Reiseblog 23/24 Pelican of London

Man soll gehen wenn es am schönsten ist, sagen sie

Datum: 01.05.2024
Ort: Bordeaux

Die letzten Tage hatten wir strahlenden Sonnenschein, durften zu ersten Mal auf unserer Reise Leuchtdelfine sehen, waren so viel Social climben, wie noch nie und mussten packen. Denn das Ende unsere Reise ist immer näher gekommen. Und heute sollte es soweit sein.

Alles zum allerletzten Mal

Ein letztes Mal hat Tamsin uns alle um 07:30 mit „waky, waky rise and shine, it‘s breakfast time“ geweckt und aus den Betten gescheucht. Dabei hat sie uns auch noch eingebläut, genug zu frühstücken, denn es sollte ein langer Tag werden.

Als wir alle aus den Betten waren, hatten wir bis ungefähr 11:00 Zeit, den letzten Rest unsere Sachen zusammen zu packen, sie hoch in den Saloon zu bringen und unsere Cabins ein letztes Mal ganz sauber zu putzen. Die Royal Watch waren die einzigen, die draußen im Regen die letzten Coils neu und ordentlicher aufcoilen durften und die auf der Bridge sein mussten.

Nachdem alles blitzeblank war, ging es dann für den größten Teil von uns auf die Yards. Nur für Lena und Emma ging es auf den Foremast, für Karl ans Steuer und für Rosalie, Jonathan, Erik, Karo, Falk und Philina auf die Bridge, denn sie waren beim Anlegen unser Mooring-Team .

Zu diesem Zeitpunkt war es noch ca. eine halbe Stunde bis zum Einlaufen in den Hafen. Diese halbe Stunde haben wir genutzt, um die besten Shantys noch ein Mal zu singen bzw. eher zu schreien.

Und dann konnten wir sie auch schon sehen: Alle unsere Eltern, wie sie auf dem Steg standen und auf uns gewartet haben. Einige mit Luftballons, andere mit Plakaten. Für das endgültige Anlegemanöver mussten wir dann leider von den Yards klettern, weil es das erste Anlegen mit der Pelican für unseren Captain Simon war.

Sobald wir richtig fest gemacht waren, wurden die ersten Arme ausgestreckt und Hände gedrückt. Die Gangway wurde an Land geschoben, Tränen der Freude sind geflossen und Johan durfte an Bord, um seine Rede zu halten. Auch Adrian, Simon, Tamsin, Klara und Lenka haben eine Rede gehalten. Dabei sind dann auch die ersten Tränen der Trauer geflossen.

Und dann ging es auch schon für uns alle von Bord. Wir haben abgestimmt und dafür gestimmt, das wir in unseren alten Biskaya watches von Bord gehen und so durfte Sophie als Nummer eins der Coursewatch als erste ihr Eltern wieder in die Arme schließen!

Nach dem alle runter waren, ihren Eltern hallo gesagt hatten und die ersten Eltern vorgestellt wurden, mussten wir aber auch schon noch mal zurück, da unser Gepäck ja noch von Bord musste. Das haben wir dann mit einer Kette von Bord gebracht und im Anschluss haben wir unseren Abschiedsshanty „leave her johnny, leave her“ gesungen.

Das ist eine Peli tradition, die natürlich auch bei uns nicht fehlen durfte. Wir durften dann noch unseren Eltern das Boot zeigen und ihnen alles erklären. Es wurde auch noch ganz viel gegessen, denn die Eltern hatten ein wundervolles Buffet dabei, wo man von Schokolade über Obst und Gemüse alles finden konnte.

Nach einer Weile gab es dann das letzte PA Announcement, welches uns alle ein letztes Mal hoch aufs Welldeck gerufen hat, wo das Team von Ocean College dann ihr Dankeschön bekommen haben und es noch eine ganz große Gruppenumarmung gab.

Im Anschluss haben wir uns dann alle angefangen richtig voneinander zu verabschieden und die ersten sind auch aufgebrochen, auch wenn ein Teil von uns sich abends noch mal gesehen hat. Offiziell war die Reise nun vorbei, aber so richtig realisiert hatten wir es alle noch nicht.

