Dschungel-Grün nach Atlantik-Blau

Schiff: Johnny
Datum: 20.12.2025
Position: Martinique
Nautical Position: 14°36.1005’N 061°03,6729′
Etmal: 0 nm
Total: 5272 nm

Heute war ein sehr guter Tag. Um 07:00 hat das Frühstück gestartet, eine halbe Stunde früher als normalerweise. Dort mussten wir uns Brote für das Mittagessen schmieren, es gab Orangen und Riegel, die wir mitnehmen konnten.

Außerdem musste auch noch der Green Plan gemacht werden, d. h. die Bäder bei den Mädchen und die Bäder hinten zu putzen und außerdem auch die Messe fertig zu machen. Danach haben wir angefangen zu shutteln, damit wir pünktlich den Bus um 09:30 bekommen.

An Land haben wir dann sehr lange auf den Bus gewartet und konnten aber noch in den Supermarkt gegenüber auf der Straße gehen. Dort haben sich ganz viele ein Eis gekauft. Danach wollten wir eigentlich mit dem Bus zu einem anderen Strand fahren, von dem wir losgewandert wären.

Der Bus ist allerdings nicht ganz bis zu dem Strand gefahren, weshalb wir dorthin laufen mussten. Eine alte Dame hat uns den Weg gezeigt; im Gegenzug haben wir ihre Einkäufe getragen.

Als wir an dem Strand angekommen sind, haben wir erst einmal die Gruppen nach Geschwindigkeit eingeteilt: Schnell, Mittel und Langsam. Die mittlere Gruppe hat sich im Laufe der Zeit auch in mehrere Kleingruppen geteilt, weil manche schneller und manche langsamer waren.

Die ganzen Höhenmeter waren nach zwei Wochen Atlantik eine ganz schöne Herausforderung, außerdem war es auch noch warm und es gab keinen abkühlenden Wind. Wir sind die ganze Zeit durch einen tropischen Wald gelaufen und haben ganz, ganz viele Palmen und Kokosnüsse gesehen.

Als wir nach ungefähr 1,5 Stunden am ersten Strand angekommen sind, bin ich auch direkt ins Wasser gesprungen, andere haben sich Kokosnüsse gepflückt und diese verspeist. An dem Strand hatten wir ungefähr eine Stunde Zeit, um zu baden und uns mental darauf vorzubereiten, dass es bald weitergeht.

Als wir weitergehen wollten, mussten wir direkt durch einen Bach laufen und ab da ging es wieder los mit den Höhenmetern. Aber auch das war machbar. Es haben sich wieder verschiedene Gruppen gebildet. Nach einer Zeit war wieder ein Bach vor uns, den wir überqueren mussten.

Doch weil niemand Lust hatte, seine Schuhe auszuziehen, haben wir probiert, trocken rüberzukommen. Für mich hat es sehr gut geklappt, allerdings ist Leopold mehrmals reingeflogen und hat Vincent mit sich gezogen. Sie mussten dann die restliche halbe Stunde bis zum nächsten Strand mit nassen Füßen gehen.

Das letzte Stück sind wir auf Straßen gelaufen und es waren überall schöne Blumen am Straßenrand. Am Strand angekommen, haben wir uns erst einmal hingesetzt und haben in einer Strandbar etwas gegessen und getrunken. Danach wollten wir weiterlaufen, aber als wir in einen Weg reinliefen, kam uns ein Mann entgegen und sagte zu uns auf Französisch: „Nein, ihr dürft hier nicht lang, das ist ein Privatgrundstück.“

Wir standen dann erst einmal lange vor dem Weg und haben überlegt, was wir machen, weil das der einzige Weg war, den wir laufen konnten. Als wir heimlich den Weg langlaufen wollten, hat der Mann uns wieder gesehen und hat mit Caspar ein bisschen geredet. Caspar hat uns danach übersetzt, was er gesagt hat.

Anscheinend wohnt da eine Frau mit Hund, die alle Leute, die da langlaufen, mit Steinen bewirft, aber es fährt regelmäßig eine Fähre, die uns wieder zu unserer Bucht bringen kann.

Als wir das erfahren haben, sind wir wieder zurück zum Strand gegangen und haben dort den neuen Kapitän angerufen und Bescheid gesagt, dass wir zurückgeshuttelt werden müssen, weil die Fähre zu spät kommt. Die langsame Gruppe war allerdings noch nicht am Strand angekommen, weshalb erst einmal alle anderen rübergeshuttelt werden mussten.

Als wir alle wieder auf dem Schiff waren (bis auf die langsame Gruppe), haben wir uns die Füße abgespült, weil sie sehr sandig waren. Diesen sehr anstrengenden Tag haben wir mit einem Filmabend beendet.

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