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Gedicht zum Nikolaus: „Mitten in der Nacht.“

Autoren: Charlotte W. & Mona

 

Mitten in der Nacht

Kommt der Nikolaus auf die Regina Maris mit Bedacht

Während die einen noch am Steuer stehen

Hört man den Nikolaus an Deck rumgehen

Runter schleicht er die Treppen geschwind,

dahin, wo die Kabinen sind.

Zuerst geht er zu Zimmer 8,

wo der schnarchende Basti erwacht.

Matthias kommt hinterm Vorhang heraus

Der Nikolaus denkt sich „was für ein Graus“

Dominik ruft die Nummer 14 noch einmal in seinen Träumen

Aus Angst seinen Einsatz zu versäumen

Emil liegt derweil gediegen und lässt sich vom Schiff in den Schlaf wiegen

Der Nikolaus verteilt seine Gaben in die Schuh

Und geht weiter zu Zimmer 7 im nu

 

Dort reagiert er geschockt

weil Tobias Martin mit Aloe Vera auf dem Bette hockt

Win sitzt da mit einem Muffin im Munde

Und schaut entgeistert in die Runde

und der Nikolaus könnte schwören

es ließe sich ein „halo“ hören.

Niko- mit Butter bekleistert

schaut den Nikolaus an begeistert.

Ben derweil sitzt mit Turban auf dem Boden

Und krault sich genüsslich an den… Armen.

Der Nikolaus verteilt seine Gaben in die Schuh

Und geht weiter zu Zimmer 6 im nu.

 

Bratrichs Uhr fängt an zu piepen

Simon fängt im Schlaf an zu quieken.

Lennard mit Adiletten am Start

krault dem Nikolaus den Bart.

Und auch Finn- mit Sprengsatz bestückt,

kommt zum Nikolaus gerückt.

Der Nikolaus verteilt seine Gaben in die Schuh

Und geht zu Kammer 5 im nu

 

Dort im Zimmer angelangt

Empfängt ihn eine Wolke mit Gestank.

Lucas, über den Buchrand linsend,

sieht den Nikolaus schelmisch grinsend.

Denn Tanyel ist absolut verschreckt-

statt Merle hat er den Rammler in seinem Bett entdeckt.

Leon kichert im Schlaf, worum es in seinem Traum wohl geht?

Doch während er überlegt, hat er auch schon Thorben erspäht.

Dieser bleibt sitzen unter Gewimmer,

denn er darf nicht mit ins nächste Zimmer.

Der Nikolaus verteilt seine Gaben im Schuh und geht weiter zu Kammer 4 im nu.

 

Dort erwischt er im Bette

Mika, Paula und Merle alle unter einer Decke,

Elena derweilen friedliche ruhen

bekommt zum Glück nicht mit, was sie dort Unchristliches tun.

Lotte lässt sich nicht wecken,

sie macht schlafwandelnd Ausdruckstanz auf dem Waschbecken.

Der Nikolaus verteilt seine Gaben im Schuh

Und geht weiter zu Zimmer 3 im nu

 

Zimmer 3 lässt er geschlossen

Denn unter der Tür kommt Blut hervorgeflossen

Der Nikolaus verteilt seine Gaben in die Schuh

Und geht weiter zu Zimmer 2 im nu

 

Im Zimmer 2

kommt mit dem Nikolaus Knecht Ruprecht vorbei

Im Raum zieht er seine Runden,

bis er Charlotte und Hannah hat gefunden

sofort packt er sie in seinen Sack

und nimmt die beiden huckepack

Nora schaut dem Ganzen nur stumm zu

Inga schwingt ihre Axt im nu

Knecht Ruprecht der ist nun in zwei

Sie verscharren ihn in Zimmer 3

Der Nikolaus verteilt seine Gaben in die Schuh

Und geht zu Zimmer eins im nu

 

Emma gibt Luca einen Kuss,

PS: das ist niemand, um den sich Johan sorgen muss

Nils und May – man kann es sich denken

Wollen dem Nikolaus ein Kindlein schenken.