Die Meisten von uns haben das erst realisiert, als sie so richtig wieder bei ihrem „Zuhause“ angekommen sind oder haben es immer noch nicht realisiert.

Aber wie auch?

Sechs (einhalb) Monate sind wir nun um die Welt gesegelt und nichts ist so gelaufen, wie es sollte. Angefangen hat es damit, dass unsere Reise in Sharpness und nicht in Amsterdam losging und enden tut sie nun auf Grund einer Menge Fuckups, ganze 1,5 Wochen „zu spät“ in Bordeaux, und wieder nicht Amsterdam, wie geplant!

Aber all diese Fuckups habe diese Reise zu unserer Reise gemacht und dafür gesorgt, dass wir aufgrund noch größerer Herausforderungen noch mehr gewachsen sind.

Und nun sollen wir all das einfach hinter uns lassen und „ganz normal“ weitermachen? Wie davor? Ohne all diese Menschen, die zu unserer zweiten Familie geworden sind?

Die wir nun alle sehr wahrscheinlich unbeschreiblich dolle vermissen werden und immer mit einem kleinen nagenden Gefühl im Hintergrund, das man es doch nicht schafft, Kontakt zu halten und dass heute das letzte Mal war, dass man einander gesehen hat und umarmen durfte.

Aber all dem zum Trotz können wir unfassbar stolz auf uns sein, finden wir, denn wir haben diese Reise mit all ihren Fuckups und ihrer Verlängerung mit Bravour gemeistert. Keiner von uns hat abgebrochen (Jael zählt nicht!!!), niemand ist geflogen, sogar Schlottii mit ihren Rückenschmerzen hat bis zum Schluss durchgezogen.

Wir sind in den letzten sechseinhalb Monaten ein Team geworden, dass zusammenhält, wenn es muss und immer für einander da ist.

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Das letzte Mal…

Datum: 30.04.2024
Nautische Position: 45°33’7 N 001°03’1 W
Geographische Position: Bay of Bordeaux
Total: 12891 sm
Etmal: 110 sm

Heute ist unser letzter ganzer Tag an Bord der Pelican und so fangen langsam die letzten Male an.

⁃ Wir haben heute unsere letzten Delfine und Geisterdelphine gesehen

⁃ Wir haben ein letztes Mal unser Zeug eingepackt, doch dieses Mal nicht, um das Zimmer zu putzen oder Bunk zu wechseln

⁃ Wir haben ein letztes Mal einen Geburtstag an Bord gefeiert, denn Ecki (Erik) ist heute 16. geworden

⁃ Die meisten von uns hatten heute ihre letzte Watch und die letzte Nacht vor Anker mit Ankerwatches war heute ebenso

⁃ Wir hatten heute unseren letzten Sonnenuntergang an Bord der Pelican, den die meisten von uns im Rigg verbracht und somit unsere letzte Chance für Free-climbing genutzt haben

⁃ Wir hatten heute auch unseren letzten Abend, der bis tief in die Nacht mit Freunden, die wie Familie geworden sind, verbracht wurde. Es wurde geredet, Risiko gespielt, ein letzter Film geschaut, gekuschelt oder die letzten Briefe geschrieben

⁃ Wir hatten heute unser letztes Mittags- und Abendessen an Bord, was für die meisten einer der wenigen frohen Gedanken war

⁃ Viele haben somit auch heute ihre letzten Ramen gegessen. Außerdem wurden heute die letzten Snacks herausgeholt und geteilt, denn sharing is caring

⁃ Es gab heute den letzten Cabin War zwischen Cabin 6&7 mit Wasserschlacht, sowie Müll- und Zahnbürstenbeschuss

⁃ Wir hatten heute auch unser letztes Sailhandling, denn wir haben das Staysail und trisail gehandet

⁃ Heute wurde auch ein letztes Mal in der Cabin des anderen Geschlechts gechillt. Das ist zwar verboten, aber was weder Tobi noch Gregor nicht weiß macht sie auch nicht heiß

Wir alle werden uns an diesen Tag für den Rest unseres Leben erinnern, denn es war der letzte ganze Tag mit unserer neu gefundenen Familie.

