Illegal in Panama

Datum: 14.01.2024
Position: San José
Etmal: 0 nm
Total: 6325 nm
Schiff: Regina Maris

Making Selfies at Ocean College
Watchleaderin Jane

Nachdem die vorerst letzte Nacht an Bord von den meisten an Deck verbracht wurde, hieß es heute Morgen dann aufstehen um 05:30. Denn fĂŒr uns begann heute der dreiwöchige Landaufenthalt in Costa Rica! Es wurden noch ein letztes Mal Pfannkuchen zum FrĂŒhstĂŒck gegessen und die letzten Sachen aus den Cabins gerĂ€umt.

Cabin 1 war dann endgĂŒltig unbetretbar (die Cabin ist wirklich so voll, dass weder Licht an noch die TĂŒr ganz aufgeht). Das ganze GepĂ€ck fĂŒr Costa Rica wurde hingegen auf dem Main Deck fertig gepackt und in die Dinghys verladen.

Blinde Passagiere an Bord?

Unser erstes Ziel fĂŒr heute war dann die Wassertaxistation. Von da aus ging es dann mit ca. 225 PS ĂŒbers Wasser nach Almirante ans Festland. Dort angekommen wartete auch schon der Bus, der uns zur costa-ricanischen Grenze brachte. Vor der Grenze mussten wir aber alle aussteigen und zu Fuß ausklarieren.

Dann auf der anderen Seite in Costa Rica wieder einklarieren. Dabei fiel auf, dass drei unserer PĂ€sse, durch bĂŒrokratische NachlĂ€ssigkeiten seitens Panama, gar keinen Stempel fĂŒr die Einreise nach Panama bekommen hatten.

Damit haben wir eigentlich drei blinde Passagiere an Bord. Nach einigem Diskutieren (natĂŒrlich auf Spanisch) stellte sich heraus, dass es ausreichend war, Fotos von der Regina und den entsprechenden Personen in Panama vorzuzeigen, um daraufhin ausklarieren zu dĂŒrfen.

LehrkrÀfte haben Urlaub?

An der Grenze empfing uns dann auch schon Christin, welche uns fĂŒr die nĂ€chsten drei Wochen in Costa Rica begleiten wird, wĂ€hrend die Lehrer:innen ihren Urlaub genießen. Christin hat Deutsch und Geografie auf Lehramt studiert und war bereits vor fĂŒnf Jahren bei der Ocean College Reise 18/19 auf der Pelican dabei.

Dadurch hat sie schon selbst Erfahrungen in Costa Rica gesammelt und kennt bereits die Sprachschule und die Kaffeefarm, was fĂŒr uns sicherlich kein Nachteil sein wird.

Erpressung?

Mit dem Bus ging es dann noch ca. vier Stunden nach San JosĂ© zu unserer ersten Unterkunft, einer Sprachschule. Die SchĂŒler versuchten, die LehrkrĂ€fte mit netten Gedichten zu ĂŒberzeugen, nachdem diese eigentlich versprochen hatten, die langersehnten Handys nach der Grenze auszuteilen, aber ihr Wort nicht hielten.

Da das nicht so ganz funktionierte, wandelten sich diese netten Gedichte relativ schnell in Erpresserbriefe beider Seiten um und die Situation artete aus.

Hier mal ein Zitat seitens der LehrkrÀfte:

“Ihr habt Recht, wir hielten nicht Wort und aus Reue gingen wir am liebsten fort. Lasst uns das Blatt doch mal wenden und einen Gedanken an euer Wort verschwenden. Was ist mit den ganzen Lappen? Nach dem Putzen wollt ihr die Regina nicht noch mehr beschmutzen. Von der freien Lernzeit wolln’ wir gar nicht erst anfangen, fĂŒr die Kritik wĂŒrden die Zettel nicht langen.”

Nordpol?

Die Ankunft in San JosĂ© war fĂŒr die meisten erstmal ein Schock, weil es durch den Höhenunterschied hier verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kalt ist. Nach den letzten Wochen dauerhaft schwitzen bei ĂŒber 30 Grad sind 19 Grad dann schon Nordpoltemperaturen. Es wurden also direkt alle langen Klamotten aus den Tiefen der RucksĂ€cke hervorgekramt, um die KĂ€lte zu bekĂ€mpfen.

Camping at Ocean College

Regen?

Auf dem GelĂ€nde der Sprachschule wurden dann erstmal alle Zelte aufgebaut, bevor es dann auch schon anfing zu regnen. Dabei mussten einige leider feststellen, dass ihr Zelt doch nicht fĂŒr den Regen geeignet ist. Am Abend gab es dann noch Abendessen, ein Briefing ĂŒber die nĂ€chsten Tage in San JosĂ© und es wurde viel Tischtennis gespielt und Musik gehört. Was dann geschah, erfahrt ihr im nĂ€chsten Tagesbericht


P.S.: Thomas, unser Lieblingsprojektleiter <3, auf die unmittelbare Frage nach Passieren der Grenze, ob er jetzt noch in der Verantwortung ist: Ich hab‘ jetzt Urlaub, ihr Hosenscheisser đŸ™ƒâœŒïž

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