Was Alisa sich dabei dachte vermögen wir uns nicht zu denken,

darum muss das Gedicht jetzt enden.

 

Alles was in diesem Gedicht erwähnt wird ist frei erfunden

Bezug zu realen Begebenheiten oder Personen ist rein zufällig.

 

 

Ocean College untersucht den Atlantik auf Mikroplastik

Neben der Vermittlung der schulischen Inhalte mit einem stärkeren Fokus auf Praxis und Kontext werden an Bord bei Ocean College zusätzlich Spezialthemen behandelt. Eines hiervon ist das Thema Mikroplastik, das während der ersten Etappe von dem Mikrobiologen Rüdiger Stöhr unterrichtet wurde. Im Folgenden beschreibt Rüdiger Stöhr den Hintergrund und die Durchführung des Projektes Mikroplastik.

Die weltweite Verschmutzung unseres Planeten mit Kunststoffabfällen ist ein großes Thema, für das dringend Lösungsansätze entwickelt und umgesetzt werden müssen. Im Rahmen des Ocean College Projektes an Bord der Regina Maris geht es darum, die Schüler für dieses Thema zu sensibilisieren. Durch die Teilnahme an dem Mikroplastik Projekt des Umwelt Vereines One Earth – One Ocean bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten, mit dem Umweltdaten gewonnen und dann in einer öffentlichen Datenbank dargestellt werden. An dem Beispiel dieser Mikroplastik Untersuchung werden strukturierte und wissenschaftliche Arbeitsweisen herausgearbeitet.

In diesem Projekt werden regelmäßig Wasserproben während der Reise genommen und auf ihren Mikroplastik Gehalt hin untersucht. Die Schüler machten sich mit dem Arbeitsablauf der Probennahme, der Probenaufarbeitung und der Untersuchungsmethode vertraut. Ziel ist es, das die Schüler ab Teneriffa die Probennahmen weiterhin gewissenhaft weiterführen. Zusätzlich können interessierte Gruppen eigene Fragestellungen entwickeln und im weiteren Verlauf der Reise untersuchen.

Die in Wachen eingeteilten Schüler haben einen Lehrplan bekommen, dem folgend sie neben Ihren Pflichten an Bord und ihrem Unterricht auch in das Projekt der Mikroplastik Untersuchung des Vereines One Earth – One Ocean eingebunden werden. In diesem Projekt wurden die Schüler einer Wache jeweils für zwei Stunden alle zwei Tage unterrichtet.

In dem ersten Teil der Reise von Amsterdam bis zum Zwischenstopp in Vigo, Nordspanien, wurden die Schüler in den Ablauf der zur Mikroplastik Analyse notwendigen Schritte eingeführt. Von der beinhalten die Probennahme, das Aussieben des partikulären Materials mittels eines Feinsiebes, das Auswaschen und Übertragens der Partikel auf einen Glasfaserfilter. Diese Glasfaserfilter wurden mit einem Binokular untersucht. Partikel, die im Verdacht standen, aus Kunststoffen aufgebaut zu sein, wurden auf das Fourier-Transformation-Infra-Rot (FTIR) –Spektrometer übertragen. Mit diesem Gerät konnte Mikroplastik in fast allen untersuchten Proben identifiziert werden.

  

Nach dem Zwischenstopp in Vigo lag der Schwerpunkt auf der Methodik wissenschaftlichen Arbeitens. Dabei wurde mit der Vorlage aus dem Lernbuch „How to write a protocol“ ein eigenes Versuchsprotokoll für die Durchführung der Probennahme erarbeitet. Dieses Protokoll dient als Vorlage für die weiteren Probennahmen und wurde als Vorbereitung für die weitere Fahrt mehrfach praktisch durchgeführt.

Die Erarbeitung von Ergebnissen durch die Auswertung einer Datenbank wurde am Beispiel des Datensatzes der Mikroplastik Pollution Map eingeführt. Als Vorlage diente der erste One Earth – One Ocean Zwischenbericht der Mikroplastik Messungen aus dem Jahr 2016.

