Feurige Ankunft

Schiff: Johann Smidt
Datum: 12.04.2026
Position: Cherbourg
Nautische Position: 46°51,6’N & 11°12,5’W
Etmal: 126nm

Europa!!! Nach einem halben Jahr sind wir wieder auf europäischem Festland. Das heißt wohl, dass unsere Reise langsam zu Ende geht. Aber wartet mal. . . Feuer!!! Feuer!!! Hilfe es brennt!!! Ein Feuer im Vorschiff als Sicherheitsübung vor Cherbourg. Mit allem was man sich vorstellen könnte.

Zuerst mussten alle sich am Vordeck versammeln, weil der Generalalarm ertönte. Mit Rettungswesten im Gepäck stürmten alle nach vorne. Doch einer fehlt? Bei der Vollständigkeitskontrolle stellte sich raus, dass ich fehle. Mir wurde nämlich vom Kapitän Uwe eine Rolle zugeteilt. Ich sollte den Verletzten spielen. Das ganze Schiff wurde mit Höchstleistung durchsucht und ich wurde rasant im Proviantraum entdeckt.

Schnell wurde Julius, unser Medic, mit Casper, Munguru und Melanie als Unterstützung geholt. Sofort stellten sie fest, dass ich mein Bein „gebrochen“ habe und ich bewegungsunfähig war. Im nächsten Moment wurde mir schon eine Schiene angelegt und ich war transportfähig auf der Trage.

Währenddessen wurde alles probiert, um das „Feuer“ im Vorschiff zu löschen. Der Verschluszustand war gegeben, so schnell konnte man gar nicht gucken. Ohne zu zögern waren auch die Löschpumpen im Gange. Doch alles war vergebens, das Feuer breitete sich mit rasender Geschwindigkeit weiter aus. Die Funksignale wurden schon gegeben und der Untergang der Johnny war unvermeidbar.

Im Gefecht mit dem Feuer mussten wir das Schiff verlassen. Das wäre bestimmt eine coole Probe, aber das konnten wir nicht proben, weil wir die Rettungsinseln nicht aussetzen dürfen ohne einen echten Notfall. Das Ganze haben wir in 33 Minuten geschafft. Eine echte Meisterleistung.

Leider mussten wir vor Cherbourg nochmal auf die Tide warten, weil der Bereich, in dem wir anlegten, mit einer Schleuse versehen ist. Als wir dann zum Anlegen in den Hafen fuhren, sahen wir eine Kirmes mit lauter Fahrgeschäften. Zu dem Zeitpunkt hatten wir schon eine mega Vorfreude, zurecht.

Während des Einfahrens und Anlegens wurden wir von lauter Leuten bestaunt, weil wir ein fantastisches Schiff sind. Nach dem Anlegemanöver und schnellem Aufklaren konnten wir dann auf die Kirmes gehen. Es war fantastisch, nach so langer Zeit mit Freunden auf eine Kirmes zu gehen.

Für manche war es sogar die erste Mal. Es gab lauter Geschäfte. Bei einem Fahrgeschäft ist man mit 100kmh Loopings gefahren, bei einer Höhe von 35m, es gab den Breakdancer. . . Mega witzig war auch der Autoscooter.

Die Lerrys haben für alle eine Runde ausgegeben. Das hat mega reingeknallt. Noch ein paar mehr Fahrgeschäfte und dann war leider der Abend schon vorbei. Aber nach so einem super Erfolg der Übung haben wir uns diesen wunderbaren Abend verdient.

Grüße:

Munguru: Hey Aminata, ich habe ein paar Filme auf meiner Watchlist, die ich gerne mit Dir schauen möchte ❤️

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