Warum fahren wir nicht nach Miami?

Schiff: Johann Smidt
Datum: 11.02.2026
Position: Höhe Miami
Nautische Position: 25°30,9’N 079°46,5’W
Etmal: 164 sm
Total: 7993,5 sm

Wer sich das fragt, hat, glaube ich, vergessen, woher wir kommen. Gestern noch los aus Cuba und dann heute schon neben der riesigen Skyline von Miami aufgewacht. Die komplette Nacht hatten wir guten Wind und mit der Unterstützung des Golfstroms konnten wir konstant die neun Knoten auf den Geräten halten.

Zum Vormittag ist der Wind leider Stück für Stück verschwunden und wir hatten den Tag über eine fette Flaute. Das hat uns aber trotzdem nicht davon abgehalten, Meter zu machen – wir sind dank des kräftigen Golfstroms mit ca. vier Knoten die Küste von Miami hochgefahren und sind bald schon auf Höhe der Bahamas.

Die Sonne heute war stark und wir haben in meiner Wache aus einer Bettecke einen Sonnenschutz für den Rudergänger gemacht. Die Crew hat jetzt vor, während der ruhigen Tage etwas mehr Segelarbeit zu machen.

Dies gilt vor allem für die, die an der Nacht in Havanna beteiligt waren. Die erste Arbeit hatte bereits heute gestartet und wir durften ein paar neue Zeiser machen, damit wir endlich nicht mehr nach diesen Dingern suchen müssen, sondern die Zeiser überall im Überfluss hängen haben.

Wir konnten heute endlich wieder Tiere sehen. Keine Delfine, keinen Wal und auch keine Schildkröten. Um ca. 12:00 dachte ein Ausguck, eine Plastikflasche gesehen zu haben, aber es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um eine sogenannte Segelqualle handelte.

Ob die so heißt – keine Ahnung. Auf jeden Fall war so eine durchsichtige kleine Schicht an der Oberfläche zu sehen, die aussah wie ein Fallschirm. Ich meine auch aufgeschnappt zu haben, dass sie giftig sei, aber ohne Beleg.

Bei einer vorgezogenen Schülerversammlung teilten wir unsere Funktionsgruppen neu ein und bekamen eine neue dazu – das Buch. Jeder Ocean-College-Jahrgang hat am Ende der Reise ein selbst erstelltes Buch und heute haben wir fünf Leute dazu eingeteilt, uns ein Buch zu gestalten, in dem wir die ganzen tollen Erlebnisse festhalten, die wir auf dieser Reise erlebt haben.

Heute war ein schöner Tag, das sage ich nicht einfach so. Nein. Wir hatten heute Abend bei einem super Sonnenuntergang die beste Stimmung, die ich seit Langem gefühlt habe. Fast jeder war einfach so auf dem Achterdeck und wir haben einfach nur zu guter Musik gechillt.

Mit dem Abendessen wurde es dann ruhiger. Viele gingen mit der Zeit schlafen, draußen wurde es langsam dunkel und es gab nicht mehr viel zu machen. Manche arbeiteten noch ein wenig an ihren Schularbeiten und andere leisteten der stehenden Wache Gesellschaft oder haben einfach nichts gemacht.

Grüße:

Mats: Hallo an alle, mir geht es super, es macht viel mehr Spaß zu segeln, wenn auf den Gerät eine 10 (kn) steht und ich habe jetzt endlich wieder die beste Wache + ich bin jetzt Wäsche Team.

Tom: Hi ihr alle, ich hoffe es geht euch allen gut und danke für euer Verständnis mit der Drohne.

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