Mattis

A fish on a hook is good for our cook

Date: 17.02.2024 
Geographical Position: 20°15.1′ N 84°12.4′ W
Etmal: 143 nm
Total: 7130 nm
Ship: Regina Maris

The beginning of great fisher careers 

The first time we got in contact with fishing was in the bay in Spain. While everyone was busy swimming our captain Michael took out the fishing equipment. At the start, we only had one fishing line out, even without a bait, later some students fixed the second one and put it up once Michel left. Our great captain promised us some really big fishes and most of us were desperate for our first big catch. 

Then, it finally happened. We could see something on the hook. But as soon as we tried to pull it in we lost it. This beast was so big it bend the steel hook.🐟 Soon, there was quite a big group of boys being very interested in fishing and always helping Michael. Some already had more experience than others but all in all everyone still was a „hobby expert“ (insider). 

After the first failed catch there was quite a long time of false alerts and catching nothing, this led to a raging Michael getting mad if anybody touches „his fishing line“ (not his). Then, finally it was time, a small yellow fin tuna was smart enough to bite into our hook. In seconds all the „hobby experts“ were gathered around Michael who pulled the fish up.

After the first catch the spirits were high, even though the tuna wasn’t really that nice due to our cook leaving it in the fridge for two days. 

On the Atlantic crossing we had three other fishes which our biggest „hobby expert“ lost as he smacked them against the poop deck every time. Afterwards it was of course Max to blame. 

Lawless times 

After Michael was gone we had Martin who wasn’t really interested in fishing but was really chilled with it. We were basically allowed to do everything about it. At anchor we had several fishing rods which two students bought from their own money but with those our luck wasn’t the best. Mostly, we caught fish that were too small, which we threw back into the sea.

Actually, the only thing we caught during that time was our own ship because our „hobby experts“ forgot to pull the fishing line in before we anchored, therefor it tangled around our propeller shaft. It gave the captain and owner Martin almost a heart attack.

Mathieu then had to dive down with a swim mask and the air compressor in his mouth to untangle the shaft. After that there was a quick end to the fishing adventures. 

New cook, new captain, new luck

After Costa Rica we had a new cook as well as a Captain: Rainer and Heine. And also fresh energy for the big pray. So, quickly our fishing group went to work. This time, two boys took the lead and worked the most at the fishing line: Max and Lasse. After the time in Costa Rica they actually transformed from „hobby experts“ to real „experts“.

And already nine days later the hard work and the waiting paid off. The first student catch, a beautiful blue fin tuna was laying on deck and immediately got filleted and prepared to be cocked by Rainer, who by the way was surprised we actually caught something and then the magic began:

Our magician Rainer prepared and cooked a masterpiece. It really was a taste experience that was worth all the hard work and made Rainer the most liked person on this ship.

Now, we were really into it and right the next day we had the second, a bit smaller tuna on the hook. This makes us wonder what are we going catch next and awaits us for dinner.

Daily recap

Today we had a sunny day at sea. We had school, where we learned a lot about Cuba and it’s history. There was good wind and good food. In the evening we watched the sixth Star Wars movie.

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Entdeckung der Neuen Welt

Datum: 08.01.2024
Position: San Blas Inseln
Etmal: 0 nm
Total: 6087 nm
Schiff: Regina Maris

Regina Maris unter Palmen

Entdecken einer völlig fremden Welt

Bis jetzt lagen viele unserer Ziele in Europa oder wurden stark vom Westen geprägt, wie zum Beispiel Calais, Teneriffa, Kolumbien oder Aruba. Als wir von Santa Marta aus in See stachen, auf dem Weg zu den San Blas Inseln, wurde uns bereits erzählt, wie es ungefähr sein könnte. Vorstellen konnte man sich das aber im Traum nicht.

Vorher gab es wieder mal einen Deep Clean. Ich, der Wache hatte, musste das Deck schrubben, wodurch ich aber auch einer der ersten war, der diese Hollywood-Kulisse sah. Kleine unbewohnte Inseln mit Palmen, weißem Sandstrand, Kokosnüssen und einem Wrack davor. Man hätte denken können, Captain Jack Sparrow segelt jeden Moment um eine der Inseln mit seiner Black Pearl.

Gleichzeitig konnte man sich ein wenig vorstellen, wie Columbus sich damals gefühlt haben muss. Ebenfalls auf einem Traditionsschiff diese atemberaubenden Inseln mit Einheimischen zu entdecken, welche auf ausgehöhlten Holzstämmen zu einem paddelten und einem ihre Waren anboten. Nach dem gestrigen Tag kann man die Leute von der Meuterei auf der Bounty sehr gut verstehen. Der Gedanke, einfach hier zu bleiben, war und ist sehr verlockend, allerdings wissen wir ja im Gegensatz zu den Meuterern, was noch Tolles auf uns zukommt.