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Tagesbericht-Spezial: Die Geheimnisse einer Lehrkraft auf dem Segelschiff

Datum: 29.04.2024
Nautische Position: 45°12’2 N, 003°37’6 W
Geographische Position: Biskaya
Etmal: 187 nm
Total: 12781 nm

Am heutigen Tag nutze ich die Chance aus der Sicht einer bzw. der einzigen Lehrkraft zu sprechen. Auch wenn wir berufstechnisch gesehen drei gut ausgebildete Lehrkräfte auf dem Schiff sind, gibt es formal und hegemonial gesehen enorme Unterschiede – die anderen beiden sind nämlich die Projektleitung. Doch dazu später mehr.

Schüler am Steuer

Geerdete vs. maritime Lehrkraft

Zuerst möchte ich festhalten, dass für mich der Lehrerberuf, egal in welchem Kontext, der beste und schönste Beruf ist. Es ist ein großartiges Gefühl, Menschen und insbesondere junge Menschen bei ihrer individuellen Entwicklung zu beobachten und sie dabei zu unterstützen.

Umso intensiver und toller ist es, die riesigen Sprünge zu sehen, die unsere jungen Segler und Abenteurer hingelegt haben.

Nun aber zum eigentlichen Thema: Auf der Pelican of London durfte ich vor allem auf See die Woche mit Unterrichtsprogramm füllen. Dabei gab es dann schnell mal sechs von sieben Tagen Unterricht und ein wildes Durcheinander von Fächern.

Mathe, Chemie, Physik, Geschichte und Spanisch habe ich unterrichtet, dabei bin ich eigentlich „nur“ Mathe- und Chemielehrer. Für mich war das am Anfang sehr herausfordernd, allerdings macht es mit so einer tollen Gruppe einen riesen Spaß und ich habe ebenso eine Menge gelernt.

Den abwechslungsreichen Alltag mit Unterricht zu verbinden prägt einen auf einer solchen Reise und hilft bei nachhaltigem Lernen.

Top Secrets aus Kabine 4

So liebe Schülis, jetzt möchte ich euch auch ein paar Geheimnisse über diese Art der Kommunikation mitteilen. Oft habt ihr gefragt, was die Projektleitung während der Wassertage macht und doppelt so oft mich, was ich an Landtagen mache. Die Antwort ist ganz einfach: Wir haben alle immer viel vorbereiten müssen und häufig genauso nachbereiten.

Geplanter Unterricht mit geeigneten Materialien fällt leider nicht einfach so vom Himmel und die Korrekturen der Essays als auch andere Arbeiten von euch korrigieren nicht die kleinen Wichtel über Nacht. Die putzen in der Zeit die Waschmaschine und den Trockner. 😛

Zu Free-Shore-Leave Zeiten sind wir zwar meistens alle im Caffee, aber dort findet immer viel Planung statt und falls ich mal nix vorzubereiten hatte, hab‘ ich Fabia beim Arbeiten zugeguckt. (Geteiltes Leid und so weiter…).

In unserer raren Freizeit haben wir uns dann doch ab und zu mal in den Laundryspot geschlichen, wenn einige Kabinen von euch das Waschen vergessen haben – ich bin froh, dass es bis jetzt keinem aufgefallen ist.

Ach, und die berühmten (Power-)Naps wurden zum Ende hin eher zum Überseeschlaf – wir drei haben es auch einmal geschafft, fast drei Stunden nach dem Mittag wegzutreten. Ich weiß, das klingt viel, aber beschreibt auch unseren Erschöpfungsgrad ganz gut.

Immerhin hatte ich in der ganzen Zeit sechs Lebensmittelvergiftungen und in solch berauschendem Zustand von Marrakesch nach Essaouira zu reisen, sorgt nicht für ein großes Plus auf der Kräfteseite.

Unsere Energie wollten wir also besonders gut einteilen, um das bestmögliche für euch rauszuschlagen – unvorstellbar oder?