Weiterhin können die Schüler sich auf freiwilliger Basis Themen aussuchen und auch eigene Fragestellungen entwickeln, für die dann im Laufe der Fahrt Proben genommen werden. Anreiz für ein weiteres Engagement gibt vielleicht auch eine Strandreinigung, die durch das Ocean College organisiert wird.

 

 

Wir danken Rüdiger Stöhr und One Earth – One Ocean für den tollen Unterricht mit unseren Schülern. Wir werden eine Fortführung des Projektes definitiv vorantreiben. Die Deutsche Welle findet das Mikroplastik Projekt ebenfalls sehr spannend und wird hierüber berichten.

Für Rückfragen oder weitergehende Auskünfte zum Thema Mikroplastik oder dem Verein OEOO steht Rüdiger Stöhr gern zur Verfügung!

Rüdiger Stöhr | Rüdiger@OneEarth-OneOcean.de | www.oneearth-oneocean.com

„It is the difference between living as the winds of a hurricane, a metaphor for the activity of our daily lives and the incessant whirl of our thoughts and feelings, and the pervasive calm that exists at the center of all hurricanes, so vast that planes can fly around in them, undisturbed.“

Joseph Dillard, 10.11.2017

„Dear families and friends of students of Ocean College,

I am just back in Berlin after spending three weeks as coach for communication skills and conflict resolution on the Regina Maris. I am writing to share my personal observations about these young people and this voyage with you.
First, let me congratulate you on your confidence, wisdom, and willingness to spend your hard-earned money on your loved one in this way. I know it was not an easy decision for many of you, and I know that this project has only begun, and that there are risks and challenges ahead. However, regardless of the future, you can be proud of your decision to trust both your children and Ocean College, based on what I have seen and experienced so far.

Johan asked me to participate because he wanted to do whatever he could to insure that your student would have the skills necessary to resolve conflicts and communicate their needs in effective, respectful ways whiIe on this voyage. This was a very smart decision on his part, and the result of the unnecessary and completely avoidable chaos that he experienced over ten years ago when he was a participant on his own voyage.
My intention in participating was somewhat different. I not only wanted these students to have such skills for this voyage, but to learn powerful tools that could help them succeed in work, personal, and family relationships for the rest of their lives. I told them that I would teach them things that they would see no purpose for today, but that seeds would be planted; that they should take careful notes so that when challenges arose on the voyage, or in five, ten years from now, that they would have powerful tools that they could use to move beyond unnecessary drama, stress, misunderstanding, confusion, and hurt feelings.
I have worked with a broad variety of adolescents for all my professional life – some forty years. Most of these have had very serious problems with anxiety, like panic disorder or post-traumatic stress disorder, or with depression, like suicidal thoughts, or with self-esteem, like anorexia, or with problems with family, like fighting and disobedience, or with addictions of all sorts. Therefore, such adolescents and their families were something of my “normal.” Consequently, when I got to know this amazing group of 34 young people, I was astonished at how responsible, thoughtful, respectful, helpful, and kind they all were.