Es war zumindest für mich wie das Entdecken einer völlig fremden Welt und Zivilisation. Etwas, das ich trotz vieler vorheriger Reisen noch nie erlebt habe.

Wir segeln und schauen, was kommt.

Heute sind wir zur Hauptinsel gefahren, wo wir von Nestor, einem Einheimischen, über die Insel geführt wurden und viel über die Kultur auf den San Blas Inseln erfahren haben. Später sind wir mit einigen Einheimischen auf ihren „Nussschalen“ gesegelt. Die Boote bestanden aus einem großen ausgehöhlten Stamm und waren mit einem Großsegel und oft einer Fock ausgestattet. Diese Segel waren oft improvisiert aus Bettbezügen, also mit Mast und Schootbruch.

Auf „hoher See“ angekommen, wurden sie außerordentlich wackelig, da die Boote lediglich so breit wie eine durchschnittliche Person waren. Bei uns wurde Mastbruch tatsächlich Wirklichkeit: Mitten auf See (30-40 m vom Land entfernt) brach bei Justus und mir die Sprit, welche daraufhin provisorisch mit ein wenig Rumgepfusche wieder repariert wurde. Es war ein sehr anderes Segeln im Vergleich zur Regina. Allerdings war es äußerst beeindruckend, wie die Bootsmänner ihre Kähne manövrieren konnten.

Segelschiff im Sonnenuntergang

Sport verbindet.

Egal ob auf Teneriffa, den Kapverden, Kolumbien oder jetzt auf den San Blas Inseln: Immer wurde irgendeine Art von Sport mit der einheimischen Bevölkerung gespielt. Oft war es Fußball aufgrund der internationalen Bekanntheit, aber auch Basketball oder Volleyball wurden gespielt.

In jedem dieser Spiele wurde alles gegeben und viele Opfer hingenommen (verbrannte Fußhaut, zerrissene Crocs oder blutige Knie). Meistens sind diese Spiele sehr intensiv und mit viel Herzblut. Bisher steht es drei Spiele verloren und drei gewonnen, also Gleichstand. Da über alle Spiele zu berichten den Rahmen sprengen würde, konzentriere ich mich jetzt mal auf die neuesten Ereignisse:

Basketball

Bei der heutigen Besichtigung der Insel entdeckten wir sofort den Basketballplatz. An diesem konnten wir nicht unverrichteter Dinge vorbeigehen, also forderten wir sofort fünf einheimische Jungs auf, gegen uns zu spielen. Begeistert, mit Händen und Füßen und gebrochenem Spanisch wurden die Spielregeln festgelegt und es ging los. Obwohl wir größentechnisch klar im Vorteil waren, wurde schnell klar, dass der Heimvorteil größer war.

Segelschiff und SUP Board

2. Runde

Barfuß oder in Crocs zu spielen, waren wir nicht so sehr gewöhnt wie sie. Ebenso waren sie erstaunlich flink und jeden Tag am Trainieren, wodurch sie uns auch durch ihre technische Überlegenheit ordentlich alt aussehen ließen. Am Ende des Tages verloren wir 28 zu 26. Geschlagen gegeben haben wir uns aber lange noch nicht. Um 14:00 ging es mit passenden Ocean College T-Shirts, richtigen Schuhen und viel Teamgeist wieder auf die Insel, wo während unserer Abwesenheit der Basketballplatz zu einem Volleyballfeld umgebaut wurde.

Volleyball auf den San Blas Inseln

Nach kurzem Aufwärmen und einigen taktischen Besprechungen (über die Flügel, denkt an den Satz des Pythagoras oder tiki taka spielen) ging es los. Anfangs wurde das Spiel sehr durch die Qualität der Aufschläge bestimmt, aber nach einigen Umstellungen und Konzentration entfachte ein spannendes Match, welches allerdings souverän von Ocean College mit einem klaren 3:1 nach Hause auf die Regina gebracht werden konnte.

Segelschiff in der neuen Welt

Ich hoffe, dass auch andere Ocean College Reisen ebenfalls in den Genuss kommen, im Basketball fertig gemacht zu werden oder Volleyball zu spielen. Alle diese Spiele waren mega lustig, wir haben neue Freunde gefunden, sind in engerem Kontakt mit Einheimischen gekommen, haben geredet und unser Spanisch verbessert. Vor allem aber hatten wir Höllenspaß.

P.S.: Dr. Jay: Endlich habe ich es mal geschafft, den Tagesbericht in die Finger zu bekommen, bevor er abgesendet wird, deshalb: Happy Birthday Mum <33 Freu mich aufs Nachfeiern!!! @Maus: Miss uuuuu, hoffe das Lernen läuft tiptop!

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Tagesabläufe auf der Regina Maris

Datum: 06.12.2023
Position: Mindelo, Kapverde
Etmal: 0 nm
Total: 2689 nm
Schiff: Regina Maris

Ich glaube, ihr habt jetzt schon oft gehört, wie ungefähr ein gewöhnlicher Tagesablauf bei uns aussieht und deshalb möchte ich euch zeigen, was so besonders an Bord passiert.

