Strandolympiade

Schiff: Johann Smidt
Date: 07.02.2026
Position: Varadero, Cuba
Nautische Position: 23°11.4242’N 081°07.7264’W
Etmal: 14 sm
Total: 7843,5 sm

Müde, müder, am müdesten

„Margot, Margot, du musst jetzt aufstehen!“ So fängt mein Tag also um 02:00 an … mit der unnötigsten Wache überhaupt: Ankerwache. Weil ich aber keine 30 Min. brauche, um mir eine Hose anzuziehen, bleibe ich wie immer erstmal im Bett.

Wie immer schlafe ich auch wieder ein und muss dann wieder geweckt werden, bevor ich die letzte Wache ablöse. Mit einem Film (The Greatest Showman) und ein paar Snacks lässt sich die Wache dann doch ganz gut überstehen und ich falle um 04:00 wieder todmüde in mein geliebtes Bett zurück.

Kurzes Glück, denn um 07:00 werde ich schon wieder geweckt. Diesmal heißt es: Frühstück und alle müssen kommen. Nach dem Frühstück gehe ich natürlich wieder schlafen, bevor ich kurz danach schon wieder für Greenplan (tägliche Putzaktion) geweckt werde. So ähnlich geht es noch viel zu lange weiter.

Da ich euch aber nicht langweilen will, erzähle ich euch jetzt vom Rest des Tages. So spannend wird der nämlich erst, nachdem die Lehrer verkünden, dass wir uns alle für den Strand fertig machen sollen.

Strandolympiade

Zusammen laufen wir durch den toten Ort bis zu einem wunderschönen weißen Sandstrand, den wir ganz für uns alleine haben. Hier soll die Strandolympiade stattfinden: Sechs verschiedene Teams treten in fünf Herausforderungen gegeneinander an.

Nachdem die Teams verkündet werden, hat jede Gruppe noch kurz Zeit, sich einen Namen und einen Kampfspruch auszudenken.

Team 1: Helena, Manja, Nepomuk, Melanie, Lotta
• nice Welle
• Kampfspruch: –

Team 2: Emil, Klara, Tom, Sophie und Sophia
• die kannibalischen Kaninchen
• Kampfspruch: Kannibalische Kaninchen!

Team 3: Roque, Caspar, Charlotte, Margot
• Noname
• Kampfspruch: Noname, not lame!

Team 4:
• Highbluesky
• So hoch wie der Himmel!

Team 5: Ylva, Leopold, Paul, Lotta, Anne
• Platoon
• Raaaa raaa raaa Platoon!

Team 6:
• Topgruppe: Cecily, Mats, Amalia, Liv
• Andirken!

Herausforderung Nr. 1: Tassenlauf

Beim Tassenlauf handelt es sich um einen Staffellauf mit der kleinen Abänderung, dass man mit einer vollen Tasse läuft. Pro ein Milliliter, die am Ende weniger in der Tasse sind, werden einem Team fünf Sekunden dazugerechnet.

Hier hat aber jede Gruppe eine andere Taktik. Die einen achten darauf, so wenig Wasser wie möglich zu verschütten – was mehr oder weniger gut klappt –, und die anderen legen mehr Wert auf Schnelligkeit. Ob nun schnell oder eben etwas langsamer, haben sich alle Gruppen gut geschlagen, und das Rennen wurde ziemlich knapp.

Ranking:

  1. KK
  2. Noname
  3. Topgruppe, Platoon
  4. Highbluesky
  5. Nice Welle

Herausforderung Nr. 2: Knoten binden

Hier sind jeweils vier Leute mit drei Zeisern verbunden (Seglerbegriff für Seile), sodass jeder ein oder zwei Seilenden in der Hand hält. Ziel ist es, in jeden der drei Zeiser einen normalen Knoten zu binden. Dabei darf man die Seilenden aber nicht loslassen oder umgreifen.

Ranking:

  1. Noname – 32 Sek.
  2. Platoon – 45 Sek.
  3. Nice Welle – 1:28 Min.
  4. Highbluesky – 2:23 Min.
  5. KK – 2:25 Min.
  6. Topgruppe – 2:59 Min.

Herausforderung Nr. 3: Wissensquiz über Cuba

Während der dritten Aufgabe war jeder klar im Vorteil, der beim Cuba-Briefing gut zugehört hat.

Ranking:

  1. Nice Welle
  2. Highbluesky, Topgruppe
  3. Platoon, Noname
  4. KK

Herausforderung Nr. 4: Sandburgwettbewerb

Auch unsere Kreativität wurde während der Olympiade getestet. Aufgabe ist es, eine möglichst beeindruckende Burg in 20 Minuten zu bauen. Am Ende haben wir Schüler abgestimmt, welche Burg die beste ist.

