

Als wir in Uvita waren, haben wir uns alle erst einmal etwas Kaltes zu trinken gekauft und sind dann in Richtung Busschalter aufgebrochen. Mit mehreren kleinen Stopps auf dem Weg haben wir es dann irgendwann zum Busschalter geschafft und mussten feststellen, dass dieser seit 14:00 geschlossen hatte.

Während Helena, Ellena und Mathilda zum Bäcker gegangen sind, haben sich die anderen hingesetzt, um zu besprechen, wie wir jetzt fortfahren sollten und sind zu dem Entschluss gekommen, das Ganze an diesem Abend noch einmal im Airbnb zu besprechen. Nach dem gescheiterten Versuch, die Bustickets zu kaufen, sind wir dann zum Nationalpark Marino Ballena gefahren, um dort an den Strand zu gehen.

Als wir dort ankamen, mussten wir jedoch feststellen, dass dieser in 30 Minuten schließen würde, und letztendlich haben wir uns dagegen entschieden, noch hineinzugehen. Stattdessen sind wir noch ein bisschen in kleine Läden gegangen und haben Souvenirs geshoppt.

Im Anschluss sind wir per Uber wieder zurück zum Airbnb gefahren und haben dort während des Abendessens besprochen, wie wir das mit dem Bus nach Puerto Viejo machen wollten und welche Unterkunft wir nehmen. Nebenbei haben wir alle noch einmal die Chance des Wäschewaschens genutzt und irgendwann sind wir dann alle schlafen gegangen, da wir am nächsten Morgen um 08:30 los mussten.

Vierter Tag

Am vierten Tag hatten wir einen Tag mit gaaanz viel Busfahren vor uns. Wir sind sehr früh aufgestanden, haben noch die letzten Sachen gepackt und das Haus gefegt. Währenddessen hat es fast die ganze Zeit geregnet, und es gab kurzzeitige Probleme, einen Uber zu organisieren.

Am Ende haben uns zwei Freunde von Maximilian (Nepomuks Onkel) zum Busterminal gefahren, wo wir noch einmal auf Toilette waren und dann direkt in den Bus gegangen sind.

Die Fahrt nach San José war ca. vier Stunden lang und entspannt mit unseren Handys. Manche haben Outer Banks geschaut und sich mit ihren Handys beschäftigt, bis wir in San José waren. Von dem Terminal aus, an dem wir ankamen, haben wir einen Uber zu einem anderen Busterminal genommen, wo unser nächster Bus nach Puerto Viejo fährt. Angekommen am Terminal mussten wir dann wieder Bustickets kaufen und haben uns alle auch noch einmal mit Snacks versorgt.

Die Busfahrt nach Puerto Viejo ging insgesamt ca. fünf Stunden und angekommen in Puerto Viejo haben wir uns dann zu Fuß auf den Weg zum Hostel gemacht. Als wir dort waren, haben wir noch kurz besprochen, wie unser nächster Tag verlaufen wird.

Im Anschluss waren Tom, Nepomuk, Helena, Manja, Helene und Mathilda noch in der Stadt und haben Eis und Pizza gegessen. Danach sind wir wieder hoch zum Hostel gelaufen und schlafen gegangen.

Fünfter Tag

Am fünften und letzten Tag unserer Expitage mussten wir ein letztes Mal alles zusammenpacken. Zum Frühstück spendierte Helena großzügigerweise ein Croissant für jeden. Zusätzlich tranken wir den restlichen Orangensaft in kleinen Shotgläsern. Das war sehr unterhaltsam. Schließlich mussten wir mit allem Gepäck aufbrechen und einen Marsch zum Bus beginnen. Mit uns kam der Bus an, der eigentlich schon um 8:20 fahren sollte.

Im Bus sahen wir unsere ganzen Mitschüler wieder, die zufällig denselben Bus nahmen. Nach einigen Komplikationen und einer Rennerei vom Ticketschalter zum Busfahrer, die beide vollkommen verschiedene Dinge erzählten, war alles geklärt, und die Reise konnte beginnen.

Angekommen in Sixaola trennten wir uns von der großen Gruppe und zogen einmal mehr als Expigruppe los, um unser letztes Geld in ein kleines Mittagessen zu investieren. Bei einem Getränk mit Pommes und vielen einmaligen Erinnerungen saßen wir in Sixaola.

Trotz einiger Schwierigkeiten wie unserer Wasserknappheit, Stromausfällen oder Kakerlaken in der Küche bzw. in den Schlafzimmern erlebten wir gemeinsam wunderbare Tage. Hinter uns liegen zwei Wochen Costa Rica, vor uns drei Monate OC-Abenteuer. Wir freuen uns darauf!

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