Fazit:

Wenn mich jemand fragt, ob ich das Ganze nochmal machen würde, sage ich immer das gleiche: „Einmal reicht, ich würde es nicht nochmal wiederholen, dann fehlen die Highlights bei der gleichen Reise. Dennoch, ich würde es jedem empfehlen, einmal gemacht zu haben.“

Was ich allerdings nie dazu sage und mir immer dabei denke – ich würde diese sensationelle Gruppe vermissen und immer wieder alles vergleichen…dabei kann man nur verlieren.

Falls es jetzt noch Unklarheiten gibt: „Keine Ahnung, frag‘ die Projektleitung.“, denn ich bin hier „nur“ Lehrkraft. ;D

P.S: Hallo noch ein letzter gruß noch von Fred und mir (Ben)

Ich hätte zwei oder drei Fragen, Mama:

1.⁠ ⁠Kannst Du auf spontan noch ’nen Erdbeerkuchen machen?
2. Magst Du meine Airpods mitnehmen?
3.⁠ ⁠Eventuell auch meine Slides

Danke und habe euch ganz doll lieb~ Ben ~

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Our last watches (in Biscay)

Datum: 28.04.2024
Nautische Position: 44°16‘4 N 007°37‘2 W
Geographische Position: Biskaya
Total: 12594
Etmal: 151

For all of us it’s a weird time having our last watches now. Some are already starting to pack and you still see a lot of people sitting in the messroom writing letters.

About today

Today was a normal day at sea. Because of new crew joining in Vigo we did a fire drill and we as handover Watchleaders, still leading our watches, had to help with the fire hoses. There wasn’t anything special otherwise today except for the Murdergame officially starting.

Biscay but different

I think everyone knows how our first time in Biscay was: Cloudy, high swell, almost everyone seasick. Yeah, it was a crazy time. Now we experience Biscay differently, we have quite the contrast to our other journey through here. The biggest difference: We’re not seasick anymore, we got used to the high swell of the North Atlantic.

But there’s also not much swell at the moment, maybe around 1-1,5 metres and the sun is shining brightly. On watch we also now always have good mood, music is playing or shanty’s are being sung. We also always have land, Spain, in sight.
The wind is forecasted to come around more westerly tomorrow, so maybe we will be able to shut off the engine for a bit and sail for one last time.

Shanty practicing

Like I said, shanty’s will be sung on watch. Tamsin encouraged us to train for our arrival in Bordeaux, so we will practice, at least in my watch.

Our last watches – how does it feel like?

For myself it’s feeling very weird to say „guys, this was our last 08:00 – 12:30 watch“ and I think I’m not the only one feeling like this. The watches seem to be cherishing every moment. So how are the others feeling about it?

Gritti: „I think I don’t really realize that this is the end. Everything feels normal when you go on watch and helm etc. and then you remember that it is our last days here. So we try to enjoy every moment :))!“

Schlotti: „I really enjoy the last watches. We had a lot of fun and try to make the best out of the situation. But of course it is really sad. Everything is funny about it. If it is Sailhandling or listening to music or just talking. I will miss my watch.“

Greta: „For me it feels like Gritti already wrote. I just can’t realize that it’s the last watches, so this fact will hit maybe in the very last sailing day. But the watches at the moment are very good, because we have a really chill swell and a lot of sunshine. So we have perfect last sailing days, which is very nice!“

Julius: „I had Galley so….. no last Watch with Gonzo :-(„

Teresa: „I try to not think about it, but in the back of my brain I know that the last watches already began. When I’m thinking about it, it makes me really sad. So I try to ignore the fact that we’re going home soon.“

P.S: Hallo, könnte vielleicht wenigstens Elise mit nach Bordeaux kommen? LG Friedrich 🙃

P.P.S: Hallihallo Moritz, ich wünsche Dir alles Gute zum Geburtstag und hoffe, Du hattest einen wunderschönen Tag mit einer toller Feier! Wir sehen uns in ein paar Tagen, bis dann, Grit 🙂

P.P.P.S.: Hallo Mama und Papa, könnt ihr mir vielleicht mein Lieblingskissen, Sprudelwasser und geile Snacks für die Autofahrt mitbringen? :)) Ich freue mich gaaanz dolle auf euch und alle anderen zuhause, hab‘ euch lieb, Gritti <3

