Ole

How to write a daily report

Datum: 04.04.2024
Nautische Position: 38.32‘1 N 031.07‘8 W
Geographische Position: North Atlantik
Etmal: 165nm
Total: 10648nm

We write the reports to inform you out there what we are doing or interesting things about the ship, sail handling and a lot more. We are also writing them that you know that everything is ok and that all of us are fine.

First of all you need to decide about what you want to write and now after more than 150 days there are not really much toppings left. That’s why I’m writing about it because most of the students are struggling. Not with the daily report itself but to decide what they want to write about.

We have a strict system how the reports have to be and what should be in them. But it is more optional if you are not doing it because of the grade. Sometimes we need funny daily reports because they are way more fun to write and I think funnier to read.

These reports are more for us because they describe how we saw the journey and we write about our adventures. We write them to have memories for each single day and collect them in our board book. All in all a daily report is really easy to write when you are not at sea, especially if you see new countries and so on. But at sea is not happening really much to write about. That’s why we don’t really write about the day but about every topping you can imagine to entertain you at home or to advertise Ocean College.

The Day

The day was a normal day at sea. The swell got a bit higher from hour to hour and the wind speed increased. So the day was a little rough but nothing we are not already used to. We are heading straight to the Azores with very good speed and are probably arriving on Sunday. From day to day more mugs get broken and more sups get spilled but we are all in a good mood and are happy to arrive on the Azores shortly.

P.S.: Hallo Papa, ich glaube mich richtig zu erinnern, dass Du dieses Wochenende auf der Rennstrecke bist. Ich wünsche Dir viel Erfolg und Spaß für den Beginn der Saison. Du schaffst das. Hab‘ Dich lieb und bis bald ~Lotti

P.P.S.: Lieber Joni, ich bin mir nicht ganz sicher, wann Deine Prüfungen sind, aber wie ich mich erinnern kann, müssten sie demnächst sein. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und drücke die Daumen! Hab‘ dich lieb:) Ich vermisse euch alle und freue mich, euch bald wiederzusehen. ~Marie

P.S.: Wie wäre es mit Nutella, um der Reise einen wunderschönen Abschied zu geben??? ~Anonym

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Expigruppe Tobi: Ole, Ben, Fred, Greta, Anna-L., Paulina, Eva, Rosali und Jonathan

Datum: 04.02.2024
Ort: Von Jacó zur Kaffeefarm

Einleitung (Jonathan)

In den letzten vier Tagen bei Ocean College haben wir an der Expi (Expedition) teilgenommen. Das bedeutet, dass wir vier Tage Zeit hatten, um in 10er-Gruppen von Jacó zur Café Farm Don Eli zu gelangen. Was wir in der Zwischenzeit unternommen haben, lag in unserer Entscheidung. Pro Person und Tag standen uns 40$ zur Verfügung. Davon mussten wir Essen, Unterkünfte, Busse und Aktivitäten ohne Hilfe von den Lehrern planen. Wie wir das bewerkstelligt haben und was in dieser Zeit passiert ist, werden wir nun in unserem Expi-Bericht festhalten.

Hier ein kleiner Überblick über das, was wir insgesamt unternommen haben:

Am ersten Tag sind wir von Jacó nach La Fortuna gefahren. Dort haben wir am nächsten Tag eine sehr besondere Wanderung unternommen. Am dritten Tag ging es nach San José, wo wir eine Nacht verbrachten, bevor es am letzten Tag zur Farm ging, wenn auch mit etwas Verspätung – dazu später mehr. Insgesamt hatten wir auf jeden Fall alle sehr viel Spaß und hätten, glaube ich, alle gerne noch länger gemacht.

Unsere Transportmittel (Greta)

Unsere Gruppe hat sich entschieden, zunächst nach La Fortuna zu fahren, einer Stadt etwa 150 km von Jacó (dem Startpunkt der Expi) entfernt. Daraus lässt sich schließen, dass wir während der Expi eine beträchtliche Strecke zurückgelegt haben. Unser Haupttransportmittel waren öffentliche Busse.

Am ersten Tag sind wir von Jacó über einige Umstiege nach La Fortuna gekommen. Genauer gesagt sind wir von Jacó in die Hauptstadt San José gefahren, dann von San José nach Quesada und sind in Quesada ein letztes Mal umgestiegen, bis wir schließlich in La Fortuna ankamen. Innerhalb von La Fortuna haben wir für Strecken wie zum Supermarkt oder zu Unternehmungen einen „Uber“ genutzt, ähnlich wie ein Taxi, aber vergleichsweise günstiger.

