Expibericht 5.0

Schiff: Johann Smidt
Position: Costa Rica
Nautische Position: /
Etmal: /
Gesamt: 6836 nm

Erster Tag

Der erste Expi-Tag startete bei uns – wie auch bei drei anderen Expi-Gruppen – um 03:30. Anne durfte uns alle aus dem Tiefschlaf wecken. Anders als auf der Johnny waren wir aber direkt wach und schlummerten nicht noch vor uns hin, denn wir wussten, dass uns nur eine Dreiviertelstunde blieb, um Schlafsack, Isomatte und Zelte abzubauen und zu verstauen.

Schlaftrunken mussten wir uns dann von Carlos’ schöner Kaffeefarm, aka unserem Zuhause der letzten drei Tage, verabschieden. Auf dem Weg zur Bushaltestelle hatten wir die Sicht auf einen wunderschönen Sternenhimmel – ein Tagesanfang wie bei der 04:00 bis 08:00 Wache. Zu unser aller Überraschung kam um 04:30 sogar noch Carlos vorbei und versorgte die Kaffeetrinker*innen mit Kaffee.

Die Tage davor hatten wir uns schon fleißig über die Busfahrpläne nach San José und von San José nach Cahuita informiert, aber das mit der Pünktlichkeit läuft hier in Costa Rica anders. Trotzdem sind wir nach einer zweieinhalbstündigen Busfahrt in San José angekommen und haben sogar noch den Anschlussbus nach Cahuita um 08:00 erwischt.

Es war eine sehr entspannte Busfahrt mit einem Halbzeitstopp in Puerto Limón. Als wir dann in Cahuita aus dem klimatisierten Bus ausgestiegen sind, wurden wir erst einmal von der Hitze überrascht. Schwitzend und mit viel Gepäck haben wir uns zu Fuß auf die Suche nach unserem Airbnb gemacht.

Zweiter Tag

Am zweiten Tag hatte Caspar Geburtstag. Er wurde 15 Jahre alt, und das haben wir zu Anfang des Tages mit einem ausgiebigen Frühstück, bestehend aus Pancakes, Obst, Bananen-Ananas-Milchshake und Nutella, gefeiert.

Nach dem Frühstück hieß es erst einmal chillen … Caspar und Roque haben sich vor den Fernseher gesetzt und bis zum Nachmittag ein paar Filme geguckt. Währenddessen waren die anderen die Wäsche holen und haben sich über aktuelle Schnorchelangebote informiert.

So gegen 16:30 wollten wir uns dann endlich mal bewegen und sind zum Strand spazieren gegangen, um eine Runde schwimmen zu gehen. Erst haben wir fälschlicherweise an der falschen Stelle gebadet, wurden dann aber von einem Lifeguard aufgefordert, den Schwimmspot 200 Meter weiter zu wechseln, da dort der Aufsichtsbereich der Lifeguards ist. Die Wellen waren schön groß und es hat Spaß gemacht, mit ihnen zu schwimmen.

Am Abend haben Ylva, Anne und Klara dann Wraps für Caspars Geburtstagsabendessen gemacht, die sehr lecker waren. Als Abendfilm haben wir Hangover 1 geguckt und danach ging der Tag auch schon zu Ende.

Dritter Tag

Tag 3 begann um 08:00 mit einem guten Frühstück mit Porridge, frischem Obst, Nutella und ein bisschen anderem Müsli. Danach sind wir zu einer dreistündigen Wanderung durch den Nationalpark aufgebrochen. Wir haben viele Tiere gesehen, unter anderem Nasenbären, Schlangen, Affen, Faultiere, Waschbären, ein paar Vögel und Agutis. Zwischendrin hat es einmal kurz geregnet, aber wir hatten zum Glück fast alle Regenjacken mitgenommen.

Als Sören bei einer kurzen Pause seinen Rucksack abgestellt hatte, kam ein Kapuzineräffchen auf seinen Rucksack geklettert, öffnete den Reißverschluss und hätte fast Sörens Stirnlampe aus der Tasche geklaut. Zum Glück kam dann ein Ranger, der das Äffchen verscheuchte.