Rituale

Aperitif, aber anders

Auf See ist der Alltag eigentlich immer relativ strukturiert. Das hat Vorteile, aber auch negative Aspekte. Einer der Vorteile ist z.B., dass man meistens mehr Schlaf als im Hafen bekommt. Allerdings passiert auch weniger Aufregendes. Um das ein wenig zu kompensieren, haben wir verschiedene Herangehensweisen und eine davon möchte ich euch gerne zeigen. Onno, Justus, Maxi und ich haben irgendwann in Roscoff Salami-Sticks entdeckt und am Abend darauf bei der verregneten Night Watch mit jeweils einer Cola verspeist.

Dieser Abend wurde danach zum Ritual. Seit es besseres Wetter gibt, treffen wir vier uns auf dem poop deck und trinken eine Cola mit den eigentlich viel zu teuren, aber goldwerten Salami-Sticks und schauen uns dabei den immer atemberaubenden Sonnenuntergang an. Meist haben zwei von uns Watch und die anderen beiden kommen, sobald der Horizont sich rötlich färbt, hoch zu den anderen. Es ist eine kleine Sache, oft nur fünf Minuten, aber auf diese fünf Minuten freut man sich die gesamte Watch. Es sind die kleinen Sachen, die den Alltag ein wenig versüßen.

Die Pfadfinder

Eine andere Tradition der gesamten Bravo Watch sind bestimmte blaue Halstücher, welche sie selber genäht haben. Diese tragen sie immer, wenn sie Watch haben, den Watch Officer Mathieu mit eingeschlossen. Sie sind sehr stolz auf ihre Halstücher und uns bringen sie zum Schmunzeln, da sie alle wie kleine Pfadfinder aussehen, die jetzt einen Wanderausflug machen wollen. Zudem erkennt man daran sofort, welche Watch gerade oben steht, was ebenfalls ganz praktisch sein kann.

Gruppen Schrubben

Wenn um 22:00 Uhr Nachtruhe ist, treffen sich immer fast alle im Gang unten bei den Cabins, um Zähne zu putzen. Anfangs war es kein Ritual. Mit der Zeit haben sich diese meist 10-30 Minuten zu einer ritualisierten Gossip-Runde entwickelt. Alles, was an dem Tag passiert ist, wird erzählt und diskutiert. Nicht zu vergessen die neuen Spekulationen, wer mit wem eventuell irgendwie zusammenpassen könnte.

Segeln macht alles anders

Rutschkammer

Segeln an sich ist ja schon sehr besonders, aber mit Segeln werden plötzlich die normalsten Aufgaben oder Beschäftigungen besonders und einzigartig. Das erste, was mir da in den Sinn kommt, ist duschen. Ein Abenteuer, da das Fiese ist, dass man die Welle nicht vorhersehen kann, sie einen also unvorbereitet trifft und es überall gefährlich rutschig ist. Ich habe bereits von vielen Techniken gehört, um das Knochenbrechen zu verhindern: Den Spider-Man, die Position auf allen Vieren, so breitbeinig stehen, wie es nur eben geht, und natürlich der, der denkt, er hat alles voll im Griff. Ich habe selber bereits einige dieser Techniken ausprobiert und kann euch als alter Seebär sagen, die letzte tut weh. Für mich hat sich das so breitbeinig stehen, wie es nur eben geht, als am besten funktionierend herausgestellt.

Küche des Zerbrechens

Ich denke, ihr könnt euch das Geräusch in der Galley nur schwer vorstellen, wenn wir auf eine besonders große Welle treffen. Ich glaube, das, was am nächsten herankommt, sind 10 Werkzeugkoffer, die gleichzeitig auf Glasboden fallen. Meine erste Galley Duty auf See war von Kotzpausen, zerbrechenden Gläsern der Crew und unfreiwilligen Duschen durch das schwappende Spülwasser geprägt. Selbst, wenn man dann sein Essen bekommen hat, fängt die nächste Challenge an. Denn wenn du unerfahrenerweise deinen Teller auf den Tisch abstellst, ist das Essen überall da, wo es nicht sein sollte. Wieder einmal spreche ich hier aus Erfahrung.

Man kann also zusammenfassend sagen, Segeln macht vieles anders oder sogar schwieriger, aber es macht es auch besonderer. Es können nicht viele von sich behaupten, bereits bei drei Meter hohen Wellen für 50 Personen abgespült zu haben. Oder bei einer eigentlich harmlosen Dusche von links nach rechts geschleudert zu werden und sich dabei wie Spider-Man festzuklammern. Genau das sind aber die Dinge, die nach der Reise fehlen werden und an die man sich noch ewig erinnern wird. Ich habe bereits fast vergessen, wie es ist, eine nichtschwankende Dusche zu nehmen.

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