Diesen konnten wir online bestellen – zumindest meistens. Manchmal hat das aus unklaren Gründen nicht funktioniert, und in diesen Fällen mussten wir auf normale Taxis ausweichen. Am dritten Tag sind wir von La Fortuna wieder nach San José gefahren, für diese Strecke haben wir zwei öffentliche Busse mit einem weiteren Umstieg in Quesada verwendet. Bis zum vierten Tag hat der Transport reibungslos funktioniert, aber dann haben wir leider unseren Bus zur Kaffeefarm verpasst.

Dadurch mussten wir fast drei Stunden warten, bis wir den nächsten Bus nehmen konnten und waren dadurch auch drei Stunden zu spät bei der Kaffeefarm. Das war zwar ärgerlich, aber nicht allzu schlimm. Insgesamt hat es relativ gut funktioniert, innerhalb Costa Ricas von A nach B (und nach C) zu kommen. Ich war zuständig für die Busbuchung und -planung. Das hat zwar manchmal länger gedauert, aber im Endeffekt hat es gut geklappt.

Wandern mit Ausblick in Costa Rica

Die Wanderung (Paulina und Eva)

Für den zweiten Tag hatten wir (Paulina und Eva) eine Wanderung geplant, die wir mithilfe von Komoot ausgewählt hatten. Von unserer Unterkunft aus sind wir in verschiedenen Gruppen mit Uber zum Startpunkt, der Arenal Waterfall Lodge, aufgebrochen. Die erste Gruppe (Anna L., Greta, Eva & Paulina) ist eine Stunde nach Ankunft am Startpunkt sofort losgelaufen, während der Rest der Gruppe Schwierigkeiten hatte, weitere Ubers zu bekommen. Während die erste Gruppe noch auf den Rest wartete, erfuhren wir, dass wir pro Person 12$ „Eintritt“ zahlen mussten, da der Einstieg unserer Wanderung auf dem Privatgrundstück eines Hotels lag. Nach einigen Diskussionen mit dem Sicherheitspersonal zahlten wir den Eintritt und begannen unsere Wanderung auf einem zunächst flachen Weg.

Nach etwa zehn Minuten sahen wir unser erstes Highlight: Eine regelrechte Autobahn von Blattschneiderameisen. Wir waren fasziniert, da jede Ameise ein Blattstück trug, das mindestens so groß war wie sie selbst. Von da an war uns klar, dass die Wanderung lohnenswert sein würde. Mit Musik und guter Laune ging es weiter, bis wir unsere ersten beiden Aussichtspunkte erreichten. Dort tankten wir Kraft für den steilen Anstieg, den wir unterschätzt hatten.

Während des Aufstiegs mussten wir immer wieder anhalten, weil der Urwald so beeindruckend war und wir viele Fotos machen wollten. Etwa ein Drittel des Weges hinauf bekamen wir Gesellschaft von einem Hund, der uns bis zum Ende begleitete. Schnell stand für uns fest, dass er Carlos hieß. Gegen Ende der ersten Hälfte der Wanderung wurden wir von der restlichen Gruppe eingeholt und es stellte sich heraus, dass auch sie von einem Hund begleitet wurden, den sie jedoch Bernd nannten.

Je höher wir kamen, desto steiler, schmaler und wurzeliger wurde der Weg. Teilweise benötigten wir beide Hände und mussten richtig klettern. Dadurch bekamen wir den Eindruck, dass es sich nicht wirklich um einen Wanderweg handelte, sondern eher um einen Pfad, der durch ablaufendes Wasser bei starkem Regen entstanden ist. Dies würde auch die Menge an Schlamm und unser Aussehen nach der Wanderung erklären. Nach mehreren Stunden hieß es nicht mehr bergauf wandern, sondern nun hatten wir nur noch den Abstieg zum Vulkan-Kratersee vor uns.

