OceanCollege

Ein segelndes Klassenzimmer für die ganz besondere Weiterbildung

Schule auf dem Meer – eine wahrlich abenteuerliche, aufregende Alternative zum herkömmlichen Unterricht im verstaubten Schulgebäude. Das dachten sich auch die Gründer der Initiative OceanCollege und verwandeln bald ein Segelschiff in ein segelndes Klassenzimmer.

Segelndes Klassenzimmer – Mehr als Segeln und Klassenfahrt

Was genau verbirgt sich hinter dem Prinzip „segelndes Klassenzimmer“? Die schulische Ausbildung wird als Auslandsjahr für ein halbes Jahr ganz einfach auf das Meer verlegt! Es handelt sich bei dem Projekt also um mehr als nur um Segeln als Klassenfahrt. Ein Berufscoaching, eine nautische Ausbildung und die schulische Fortbildung werden hier angestrebt. Kombiniert werden bei dem Aufenthalt auf See die Vermittlung klassischer Lerninhalte und das Kennenlernen des Lebens auf dem Schiff. So wird das Segeln in Klassen bzw. in kleinen Gruppen von bis zu zehn Personen aufgeteilt – während etwa eine Kleingruppe unter Deck Mathematik und Erdkunde lernt, befindet sich eine andere Gruppe an Deck und kümmert sich um schiffsbezogene Tätigkeiten. Die Pflichten werden regelmäßig getauscht: So wird jeder Schüler einmal mit der Wache, der Backschaft, dem Reinschiff und natürlich auch den schulischen Inhalten in Berührung kommen. Das schulische Wissen, das beim Segeln den Schülern vermittelt wird, entspricht zudem den allgemeinen Lernstandards.

Entwicklung des Projekts der Schule auf dem Meer und des Segelns als Auslandsjahr

Das Prinzip „Schule auf dem Meer“ erfreut sich wachsender Beliebtheit. Nun soll auch ein segelndes Klassenzimmer aus Berlin seine Fahrt beginnen: Im Oktober 2017 ermöglicht das Segelschiff „Thalassa“ und ihre Crew das Segeln als Auslandsjahr. Das Projekt OceanCollege fand seinen Ursprung in Berlin. Entwickelt wurde es von Johan Kegler, der bereits im Jahr 2008 und 2009 als Lehrer und Projektleiter den Segeltörn „segelndes Klassenzimmer“ begleitete, und Falco Aust, der als Wirtschaftsjurist bei Frejus Investment & Consulting UG tätig ist. Weiterhin gehört Johannes Borchert zu den motivierten Gründern, die das Segeln in Klassen ermöglichen wollen. Herr Borchert war selbst als Schüler Teil eines Auslandsjahres und absolvierte den Segeltörn der besonderen Art.

Coaching und Ausbildung als Segeltörn

Theoretisches Wissen kann bei dem Segeltörn „segelndes Klassenzimmer“ meist sofort praktisch angewendet werden. Die Mischung aus Coaching, nautischer Ausbildung und natürlich auch ein bisschen Urlaub ist für viele junge Menschen eine attraktive Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern. Die Route führt als segelndes Klassenzimmer von Hamburg in die Karibik, die Schule auf dem Meer ermöglicht weiterhin Zwischenstopps und Projekte an Land. Segeln als Klassenfahrt, das heißt: weg vom Alltagstrott!

Auslandsjahr und die schulische Ausbildung auf hoher See

Je nach aktuellem Bildungsstand bietet das Projekt OceanCollege durch ein Bordcurriculum und staatlich anerkannte Lehrer sehr gute Möglichkeiten zur Fortführung der Schullaufbahn. SchülerInnen, die ihren Abschluss noch nicht in der Tasche haben, nutzen den Segeltörn als Schule auf dem Meer. Sie profitieren von den herkömmlichen Lerninhalten, die in Verbindung mit praktischen Erfahrungen gelehrt werden. Wer bereits Schulabsolvent ist, kann den Segeltörn als Gap Year nutzen. Weiterhin ist die Teilnahme als Mentor möglich, die ein Coaching oder eine Ausbildung in allen Bereichen des Projekts ermöglicht. In diesem Fall wird das Segeln nicht zur Klassenfahrt, sondern der Segeltörn zum wahren Karrieresprungbrett!

Bewerbung für Coaching, nautische Ausbildung und Schule auf dem Meer

Auslandsjahr in den Weiten der See und segelndes Klassenzimmer statt herkömmlichem Unterricht: Wenn das ganz nach deinem Geschmack ist, kannst du dich mit einem aussagekräftigen Motivationsschreiben und deinem letzten Zeugnis bewerben. Die Bewerbung ist einerseits für SchülerInnen ab 15 Jahren möglich, die sich aber noch nicht in der Abiturjahrgangsstufe befinden. Andererseits können auch ältere Bewerber teilnehmen; in diesem Fall jedoch nicht als Schüler, sondern als Mentor der mitfahrenden Teilnehmer.