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Das letzte Mal lossegeln

Datum: 27.04.2024
Nautische Position: 42°40‘8N, 009°30‘1W
Geographische Position: vor der Biskaya
Total: 12443nm
Etmal: 48nm

Schüler am Steuer

Heute sind wir das letzte Mal aus einem Hafen losgefahren und verbringen jetzt die letzten Tage auf See. Unser Ziel ist Bordeaux, wo wir dann alle von unseren Familien empfangen werden. Unser neuer Kapitän Simon hat sehr gekonnt aus dem Hafen gesteuert, obwohl er das Schiff noch nicht so gut kannte.

Kurz darauf allerdings durfte ich am Helm die ein oder andere Sportaktion durchführen, da er herausfinden wollte wie das Schiff sich verhält. Er war sehr professionell.

The Murder game

Preisfrage: Wo haben wir schon mal das Murder Game gespielt? Jetzt spielen wir es nochmal, aber mit der PC. Dafür gabs um 19:00 ein Meeting, in welchem wir auch diskutiert haben, wer auf welchem Yard ist oder Mooring Stations macht bei unserer Ankunft. Ein bisschen was muss gelost werden, da zu viele auf bestimmte Plätze gehen wollen. Wohin (falls ihr es eh noch nicht wisst) könnt ihr bei unserer Ankunft sehen.

Crew spielt in der Messe

Neue Crew

Aufgrund unserer Verspätung wegen des Windes (der jetzt von der Seite kommt) sind ein paar neue und alte Bekannte zurück auf die Pelican gekommen. Von unserem neuen Kapitän Simon hab ich ja schon erzählt. Auch unsere beiden Bosuns haben gewechselt.

Jig ist jetzt statt Justus Bousuns mate, Stew ist unser neuer Bousun. Unser Medic musste auch gehen, deswegen ist Tamsin jetzt unser Medic (und first Mate). Das, was uns alle am meisten gefreut hat, ist, dass Gonzo wieder da ist. Er wollte eigentlich in Amsterdam kommen, aber jetzt können wir nochmal mit ihm segeln.

Schüler liegen an Deck

P.S.: Hallo Mama, ich glaube, die Sachen, die auf der Liste stehen, sind jetzt nen bisschen unnötig. Also Du brauchst sie nicht mitbringen. Wir werden uns ja im Flugzeug unterhalten. Hab‘ dich lieb und bis bald ~Charlotte

P.P.S.: Hallo Eltern von Julius und Karl. Wenn es doch nicht funktionieren sollte, dass die ganze Familie von Julius Julius abholt, kann Julius dann bei Karl mit nach Hannover fahren? Könntet ihr das klären?
~ Julius, Karl

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,,se teachers“

Datum: 26.04.2024
Nautische Position: 42°13‘.9 N 008°50‘.9 W
Geographische Position: Vigo
Total:12393
Etmal:0

Todays topic is about our teachers :

Mama Fabia
Tobi wan Kenobi
And his Master: Gregor

The teachers where with us almost the whole time and they where like part time parents to most of us. And we had a great time together. Fabia had to leave us today and we were really sad about that even if it‘s only three days without her. But we still have Gregor and Tobi who stay with us until the end.

I don’t really know what else I can write about them beside that they really were a great trio and really took great care of us. And even though we haven’t had so much school we had lots of fun with them as our project leaders. So I want to say thank you, thanks for being with us and for the great time you spent with us.

The teachers explained

Mama Fabia :

Fabia may be a bit short but she is very smart and is very structured in what she‘s doing. I also noticed that her English improved a lot. My personal favourite moment with Fabia was everytime me Ben and her just talked on deck or in the mess.

Because in a big group she has to be louder and a bit more strict but in personal conversations with maximum four people she was very nice and open and relaxed. And for gossip is Fabia always there.