Der Abstieg war noch anspruchsvoller als der Aufstieg und wir schlitterten und rutschten mehr, als dass wir liefen. Die Anstrengung lohnte sich, denn wir wurden mit einem erfrischenden Bad im See und einem Picknick belohnt. Nach dieser kurzen Bade-Pause teilten wir uns wieder in zwei Gruppen auf, da eine schneller einkaufen gehen musste. So liefen Johnsen, Rosalayja und wir zwei voraus.

Anstelle von fünf Stunden brauchten wir nur eine Stunde für den Abstieg, was sicherlich auch unserem Trailrunning geschuldet war. Mit Musik und der Motivation, im Hellen unten anzukommen, machte es richtig Spaß. Unten angekommen nahmen wir einen Uber, den wir während der Expi sehr zu schätzen lernten. Während wir also in unserem Airbnb kochten, wanderte der Rest im Dunkeln zurück. Als wir uns alle gegen 20:00 Uhr im Airbnb trafen, waren wir uns einig:

Die Wanderung war ein voller Erfolg und für viele von uns das neue Highlight der Reise.

Unterkunft 1 (Rosalie)

Unsere erste Unterkunft lag in La Fortuna und obwohl der Weg dorthin länger war als erwartet, denke ich, dass ich im Namen aller sprechen kann, wenn ich sage, dass es sich gelohnt hat. Zuerst fragten wir den Busfahrer, ob er uns an der Straße rauslassen könne, um kein Uber von der nächstgrößeren Stadt, La Fortuna, buchen zu müssen.

Also marschierten wir alle gemeinsam im Entenmarsch hintereinander her, jeder mit zwei Rucksäcken und folgten der offline-Karte von Google Maps. Leider konnten wir ihr nicht vollständig vertrauen. Eine Straße, die eigentlich gerade sein sollte, erwies sich als Kuhweide, die ein Weg sein sollte und mit fünf Standorten, an denen die Unterkunft sein müsste. Nachdem ich bis zur Hüfte im Schlamm stecken geblieben war, alle durchgeschwitzt waren, wir auf Privatgrund gelaufen sind und von Hunden angebellt wurden, erreichten wir schließlich unser Ziel.

In dem Airbnb, einer schönen Blockhütte, mussten sich erst alle duschen und nachdem einige von uns eingekauft hatten, haben wir gemeinsam gegessen und uns in unserer Unterkunft eingefunden. Wir blieben zwei Nächte in dieser Unterkunft und reisten am Sonntag gegen 11:00 ab. Unser Airbnb hatte ein Stockwerk mit vier Schlafzimmern, einem Whirlpool, fünf Schaukelstühlen, einer Hängematte und mehreren Besuchern, darunter einer Katze und einem Hund namens MauMau und Ratte.

Das Essen (Ben)

Wie haben wir das mit dem Essen geregelt? Am ersten Tag, unserem langen Anreisetag nach La Fortuna, mussten wir uns glücklicherweise nur um das Mittag- und Abendessen kümmern. Das Mittagessen verbrachten wir an der Busstation in der Stadt „Quesada“, wo wir ein letztes Mal umstiegen.

Das Abendessen hatten wir dann in unserer Unterkunft, nachdem einige von uns mit dem „Uber“ einkaufen gefahren waren. Wir mussten immer berechnen, ob und wie viel Geld wir ausgeben konnten. Es klingt zwar einfach, war aber manchmal schwierig, einen Supermarkt zu finden, der noch spät am Abend geöffnet hatte, wenn wir beispielsweise den ganzen Tag unterwegs waren und spät am Abend noch einkaufen mussten, um Wasser, Abendessen und Frühstück usw. zu kaufen.

Burgeressen in Costa Rica

Aber man kann sagen: Wir sind mit dem Budget sehr gut ausgekommen und konnten immer etwas Gutes essen. Am letzten Abend waren wir tatsächlich auch einmal essen und zwar sehr leckere Burger und Sandwiches. Insgesamt können wir sagen, dass wir unser Essensgeld sehr gut eingeteilt haben und auch insgesamt mit dem Budget gut gewirtschaftet haben.

Die 2. Unterkunft (Fred)

Bei der zweiten Unterkunft gab es leider mehrere Probleme, angefangen beim Finden. Wir irrten praktisch planlos 30 Minuten durch die Blöcke von San José, fragten einige Leute nach dem Weg, doch ohne jeglichen Erfolg. Nach ungefähr 35-40 Minuten fanden wir schließlich den Eingang, der mit einem Zahlencode verschlossen war.