Danach haben wir noch einmal kurz eine Schwimmpause gemacht und sind ins Wasser gesprungen, wobei ein anderes Äffchen fast Annes Kleider geklaut hätte. Anschließend sind wir weiter durch den Nationalpark gewandert, wobei wir ab da größtenteils auf Hängebrücken laufen mussten, da wir durch einen großen Sumpf gelaufen sind, wo wir noch Brüllaffen gehört, aber leider nicht gesehen haben.

Dann kamen wir wieder beim Airbnb an und Roque und Caspar haben Caesar Salad zum Abendessen gemacht. Nach dem Abendessen haben wir noch kurz die Gruppe von Cecily, Vincent, Munguru, Lotta, Margot und Tamo in der Reggae Bar getroffen und ihnen eine kleine Airbnb-Roomtour gegeben.

Als die Gruppe wieder auf dem Weg zu ihrem Airbnb war, haben wir den letzten Filmabend mit dem Film Hangover 2 veranstaltet, bevor wir am nächsten Morgen auschecken mussten. Natürlich durften die Snacks nicht fehlen.

Vierter Tag

Letzter voller Tag der Expi-Tage: Erster Programmpunkt – alles zusammenpacken! Tatsächlich haben wir ganz entspannt nach einem leckeren Frühstück um 10:00 unser geliebtes Airbnb, eigentlich einen Tag zu früh, vollgepackt mit Rucksäcken, Essensresten und Zelten verlassen, da wir unbedingt noch eine Nacht draußen verbringen wollten und schon in der Sprachschule auf den netten Campingplatz Camping Maria gestoßen sind.

Obwohl laut Google Maps nur 850 Meter Fußweg vor uns lagen, tat alles schon nach einigen Metern weh. Die Rucksäcke wurden von Stopp zu Stopp immer schwerer! Das hat man uns wohl auch angesehen, denn ein Van hat neben uns angehalten und der nette Costaricaner hat uns angeboten, uns mitzunehmen, obwohl wir noch nicht einmal unseren Daumen – wie die vielen Tage zuvor – ausgestreckt hatten.

Mit unserer Wahl für die letzte Unterkunft haben wir alles richtig gemacht. Ich war noch nie auf so einem schönen Campingplatz: Über unseren Hängematten konnten wir wieder Faultiere in den Palmen beobachten, die Wellen, die fünf Meter vor unserer Nase an den Strand klatschen, Geoffrey-Klammeraffen, die in den Bäumen, die uns Schatten spenden, ihr Mittagessen verspeisen und bis zu zwei Meter nah kommen …

Ja, und was haben wir so gemacht? Klara, Roque und Caspar haben andere Expi-Gruppen besucht, Sören war schon schwimmen und nach dem Mittagessen (Curry mit Reis, was echt interessant in der improvisierten Küche zu kochen war) ging es surfen. Die Stunde im Wasser hat uns sehr an Marokko erinnert. Es war echt noch mal ein Highlight und hat bei den starken Wellen, die hier an den Strand krachen, sehr viel Spaß gemacht!

Ylva, Sören und ich waren danach noch einmal in den „Piscinas Naturales“ direkt an unserem Campingplatz schwimmen bzw. plantschen und das Wasser genießen. Als Abschluss des Tages und eigentlich auch unserer gemeinsamen Zeit haben wir den Geburtstagsgutschein von Caspars Eltern eingelöst und waren lecker essen.

Letzter Tag

Doch irgendwann heißt es dann immer endgültig Abschied nehmen. Nach einer etwas kürzeren Nacht im Zelt bzw. in der Hängematte klingelte der Wecker um 06:00, unser Frühstück hatten wir schon am Vorabend geschmiert. Alles lief wie am Schnürchen: Der Uber kam pünktlich und brachte unser Gepäck sowie drei von uns bis zur Bushaltestelle, wo eine andere Expi-Gruppe gleichzeitig mit uns ankam.

Nach und nach wurde die Großfamilie wieder komplett, immer mehr bekannte Gesichter stiegen in unseren Bus nach Sixaola zu, und ja, dann holten alle 32 verrückten Weltumsegler*innen um 10:00 ihr Gepäck an der Grenze wieder aus dem Bus.

Es waren schöne Tage, mal etwas ganz anderes, für eine normale Gruppengröße sorgen zu müssen und noch mal viele neue tolle Erlebnisse in Costa Rica! Immer wieder gerne! 

PURA VIDA 🌴

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