Tobi wan Kenobi:

Tobi is like the little brother of Gregor and he is very funny. Tobi‘s jokes are absolute trash but that’s for example one thing that’s very funny from him (sorry Tobi). Beside that he is a very professional chemistry teacher and it’s very funny to do experiments with him. When Tobi is telling us stories from his youth, everybody is listening because these stories are crazy 😜. Also the history lessons always where funny and interesting (his English is also se yellow from se egg).

Gregor:

Gregor is as I said like the older brother from Tobi and is a very kind friendly and respectful person. By the way is, he living near me, so I maybe see him a few more times when he has some time. He is also very structured and careful with what he is doing. He is also funny and always interested in gossip.

His PA announcements are chasing me in my dreams and I have the feeling they always will. ,,THIS IS AN ANNOUNCEMENT FOR THE OCEAN COLLEGE STUDENTS, PLEASE GATHER AT THE WELL DECK RIGHT AWAY‘‘

To make long story short, we all loved and enjoyed the time with the teachers and I think we can be happy that we had them on board. THANK YOU 🙏

P.S.: Ebenfalls VIELEN DANK FÜR ALLES aus dem Backoffice, es war uns ein Fest, diese Reise mit euch zu rocken. Die Türen bei Ocean College stehen euch immer offen! Danke!

P.P.S.: Liebe Hannibanni, ich wünsche Dir alles, alles Gute zum 17. Geburtstag!! Ich hoffe, Du hattest einen supiii Tag, hast Dich ordentlich feiern gelassen und es sehr genossen:) Ich freu‘ mich, Dich bald wieder zu sehen und Deinen Geburtstag mit Dir nachzufeiern!! Hab‘ Dich ganz doll lieb, Dein Paulchen ❤️🎂🎊

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Wird uns das Blau fehlen?

Datum: 25.04.2024
Geographische Position: Vigo
Nautische Position: 4214’.5 N, 00843’.5W
Total: 12393
Etmal: 0

Endlich Land!

Heute, endlich, haben wir in Vigo angelegt, nach vielen Kursänderungen und verworfenen Plänen. Alle sind sehr glücklich, den Tag draußen verbringen zu können und Kuchen und Obst zu essen, vor allem, da wir zum Abschluss auch einmal abends länger ausbleiben dürfen.

So sehr wir uns auf Land gefreut haben, stellt sich gleichzeitig exponentiell steigend ein Gefühl von Melancholie ein.

Das Fehlen von Grün

Auf den Azoren lag bei einem meiner Briefe eine Karte von einem Kunstwerk bei, ein Bild mit Gießerinnen, die sich um Pflanzen kümmern. Grün dominiert das Bild. Schon auf Bermuda ist uns aufgefallen, wie intensiv das Grün dadurch wirkt, dass wir selten Grün um uns haben.

Blaue Omnipräsenz

Auf dem Schiff ist Blau stets präsent: Es gibt blaue Polster, blaue boiler suits, blaue Putzeimer und Lappen, selbst die Augen meiner Cabin-Mitbewohner sind blau. Nicht zu vergessen ist das Meer, dass uns stets umgibt, auch blau.

Dennoch ähneln sich die Blautöne nur selten. Wenn man in Vigo über die Reling schaut, blickt man in ein sehr grünliches Wasser.
Erinnern wir uns an den Anfang, bei dem das Wasser bei der Ausfahrt aus Sharpness in England eher einem dreckigen Grau glich (was zugegebenermaßen auch daran liegen mag, dass wir am Anfang durch den Kanal gefahren sind).

Je südlicher wir fuhren, desto tiefblauer war das Wasser. Besonders wenn die Sonne ins Wasser scheint, ergibt sich ein Strahlen, dass man am liebsten stundenlang in sich aufsaugen würde. Höhepunkt hinsichtlich Meerfarben war natürlich für die meisten das karibische Türkis, in dem man noch bei acht Metern Wassertiefe den Grund sehen und Fische beobachten konnte.

Bewegen wir uns nun auf den Nordatlantik: Das Nachtblau ist zurück, kombiniert mit höherem Wellengang und dadurch mehr Gischt, die sich als Schaumkronen auf das Wasser legt. Jeden Moment erwartet man förmlich, einen Wal neben dem Schiff im Wasser schwimmen zu sehen.