Als wir Schwierigkeiten hatten, den Code in der Bestätigungsmail zu finden, wiederholte Rosalie die ganze Zeit den Satz „Alles easy, wir schaffen das!“. Als wir schließlich herausfanden, dass der Code irgendwo in den Hausregeln der E-Mail stand, konnten wir eintreten und befanden uns in einem sehr schönen Eingangsbereich mit einem großen Tisch sowie mehreren Stühlen und Sesseln.

Die Unterkunft hatte vier Schlafzimmer mit unterschiedlich vielen Betten, eine Küche, zwei Bäder und einen kleinen Innenhof. Aufgrund der Schlafsituation überlegten wir länger, aber schließlich fanden wir eine Lösung (Matratzen wurden aus den Lattenrosten genommen und in andere Zimmer gebracht). Danach überlegten wir, was wir essen könnten, und angesichts unseres Budgets war die finale Idee, Burger zu essen. Wir hatten einen lustigen und sehr schönen Abend im Burgerrestaurant!

Finanzen (Ole)

Wenn man mit zehn Leuten durch ein fremdes Land reist, ist Geld offensichtlich notwendig. Eine andere Währung, unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten usw. machen die Organisation nicht unbedingt leichter. Hinzu kommt ein tägliches Limit von 40 Dollar pro Person, was eine kleine Herausforderung darstellte.

Die Währung, in der wir bezahlt haben, ist der Colón, wobei der Wechselkurs zum Euro etwa bei 555 liegt. Das Geld hat uns eigentlich dauernd nur Probleme gemacht. Das Einzahlen auf verschiedene Konten von uns am Ende, von denen beispielsweise die Ubers bezahlt wurden, war mühselig und dauerte sehr lange. Generell Banken zu finden, die das machen, was man braucht, kann schon mal einige Stunden dauern.

Und aus Erfahrung: Colones im Ausland auf ein deutsches Konto zu überweisen, ist den Aufwand echt nicht wert. Am Ende sind wir mit dem Geld jedoch ganz gut ausgekommen und konnten uns noch einen richtig guten Burger leisten.

Fazit (Anna L.)

Am Ende unseres Berichts würden wir sagen, dass unsere Expi ein voller Erfolg war. Wir haben nicht nur das Budget eingehalten, sondern auch coole Orte gesehen, vor allem die Natur Costa Ricas, gut gegessen und schöne Unterkünfte gehabt. Wir konnten diese Tage mit unserem Tagesbudget ziemlich komfortabel verbringen.

Es gab zwar die ein oder andere Schwierigkeit beim Transport, aber wir haben es gut geregelt und konnten alles machen, was wir uns vorgenommen hatten. Als Gruppe haben wir gut zusammengearbeitet und es hat wirklich Spaß gemacht. Einige von uns haben sich mehr um Buchungen gekümmert und konnten dort etwas dazulernen. Gemeinsam haben wir jedoch gelernt, ein Budget zu halten und trotzdem gut zu leben. Ich würde es genauso wiederholen, auch wenn Tobi die Wanderung ein wenig gefährlich fand.

Baden in Costa Rica

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What will happen next?!

Schiff: Pelican of London
Datum: 23.01.2024
Nautische Position: 18°04,8‘N/ 063°05,6‘W
Etmal: 0 nm
Total: 5089 nm

At the moment everything is a bit chaotic and our situation is challenging to describe. The plans for the upcoming days change daily and the course of our journey is unclear. Plans are created and discarded within hours causing a bit of tension as everyone wonders what comes next for us.

Teachers and Crew are doing their best to improve the situation which is why we have been accommodated in a hotel on land. There isn’t much more to say at the moment because no one knows how things will unfold.

Schüler*innen sitzen gemeinsam im Bus

First Plan: Island hopping

Second Plan: go back to our first hotel

Third Plan: Stay on the Pelican

Schüler*innen sitzen mit Rettungsvesten im Beiboot

Final Plan: Pack your things in 15 minutes, eat a slice of pizza, go in the rib, hop in the bus and drive to the other side of St. Martin to a hotel. We booked it last minute, so we had to sleep with three people in one bed because the unable woman at the reception gave some other guys our rooms that were already booked.

