Flashbacks

Schiff: Johann Smidt
Datum: 01.02.2026
Position: Irgendwo vor der Küste von Jamaika
Geografische Position: 17°36,8′ N & 080°19,9′ W
Etmal: 126,5 nm
Total: 7456,5 nm

Rettungswesten for life!

Und schon wieder geht der Wellengang los. Um 06:40 wurde ich wach von einer Monsterwelle, die mir all meine Sachen an den Kopf geworfen hat. Ich probiere, mich hinzusetzen und merke, dass mir kotzübel ist. Also renne ich auf die Toilette und ignoriere Cecily, die mir hinterherruft. Dann geht es ab zum Frühstück 🙂 Es gibt für mich eine Vomex mit Porridge. Extrem lecker.

Mit Sack und Pack (Ölzeug und Arbeitssicherheitsweste) gingen wir, vom nahrhaften Frühstück gestärkt, auf die Brücke. Von der Brücke ging es in den Seegarten, wo wir alle erst einmal mit Arbeitssicherheitswesten angekettet waren.

Klara, die Tapfere, hat mit sechs Meter Wellen geduscht und kam frisch und glücklich in den Seegarten rein. Sie setzte sich hin und nach einem Aufschrei von Ylva: „Was ist das denn für eine Monsterwelle?“ wurde alles für drei lange Sekunden unter Wasser gestellt. Alle und alles war salzig und nass.

Cecilys Arbeitssicherheitsweste platzte auf und so verschwand schon die erste Hälfte vom Seegarten. Nach so zehn Minuten platzte meine Sicherheitsweste auch auf und der Kapitän meinte, wir sollten jetzt alle am besten die schweren Stoffrettungswesten anziehen.

Mit kaum Atem- oder Bewegungsraum meinte Caspar dann: „Wenn wir jetzt über Bord gehen, ist es eh vorbei – mit oder ohne Weste.“ Da haben wir ihm zugestimmt, aber was der Kapitän sagt, ist das, was gemacht wird.

Brückensteuern oder draußen steuern – das ist die Frage

Meine Sonntagswache fing schon um 08:00 an. Wir mussten aber leider auf der Brücke steuern, was nicht sehr toll ist, weil man immer wegrutscht. Aber gut, nach einem langen Hin und Her ging ich letztendlich mit Vomex-Mut und Kotztüte auf die Brücke. Nach einer langen halben Stunde wurde das Draußenruder freigegeben. Na toll.

Und jetzt kommen wir auch zu unserem Titel von heute zurück, nämlich Flashbacks. Der starke Wellengang, die Wasserbomben, die ab und zu durch den Seegarten spülten und das Schrubben des Bodens auf der Brücke durch Klara und Cecily.

In der A-Wache früher mussten nämlich immer Cecily und Leopold den Brückenboden schrubben in der Nachtwache. Die Stimmung in der Backschaft ist auch gleich wie früher: Emil kotzend in der Messe und Helene und Liv nass wegen der undichten Lüftung.

Seegarten – der einzige Ort am Schiff

Nach der Wache bin ich schnell mit meiner Wache in die Messe gerannt. Zu Mittag gab es Couscous mit Feta und Tomatensoße. Zusammen haben wir schnell gegessen und sind wieder zurück in den Seegarten gegangen. Da haben wir wieder gehockt, bis mir so langweilig war, dass ich gegangen bin – ins Vorschiff.

Ja, das habt ihr richtig gelesen: Ins Vorschiff. Ich bin nämlich nicht mehr seekrank! Ab jetzt ist es ich und Vomex gegen die Welt.

Da habe ich eine schlafende Charlotte für die Schüliversammlung geweckt. Die hat sie trotzdem verschlafen. Aber gut: In der Schüliversammlung haben wir neue Schülisprecher gewählt. Ein Applaus für Amalia und Emil!

Auf jeden Fall haben wir dann Äpfel gegessen für Kaffee und Kuchen. Charlotte, Cecily, Klara und Vincent meckern am Stück weiter, dass ihnen langweilig ist. Das war lustig, bis ich jetzt mit diesen Leuten seit vier Stunden im Seegarten sitze.

Egal, heute hatten wir viel Spaß. Ich habe sehr viel Zeit mit diesem Tagesbericht verbracht 🙂 Und um meinen Titel noch zu ehren, schließe ich jetzt den Tagesbericht ab wie beim ersten Mal:

Wir haben mehr Spaß als ihr 🙂

Liebe Grüße
Sophie

Grüße:

Sophie: Hallöchen, sorry, das ich nie Grüße schreibe, aber es wird sich auch nichts verändern:) Aber ich habe euch sehr lieb, auch wenn ich keine Grüße schreibe<3 Und ich brauche neue Briefmarken bitte:))))

Melanie: Hi ihr Lieben. Ich vermisse euch alle. Mama, dieses Mal bräuchte ich wirklich neue Briefumschläge. Wäre super wenn ich welche bekommen könnte.

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