Many of the problems with young people – and perhaps those challenges you have had with your student – are situational. Change the situation, change the expectations, change the interpersonal dynamics, and an entirely new set of behaviors can emerge and flourish. This can produce a very positive or destructive result, depending upon the situation a young person is exposed to. I can tell you with confidence that you have exposed your student to an extremely positive set of circumstances and individuals that is bringing out the best in all of them.
These circumstances include constant teamwork, whether it involves raising and lowering sails, steering and navigation, cleaning the Regina Maris, cooking, or planning activities and meals. They are learning to deal with a wide variety of authority figures and personalities in healthy, mutually-respectful ways. Their daily routines also include confidence-building activities that involve diving in, whether one wants to do something or not, like getting up to stand watch at 3:00 AM. These students have already broken many habits and addictions of home life: use of cell phones, internet, computers, talking back, disrespect, procrastination, smoking, alcohol, drugs, or hanging out with peers that don’t have a sense of personal direction.
They are learning how to enjoy working and learning, as lifelong preferences. Their coursework teachers are excellent, and these students have the advantage of individualized instruction, in that individual lesson plans are drawn up for each. Therefore, whatever information deficits they have brought to the voyage will be addressed. Due to their personal relationship with their teachers, they will not only have a much greater opportunity to receive help with their learning, but to form a very positive and personal relationship with educators and the perspective of education as a life process. As a result, I have no doubt that they will not only not lag behind in their normal schoolwork when they return, but be better, more involved and successful students as a result of the high quality of education they are receiving on this voyage.
These students are having a lot of fun and show a great deal of mutual support and caring. There is joking, hugging, and general happiness, with no signs of discrimination, scapegoating, gossip, or relationship drama. I am not so naive as to think that such issues will not arise during the remainder of this voyage, but as they do, I am confident that both the students and staff now have the skills to deal with them quickly and effectively.
I have left a copy of one of my books, Waking Up, with them, as a reference that they can use to find more information about the various communication, stress management, and conflict resolution skills that I taught them, as well as many more that will be new to them.

Going forward, I want you to brainstorm with me about a long-term project, possibility, and proposal. These students are going to come off the Regina Maris as healthy, young adults who will make important contributions to Germany and the world in general. I have no doubt about that. In addition, they will be much more likely to make healthy choices in their relationships and to raise their children in an atmosphere of listening, respect, and emotional nurturance. These skills have been more than any parent could have hoped for until recently in the history of humanity. However, the world needs more. It needs a “new normal.”
What the world needs are more people who not only have such an amazing set of competencies, but know how to get in touch with what I call their “authentic self,” as differentiated from the social self that we form as a result of our exposure to our parents, family, peers, work expectations, and culture. Finding, growing, and staying in touch with our authentic self requires a different set of skills, and it requires a different kind of training. Such a path is not for everyone, but only for those who are not satisfied with fitting into society and fulfilling its expectations for what our society and culture defines as having a happy, productive life. While for many, that is more than enough, but the world is changing. Just as we can look back at our own lives and see how we have outgrown what we considered healthy and normal in previous decades, so in the future we will look back at today in a similar fashion. We can and need to not only do more, but be more.
Getting in touch with and living from one’s authentic self means learning how to let go of our normal strong identification with our thoughts and feelings, which while essential tools, can mask what is deeper and central. It is the difference between living as the winds of a hurricane, a metaphor for the activity of our daily lives and the incessant whirl of our thoughts and feelings, and the pervasive calm that exists at the center of all hurricanes, so vast that planes can fly around in them, undisturbed. Our authentic self is something like that, and when we find it, the stresses, tragedies and challenges of life, while real and addressed, do not reach us, do not hurt us at our core. As a result, we have resilience, confidence and inner peace that remains untouched.

For some years now, I have taught these skills to students at a wonderful spa, Toskanaworld, in Bad Sulza,Thuringia, near Weimar. I would like us to put our heads together and consider offering such trainings to students, in the months and years after their return, as well as their families, and Ocean College teachers and staff. These trainings are tailor-made for the needs of the particular participants, so I depend on your feedback for planning and shaping such experiences.
In just three short weeks your student has become family for me. I have told them all that I will be honored to have them contact me at any time for any issue or concern that they may have and that I am there for them. I feel the same toward you, upon whom they depend for their life support as they continue to grow in the years after the conclusion of this exciting adventure. Ocean College and its excellent staff are also part of my new, extended family, and I am committed to doing whatever I can to support its excellent work and to help it achieve its full potentials. Indeed, I cannot imagine a finer context in which an adolescent can learn the life skills they need to thrive all their lives.

Again, thank you for your trust in Ocean College and in me. If I can answer any specific questions you have about the first three weeks or about how your student is adapting to life on board, please contact me. I am at your service.“

Cordially, Joseph
Joseph.Dillard@Gmail.Com