Toilets: sometimes functional
Air conditioning: broken
Hope among students: present
Repairing: In progress

Die Pelican of London im Haven

P.S.: Hallöchen, ich hoffe, es geht euch allen gut, bei mir ist alles supi! Liebe Grüße an Meius, Kleiner Kübel, Isabel die Gabel, Linalein, Zoelein, Lissi Mausi, Leanne, Hannah, Mona, Mama, Papa, Jona, Runa und Samchen 😘 🪴🫶~Lenka

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Zucht und Ordnung (wenn die Crew da ist)

Datum: 17.12.2023
Position: Santa Cruz De Tenerife
Nautische Position: 28°27,9‘N 016°14,5‘W
Etmal: 0 nm
Total: 2015 nm
Schiff: Pelican of London

Disziplin an Bord


Auf einem Segelschiff mit fast 50 Passagieren ist ein gewisses Maß an Disziplin und Aufmerksamkeit aus verschiedenen Gründen erforderlich. Anstand ist hier das Wichtigste, um das Schiff und den gesamten Tagesablauf problemlos bewältigen zu können. Geregelte Zeiten zum Frühstücken, Aufstehen, etc. lassen wenig Freiraum zum Ausruhen oder Trödeln, wodurch alle immer auf Trab gehalten werden.

Bild von den OC Teilnehmer:innen im Hafen von Santa Cruz

Der Tag ist ziemlich gut durchstrukturiert und jeder hat seine Aufgabe für den Tag, wodurch sich jeder auf jeden verlassen muss, um nicht in völligem Chaos zu leben. Mess Duty und Duty Watch sind zum Beispiel Dinge, die Disziplin im Bereich Pünktlichkeit benötigen.

Warum das wichtig ist..

Liebe Eltern, bitte diese Disziplin nicht falsch verstehen. Wir werden nicht zu nach Vorschrift arbeitenden Robotern erzogen. Wir lernen nur zum größten Teil, dass man sich auf andere Leute verlassen muss und sie sich auf dich verlassen können, was eine gute Gemeinschaft einfach ausmacht.

Zurück zum Tagesablauf. Von morgens bis abends steht Arbeit an und immer ist etwas zu tun. Ob es nun mit Segeln oder anderen Sachen zu tun hat, ist egal; es gibt immer Leute, die zur Stelle sind. Befehle und Kommandos während des Tages und während der Arbeit werden so gut und schnell wie möglich umgesetzt, da alle sehr motiviert sind, ihr Bestes zu geben.

Alles in allem ist das Leben auf einem Segelschiff nicht für jeden etwas und man darf nichts für selbstverständlich nehmen. Deine Mitmenschen müssen sich auf dich verlassen können und faul im Bett liegen ist hier einfach nicht.

Telefonzeit

Dann mal zum Tag heute: Es war sehr interessant und lustig zu sehen, wie sich alle, nachdem sie heute morgen ihr Handy in die Hand bekommen haben, zu Zombies verwandelt haben. (Ein paar Bilder davon im Anhang) Natürlich ist es schön, von Freunden und Familie zu hören, aber man merkt doch sehr, wie stark uns diese Dinger, in denen mittlerweile unser ganzes Leben steckt, einschränken.

Der gesamte Tag bestand nur daraus, zu versuchen, am Leben zu Hause teilzuhaben und das aufzuholen, was man verpasst hat. Manche haben sich noch nicht ganz damit abgefunden, dass das sehr schwer möglich ist und wir uns nun mal dafür entschieden haben, eine Zeit lang nicht am Leben zu Hause teilzuhaben, sondern etwas Neues zu entdecken.

Weihnachtsbäckerei an Bord

Am Abend haben wir die Messe zu einer Backstube gemacht und den gesamten Abend Kekse ausgestochen und verziert. Das Projekt, die Pelican aus Lebkuchen zu bauen, ist leider kaum vorangekommen, wird aber in den nächsten Tagen fertiggestellt. Wir geben unser Bestes, Weihnachten zu uns zu holen, auch wenn wir das dieses Jahr etwas anders feiern.

