Expibericht 2.0

Schiff: Johann Smidt
Position: Costa Rica
Nautische Position: /
Etmal: /
Gesamt: 6836 nm

19.01.2026

Der heutige Tag hat um zwanzig vor vier morgens begonnen, weil wir mit dem Motto Je früher wir losfahren, desto mehr haben wir noch vom Tag“ in die Expi-Tage aufgebrochen sind. Nach guten drei Stunden Busfahrt, auf der wohlgemerkt fast alle Expi-Gruppen waren, sind wir in San José angekommen und waren bis dahin fest davon ausgegangen, dass wir den Bus um zehn nach Cahuita nehmen. Den Plan hatten aber auch alle anderen und dann blieb uns nur noch der Bus um zwölf nach Cahuita.

In der Zeit haben wir Bekanntschaft mit sämtlichen kaputten Spielautomaten gemacht sowie mit anderen Backpackern, ausgiebig gefrühstückt und als Highlight ein Geschäft mit Schweizer Taschenmessern gefunden!!!

Als wir gegen 16:30 in Cahuita angekommen sind, haben wir festgestellt, dass unser Airbnb doch nicht ganz so zentral liegt, sondern 50 Minuten zu Fuß von der „Stadt“ entfernt ist. Also sind wir kurzerhand zum Supermarkt gelaufen, haben für den Abend und den nächsten Morgen Essen eingekauft und sind losgelaufen …

Rund eine Stunde, zwölf kaputte Schultern, sechs erschöpfte, übermüdete Wesen und hundertmal „Wie lange nooooochhhh?“ später sind wir im Regen angekommen und haben uns in einem doch sehr schönen und gemütlichen Airbnb eingerichtet und Abendessen gekocht: Spaghetti mit Tomatensoße. Anschließend haben wir noch Filme geschaut und dem monsunartigen Regen gelauscht.

20.01.2026

Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem ersten Mal Ausschlafen sind Margot und ich, Cecily, Richtung Supermarkt aufgebrochen. Ziel: den Bus zu bekommen, der alle zwei Stunden kommt. Nach langem Warten kam der Bus nicht und wir haben uns dazu entschlossen, Richtung Cahuita zu trampen.

Nach guten zwanzig Minuten hielt eine ältere Dame an mit den Worten: „I remember my young age“ und fuhr uns bei dem immer noch anhaltenden Regen zum Supermarkt.

Im Supermarkt lernten wir eine deutsche Hebamme kennen, die sich dann dazu bereiterklärte, uns nach Hause zu fahren – wieder im Regen. Der restliche Tag ging sehr entspannt zu. Zum Mittag gab es Nudeln mit Bolognese und Tomatensoße. Am Abend haben wir Tacos gemacht. Und mal wieder Filme geschaut …

21.01.2026

Dieser Tag hat mit einem noch besseren Frühstück gestartet, sprich Obst, Spiegelei, viererlei Müsli und Nutella. Das Mittagessen war kulinarisch genauso wie an den letzten Tagen: Es gab, wer hätte es gedacht, Nudeln mit Tomatensoße, diesmal aber als Chili sin Carne.

Danach haben wir eigentlich wieder nichts gemacht und uns am Nachmittag, als es aufgehört hat zu regnen, dazu entschieden, an den Strand zu gehen.

Dort sind wir dann in die Wellen gesprungen und hatten sehr viel Spaß. Vincent und Munguru haben sich kurzerhand dazu entschieden, eine Sandburg zu bauen. Das Prachtstück steht bis heute noch – auch wenn es nur aus einem Baumstamm bestand …

Als es dunkel wurde, sind wir dann Richtung Reggae-Bar aufgebrochen und haben dort zu Abend gegessen, begleitet von einer Liveband. Nachdem wir gegessen hatten, hat uns Sörens Expi-Gruppe überrascht. Nach einer kurzen Friesenrock-Einheit ging es dann Richtung deren Apartment, und wir bekamen eine Roomtour.

Aber wir waren immer noch der Meinung, dass unseres mit ABSTAND das Beste ist!! Irgendwann sind wir dann wieder nach Hause aufgebrochen und haben wieder Filme geschaut.

22.01.2026

Der Tag hat mit einem wieder köstlichen Frühstück gestartet. Nach dem Frühstück haben wir uns dann für eine Wanderung durch den Nationalpark fertig gemacht. Dort angekommen, haben wir uns für den Rundweg entschieden und sind etwa zehn Kilometer durch den Nationalpark gestiefelt.

Auf dem Weg haben wir Affen und Waschbären gesehen. Vier Stunden, eine Expi-Gruppe und ein paar Blasen später sind wir dann in Cahuita angekommen und haben zur Feier des Tages noch in einem Restaurant gegessen und anschließend den Bus nach Hause genommen.

Und wer hätte es gedacht? – Einen Film (Tenet) geschaut. Und noch einen. Und noch einen.

23.01.2026

Eigentlich hatte ich einen Wecker für sechs Uhr gestellt – eigentlich …

Um Viertel vor sieben kam Tamo dann rein, und in Windeseile mussten wir alles packen und putzen, um um zwanzig nach sieben das Airbnb zu verlassen. Denn wir wollten den Bus bekommen, der um halb vorbei an der Hauptstraße gefahren wäre. Auch hier wieder Konjunktiv: wäre … Der Bus kam nicht und wir sind mit Sack und Pack losgestiefelt.

Auf dem Weg habe ich dann einen uralten LKW/Pick-up oder auch eine Müllhalde gefunden und den Fahrer ausfindig gemacht. Angekommen fuhr der Bus, der eigentlich eine halbe Stunde später hätte kommen sollen, an uns vorbei und wir konnten ihn gerade noch anhalten. Dann fing die Reise nach Sixaola an.

Nun stehen wir hier und warten darauf, aus Costa Rica auszuchecken und in Panama wieder einzuchecken. Auch hier herrscht wieder ein klitzekleines Chaos mit großer Wartezeit, denn die deutsche Pünktlichkeit mussten wir bereits in Marokko zurücklassen …

Auch wenn wir am Anfang meinten, dass wir möglichst viel unternehmen wollen, war das Nichtstun sehr entspannt und die Expi-Tage waren insgesamt sehr entspannt. Wir sind alle der Meinung, dass diese locker noch länger hätten sein können.

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