Zurück in Europa, kurz vor der Biskaya, deren Wasserfarbe wir nicht mehr so wirklich vor Augen haben, ist das Wasser immer noch bläulich, jedoch hat es an Intensität verloren (worüber man sich auch streiten kann).

Wenn man in Vigo über die Reling schaut, blickt man in ein sehr grünliches Wasser, in dem sich heute morgen sogar ein Fischschwarm vergnügt hat.

Blau vs. Grün

In sechs Tagen, wenn wir zurückkommen, haben wir das Grün wieder. Bald sehnen wir uns zurück nach dem Blau, das einen umarmt, in dem man versinken könnte. Man kann stundenlang auf die Wellen schauen, ohne dass einem langweilig wird.

Bald schauen wir wieder auf Häuser anstelle des unendlichen Horizonts, an dessen Ende man meint, die Erdkrümmung zu erahnen.

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Back to Vigo

Date: 24.04.2024
Geographical Position: Lagoon of Vigo
Nautical Position: 42° 05’2 N 009° 00’2 W
Etmal: 82 nm
Total: 12369 nm
Ship: Pelican of London

Today we finally got the news where we will go. As we didn’t have an overnight Berth in Porto just a refuelling one the captain decided that we were once again heading towards Vigo. Where we would then stay until the 27.04.24 before we head towards Bordeaux. This also meant, that our trip would now be extended by another three days. But in Bordeaux we students will have to leave the ship and head back home towards our lives filled with school and responsibility.

Apart from this our day was relatively uneventful expect for the 30 knots of wind that decided to veer in order to meet us on the nose once again. But during the last almost two weeks this constant companion has become rather irrelevant in our day to day lives as it only restricts us in our ability to do washing.

Today late at night we also arrived in Vigo but due to the OOW (Officer of Watch) not wanting to wake up the whole ship and going alongside at night we drifted around in the Lagoon of Vigo and then tomorrow we will go alongside and visit Vigo.

Cabin Wars

In the past few weeks and months we boys have had a rivalry between our cabins stir up. It started with scores on the doors, where Cabin 6 (my cabin) decided to put a laundry basket into Cabin 7. But as it was not their Laundry day Tamsin took a couple points off of their rating. This has since been repeated a couple times. Then started the shoe wars. No one knows how they started, but ever since then if you pass through the Greenmile you might see shoes flying from one Cabin to the other.

Now the last thing that happened was the water fight. It started with water guns but ended with waterbottles being poured over people and through the crack below the door leading to cabins starting to look like a small pool. This eventually led to our Engineer being rather annoyed and putting an end to the fight.

There is also the debate over which Cabin is the stinkiest and who is responsible. This only fires up the war. But general agreement is, that Cabin 7 is the stinkier Cabin. No matter who lives there or maybe because of who lives there? That remains the question. In general though Cabin 6&7 are the messiest and stinkiest Cabins which according to professional crew is always the case, when boys live in them.

And that’s also why nobody like’s to do heads and showers in our Cabins (especially 7). But with time ashore it usually all gets better so we will see what it’s like after Vigo.

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Die Offenbarung eines gut bewahrten Geheimnisses

Datum: 23.04.24
Geographische Position: Nordatlantik

Über die gesamte Ocean College Reise seit Marokko haben wir ein riesiges Geheimnis einer ganz bestimmten Person vorenthalten. Zu unserem Vergnügen war diese besagte Person unfassbar stolz auf seinen angeblichen Erfolg. Wir reden natürlich von Tobi. Vielleicht wissen manche schon, um was es geht, aber um es auch endlich Tobi beizubringen, schreiben wir diesen Tagesbericht.

Nun, hätte Fabia in Marrakesch etwas besser auf Tobi aufgepasst, hätte sie Tobi diese Peinlichkeit jetzt ersparen können. Da Tobi zuhause etwas Star Wars spielen wollte, er aber noch kein passendes Kostüm als Jedimeister hatte, kaufte er sich wie ein paar andere Schüler eine Jeleba. Stolz erzählte er sogar anderen deutschen Urlaubern in Costa Rica, wie gut er verhandelt hätte.

