Wer versorgt uns, wenn wir uns verletzen?

Schiff: Johann Smidt
Datum: 15.02.2026
Position: Auf dem Weg nach Bermuda
Nautische Position: 26°47,2’N 076°51,5’W
Etmal: 18 sm
Gesamt: 8176 sm

In Cuba mussten wir uns ja leider von unserem Medic Tamo verabschieden, der uns für vier Monate begleitet hatte und das fiel uns allen nicht ganz leicht. Doch wie ging es danach eigentlich weiter? Robert, unser neuer Medic, wurde sehr spontan gefragt, ob er nicht Lust hätte, mit 27 Jugendlichen auf einem Segelschiff zu leben.

Er ließ sich das natürlich nicht entgehen und sagte ja. Anderthalb Wochen später kam er mit uns aufs Schiff und deshalb dachte ich, wird es mal Zeit, ihn vorzustellen. Also los geht’s.

Wie heißt du?
Robert.

Wie alt bist du?
32.

Woher kommst du?
Leipzig.

Wie lange begleitest du uns?
Bis zu den Azoren. (Hoffentlich doch bis Scheveningen, Einwand der LehrerInnen.)

Würdest du sagen, du bist seefest?
So gut wie.

Was hat dir bis jetzt an Bord am meisten gefallen?
Das Essen (Shashuka mit Fokatia).

Hattest du schon Segelerfahrung?
Nö.

Wie bist du auf OC gekommen?
Über eine Freundin und eine WhatsApp an Johan.

Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du?
Ein Koala. 🐨

Beschreibe dich mit fünf Worten:
Unentschlossen, reisefreudig, flexibel, medizininteressiert und wissensbegierig.

Welches Segel ist das schönste?
Fuchsschwanz 🦊???.

Wer ist deiner Meinung nach der größte Chaot?
Tom vielleicht?

Worauf freust du dich am meisten?
Hohe Wellen.

Was glaubst du, was wird deine größte Herausforderung?
Hohe Wellen.

Welchen Ort fandest du am schönsten und warum?
Humahuaca in Argentinien und wegen des Gebirges, das unterschiedliche Farben hat.

Warum hast du Medizin studiert?
Es war das Einzige, was ich mir vorstellen konnte.

Was ist deine Lieblingsband/Sänger?
Vlt. The Blace, aber eigentlich habe ich gerade keinen Lieblingssänger/-band.

Kommen wir jetzt noch mal zum restlichen Tag. Also, zum Frühstück gab es sehr leckere Pancakes und selbstgemachtes Nutella und zum Mittag Burger. Um 13:00 war stille Stunde, in welcher wir die Aufgabe bekamen, die dritte Reflexion auszufüllen.

Dabei wurde uns allen noch mal so richtig bewusst, wie schnell die Zeit vergeht, wie viel wir schon gemeinsam erlebt haben und welche Orte wir schon alle gesehen haben. Doch dabei fühlt es sich doch so an, als wären wir erst vor wenigen Wochen losgefahren?!

Die langen Sachen wurden auch schon wieder ausgepackt und auch die Zeitverschiebung zu euch nach Hause wird wieder weniger. Doch ich glaube, ein kleines bisschen auf Zuhause freuen wir uns auch, wobei wir alle noch weitermachen würden.

Um 14:15 war wie jeden Sonntag Schülerversammlung, welche sehr schnell ging. Um 16:00 war Chor. Leider waren wir nicht so sonderlich viele, doch trotzdem wagten wir uns an die Chorversion von Leave Her Johnny und nach einer Shanty-Pause machten wir noch etwas an Tagen wie Diesen. Allen Beteiligten hat es viel Spaß gemacht, die Stimmbänder vor dem Einrosten zu schützen.

Am Abend sahen wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang und der Klüver wurde vom K2 zum K3 getauscht. Das war eine ordentlich nasse Angelegenheit. Außerdem wurden die Segel noch im zweiten Reff verpackt, da wir morgen sehr viel Wind erwarten.

Bei News of the Week erfuhren wir noch, was auf der Welt gerade so abgeht. Für das Abendessen backten Nepomuk und Tom noch leckere Brezeln und damit geht ein weiterer Sonntag auf der Johnny langsam zu Ende.

Grüße:

Liv: Heyy ihr, hier ist alles supiiiiii und ich freue mich schon auf Bermuda mit euch zu telefonieren. Und an Papa, wenn Du mir nochmal Musik schicken solltest, ich nehme gerne auch noch die Lieder von The greatest Showman, die sind unter den Topp 10 an Bord. Und Mama, viel Glück bei Deinem Vortrag oder war der schon ? Naja, gehe jetzt mal beim Reffen helfen.

Melanie: Hi ihr Lieben. Ich freue mich riesig, bald wieder mit euch telefonieren zu können. Am Dienstag halte ich meinen Pathway. Sorry, das ich mich so lange nicht gemeldet habe. Frieda, ich vermisse Dich und freue mich, bald wieder Deine Stimme zu hören. Fühlt euch alle gedrückt.

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