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Wie schön kann eine alte Fabrik sein?/ Mediennutzung an Bord

Datum: 19.11.2023
Position: Lissabon
Geographische Position: 3840,9’N 00912,9’W
Etmal: 0
Total: 1141
Schiff: Pelican of London

Ästhetische Märkte/ Schiffsrundfahrt

Heute haben unsere Lehrer:innen ein tolles Nachmittagsprogramm für uns organisiert. Es gab zwei Optionen: Einmal auf dem Schiff zu bleiben, sich ein wenig auszuruhen und durch den Hafen zu fahren (um den Motor und die Generatoren zu überprüfen) und die Option, mit Tobi und Gregor auf einen schönen portugiesischen Markt zu gehen (LX Factory). Da wir (Ole/Lenka) in unterschiedlichen Gruppen waren, können wir euch von beidem berichten.

Ole: Da unsere beiden Generatoren in den letzten Tagen repariert wurden, mussten wir eine Art Kontrolle durchführen und sind ohne diejenigen, die zur LX Factory gegangen sind, ausgelaufen. Wir sind etwa zwei Stunden durch den Hafen gefahren. Viele haben, genau wie ich, die Zeit genutzt, um an unseren Pathway-Referaten zu arbeiten oder für die Seamanship’s Level zu lernen.

Lenka: Wir haben zusammen mit Gregor und Tobi einen Ausflug zur LX Factory gemacht. Dort sind wir in einem 30-minütigen Spaziergang durch Lissabon gelaufen. Vor Ort gab es viele kleine Cafés, Restaurants und Marktstände, wo Schmuck, Kleidung und Essen verkauft wurden. Außerdem war die Streetart sehr beeindruckend. Wir hatten dann eine Stunde Free Shore Leave, in der wir uns frei über den Markt bewegen konnten. Auf dem Rückweg waren wir noch bei der Post, um ein paar verspätete Postkarten abzuschicken. Alles in allem war es ein sehr schöner Ausflug, und der Markt hat uns allen sehr gut gefallen.

Mediennutzung an Bord

Da die Mediennutzung an Bord so gering ist, haben wir für normale Dinge wie Musik hören andere Alternativen mitgenommen. Um zum Beispiel Musik zu hören, haben wir alle unsere MP3-Player dabei, bei denen darauf geachtet wurde, dass man nichts anderes außer Musik hören machen kann. Außerdem gibt es einmal in der Woche einen Filmabend, bei dem wir uns alle zusammen in der Messe über ein DVD-Werk Filme anschauen (heute haben wir „Interstellar“ geschaut, am Ende waren alle am Weinen. Es hat uns aber als Gruppe viel mehr zusammengeschweißt).

Durch den eingeschränkten Zugriff auf das Internet freuen wir uns immer über Möglichkeiten, Freunden und Verwandten Nachrichten zukommen zu lassen, z. B. durch Briefe. Da wir unsere Handys nur sechs Mal in sechs Monaten bekommen, ist es etwas sehr Besonderes, Nachrichten zu erhalten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch gar keinen Kontakt zur Außenwelt. Natürlich nutzen wir auch Medien, um diesen Tagesbericht zu schreiben oder für schulische Zwecke. Das ist allerdings nicht vergleichbar mit unserer Mediennutzung zu Hause.

Viele vermissen langsam den Kontakt zu ihren Familien und Freunden und denken darüber nach, was daheim passiert. Wir vermissen mittlerweile so normale Dinge wie Informationen über die Außenwelt. Teilweise wird schon um eine kleine Zeitung gekämpft. Natürlich hat der Entzug vom dauerhaften Informationsfluss auch etwas Gutes. Auch wenn man viel darüber nachdenkt, was gerade alles passiert, ist man nicht ständig durch Medien usw. abgelenkt und ist ganz im Geschehen, ohne alle fünf Sekunden aufs Handy zu gucken.

Die Mediennutzung ist zwar sehr gering, aber fast alle sind erstaunt, wie wenig es sie stört.

Hafen von Lissabon am Abend

P.S.: Lenka: Hallo, ihr Lieben! Mir geht es gut, und ich habe eine sehr schöne Zeit. Ich gebe fast mein ganzes Geld für Essen aus, aber es ist auch sehr lecker 😋 Ich vermisse euch alle ganz dolle, und ich hab‘ euch lieb ❤️😘

P.P.S.: Sofie: Romy, alles Gute zu Deinem 17. Geburtstag. Ich hoffe, Du hattest einen super Tag und hast schön gefeiert ❤️❤️. Ich hab Dich ganz, ganz dolle lieb und ich melde mich auf Teneriffa 🫶🏼🫶🏼🎂🎂

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