Mhm klar. Nun muss dieser Angeberei ein Ende gesetzt werden und unser Tobiwan Kenobi gehört aufgeklärt. Da Tobi leider doch nicht so gut handeln kann, wie er dachte, hat er für diesen billigen Umhang stramme 60€ plus bezahlt. Aufgrund dieses unfassbar schlechten Deals war er am Boden zerstört und wir dachten uns, dass wir ihn vielleicht etwas aufmuntern, indem wir ihm erzählen, wir hätten noch mehr bezahlt.

Nur mal als Vergleich unsere eigentlichen Kaufpreise:

Noé: 20€

Philipp: 14€

Ole: Getauscht gegen Fake-AirPods (15€)

Also Tobi – so vielen hast du erzählt, wie gut du handeln kannst, irgendwelchen Touristen in Costa Rica, den Lehrern von der Regina Maris und noch vielen mehr.

Wir hoffen, dass es dir etwas peinlich ist und dass du in Zukunft etwas an deinen Fähigkeiten zum Handeln arbeitest. Und nochmal vielen Dank an alle, dass wir dieses Geheimnis so lange bewahren konnten.

P.S.: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Mama! Ich hoffe, Du hattest einen wunderschönen Tag und ich freue mich schon, Dich bald wiederzusehen 🙂 ~ Erik

P.P.S.: Sziasztok! Már biztos hallottátok hogy Bordeauxban lehet majd értünk lyönni. Tök szupi mert azt beszélik h Bordeaux nagyon szép. Ja és nagyon köszönöm a névnapi felköszöntést. Mindig meleg lesz a szívem körül amikor gondoltok rám egy Mailel. 😘❤️! Hú és már extrém várom h Sieljünk Kaprunban! Olyan szuper! És bocs h a múlt telefonálásnal úgy tünt mintha nem lennék elégedett semmivel. Csak nyomasztott h az út vége közeledik. Nagyon örűlnék egy England-Roadtripnek a nyáriszüniben. Tudjátok úgy hogy így 4/5 hétig úton vagyunk és Campingezünk. Scottland és Ireland természete nagyon király lehet.
És tudjátok mi lenne még nagyon kalandos. Egy picit Franciaországban maradni és a Bretagneban campingezni. Ez aztán egy Prémium névnapi ajándék lenne😲. Na mindegy ha nem sikerül az se baj.
Mindekit ölelek és puszilok❤️
~ Noé

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180 days + 10 days

Date: 22.04.2024
Nautical position: 4302‘4N 02208‘5W
Geographical position: North Atlantic
Total: 12167
Etmal: 69
Ship: Pelican of London

An update of our situation

If everything went according to plan we would have arrived in Amsterdam yesterday… Now, we are still in the North Atlantic with our course set on Vigo. The wind is still at a bad angle so we will need more time to get to a place where our parents can meet us again.

Therefore, it was decided that three days will be added to our journey, additionally to the seven days we are already late. The result is that our new arrival date is now the 1st of May. What does this mean for us? Some people are very, very happy about the three days more they can spend with their friends here on board, but there are also people who are quite sad about this.

Glass half full

Nonetheless, we are all trying to make the best about this situation. In general we all have gotten really good at handling situations like these. In the last days we have experienced some regular daily things like galley duty or daily report and thought it would be our last time doing this.

Now, because of the three more days, we have these things again. That’s somehow weird but also funny because it feels like a second last time to, for example, write this daily report.

But after all, every changed detail turned out to be an even better adventure like our surfing trip to Morocco, the visit of Lisbon and our stay in a four star rated hotel in Panama.

We learned that having negative thoughts won’t bring you any further, so if you’re staying optimistic you can experience exciting things because in the end everything will turn out well.

Schüler*innen stehen auf Wache.

P.S.: Hey, hallo Mama und Papa, ich freue mich schon riesig, in sieben Tagen bei euch zu sein, bis dann L.G Karl

P.P.S.: Hallo, wir sind jetzt kurz vor Vigo, ich freue mich schon, euch wieder zu sehen. Grüßt noch Quintus von mir! Liebe Grüße, Friedrich

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