  1. KK
  2. Platoon, Nice Welle
  3. Highbluesky
  4. Noname, Topgruppe

Herausforderung Nr. 5: Waterfight

Die letzte Aufgabe hat, wie man sich bei dem Namen schon denken kann, im Wasser stattgefunden, weshalb nicht alle Gruppen mitmachen wollten (so warm ist es nämlich gar nicht in Cuba, nur so 25 Grad). Angetreten sind: Highbluesky, Nice Welle, Kannibalische Kaninchen, Noname.

Bei dem Waterfight kämpfen jeweils zwei Leute gegeneinander, wobei immer eine Person auf den Schultern ihres Partners sitzt. Ziel der oberen Personen ist es, sich gegenseitig runterzuschmeißen. Fällt man von den Schultern seines Partners oder ist man mit dem Kopf unter Wasser, verliert man.

Runde 1:
Highbluesky (Munguru und Vincent) vs. Nice Welle (Nepomuk, Manja)
Gewinner: Nice Welle

Noname (Roque und Margot) vs. KK (Emil, Tom)
Gewinner: Noname

Finale:
Noname vs. Nice Welle
Gewinner: 🥁🥁🥁 … Nice Welle!

Die letzte Herausforderung hat mir auf jeden Fall am meisten Spaß gemacht, denn wer kann schon sagen, dass er in Cuba am Strand während des Sonnenuntergangs Wasserkämpfe gespielt hat?

Nach der letzten Herausforderung kam der Moment, auf den wir alle gewartet haben (oder nicht …) – die Preisverleihung:

  1. Topgruppe
  2. Highbluesky
  3. 🥉 Platoon
  4. 🥈 KK
  5. 🥇 Nice Welle & Noname

Wir haben uns auf jeden Fall sehr über den Preis (Gummibärchen) gefreut :))

All inclusive??

Um den Abend zu beenden, durften wir in Fünfergruppen noch etwas essen gehen. Das hat sich allerdings als viel schwieriger als gedacht herausgestellt, denn aufgrund der aktuellen Lage in Cuba sind viele Touristeninfrastrukturen geschlossen.

Wir sind also ziemlich lange ein bisschen hobbylos durch die Gegend gelaufen, bis wir auf eine offene Bowlinganlage gestoßen sind. Zu unserer großen Enttäuschung wurde dort kein Essen angeboten, weshalb wir dann doch weitergelaufen sind.

Auf dem Weg zurück zum Schiff haben wir unser Glück dann noch mal bei einem fancy All-inclusive-Hotel versucht (fünf Sterne!!!). Mit sehr viel Confidence sind wir dann ins Hotelrestaurant, vorbei an der Rezeption, gesteppt. Der Wächter am Restauranteingang hat uns auch nicht aufgehalten – vielleicht, weil wir ihn alle ganz nett angelächelt haben.

Und dann waren wir endlich da: Im super-mega-fancy All-you-can-eat-Buffet. Tropische Früchte, Mini-Törtchen und große Kuchen, Gebäck, Hühnchen, Pasta, Pizza, eine Menge Gemüse, riesige Salatauswahl …

Ihr seht schon, es war gar nicht schlecht.

Um inkognito zu bleiben, haben wir versucht, ice cold und unbeeindruckt zu wirken und haben uns an einen Tisch gesetzt. Dann haben wir kurz besprochen, wie wir vorgehen wollen und haben durch Fragen schnell herausgefunden, dass man ein blaues Armbändchen braucht, um sich Essen holen zu können.

Problem: Wir hatten natürlich keine „Hotelarmbänder“, mit denen wir nachweisen konnten, dass wir Hotelgäste sind.

So schnell wollten wir dann aber doch nicht aufgeben und haben einen Angestellten gefragt, ob es denn auch möglich wäre, mit Karte zu zahlen.

Jetzt ist die Frage: Haben wir es geschafft und uns ein super-mega-fancy Essen gegönnt oder sind wir traurig zurück zur Jonny gegangen, nur um da Brot mit Käse zu essen??

P.S. an die Eltern, die sich jetzt maybe Sorgen machen: Wir verhungern nicht auf dem Schiff.

Grüsse:

Caspar: Danke für eure Briefe, die haben mich sehr gefreut! Und Gute Besserung an Cyrill.

Ylva: Guten Flug, Josefa!!

Mathilda: Alles Gute zum Geburtstag Mama, ich hoffe, Du hattest einen schönen Tag❤️❤️❤️

Margot: Havanna war sehr cool. Ich dachte irgendwie, wir kriegen in Cuba unser Handy, aber wir kriegen es erst in Bermuda wieder . Da will ich euch auf jeden Fall anrufen (yaya Edou Annika feli Ali ) weil dass ja in Costa Rica net so gut geklappt hat. Hab‘ euch alle lieb und hoffe, Schule ist nicht so hart. Bisous ❤️❤️

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